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Autor Thema: Techn. Ausstattung Motorrad Fern- bzw. Langzeitreise  (Gelesen 579 mal)

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Offline Summerhillxy

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Techn. Ausstattung Motorrad Fern- bzw. Langzeitreise
« am: 05. April 2021, 10:09:27 »
Für das Jahr 2022 plane ich eine kleine Auszeit, in der ich mich von Magadan in Russland bis nach Mauretanien bewegen will.
Motorschutz und Handschützer sind bereits montiert. Jetzt zu meinen Fragen an die erfahrenden Weitreisenden: ist ein Hauptständer notwendig? Klar ist es bequemer, aber ist er nötig (Kettenpflege, Reifenreparaturen)? Was empfehlt ihr für den Reifenwechsel? Gibt es dafür bewährte Werkzeuge? Kompressor ja oder nein? Reicht eine einfache Pumpe?
Im letzten Jahr war ich bereits 8 Monate mit einem Sprinter zwischen Lettland und Spanien unterwegs und hat viel zu viel "Krempel" dabei. Aber bei einer Tonne Zuladung störte das nicht weiter...
2022 soll es mit einer Tenere 700 weitergehen und ich will nichts mitschleppen,, was ich nicht unbedingt benötige.

Ich freue mich auf euren Input. :-)
Marcus



Offline yamralf

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Antw:Techn. Ausstattung Motorrad Fern- bzw. Langzeitreise
« Antwort #1 am: 05. April 2021, 11:04:25 »
Deine Frage zum Hauptständer kannst du dir doch selbst beantworten.
Baue doch jetzt mal bereits daheim die Räder aus dann stellst du fest ob es dir behagt oder nicht. Cheers
Eine Enduro putzen ist wie Seiten aus der Bibel reißen.

Die klügsten Männer sind jene, die ihrer Frau einreden können, dass Gartenarbeit schön macht.

Offline Summerhillxy

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Antw:Techn. Ausstattung Motorrad Fern- bzw. Langzeitreise
« Antwort #2 am: 05. April 2021, 11:47:40 »
Deine Frage zum Hauptständer kannst du dir doch selbst beantworten.
Baue doch jetzt mal bereits daheim die Räder aus dann stellst du fest ob es dir behagt oder nicht. Cheers

Naja, beantworten kanb ich nir die Frage deshalb nicht, weil es ja einen Trick geben könnte, den ich nicht kenne. Theoretisch könnte ich das Bike ja auf die Seite legen oder mit dem Unterfahrschutz auf einem Baumstamm abstützen. Die Frage ist für mich aber, ob das in der Praxis vor Ort auch praktikabel ist. Von daher erhoffe ich mit Tipps von erfahrenen Reisenden in abgelegene Regionen ohne ADAC.
Marcus

Offline svebes

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Antw:Techn. Ausstattung Motorrad Fern- bzw. Langzeitreise
« Antwort #3 am: 05. April 2021, 12:00:38 »
Gerne wir einfach ein Stock genommen und unter die Schwinge ( rechts ) geklemmt. Das Moped stützt sich dann quasi gegen den Seitenständer ab. Gibts vermutlich auch irgendwo auf Youtube. Den Stock gibts auch als edel direkt zu kaufen ;-) Fürd einen Versuch daheim sollte der Stock aber ausreichen. Ich liebe meinen Hauptständer und es ist immer gut wenn man Alternativen kennt und kann.  Ganz wichtig sind gute Montiereisen uns etwas Übung wegen Tiefbett. Für den Ernstfall hatte ich Reifenspray und Ersatzschlauch dabei. Erstmal Spray rein, dann ab durch die Mitte bevor ich als "Meal on Wheels" von der einheimischen Tierwelt in Betracht gezogen werden konnte  ;D Aber banale Basics wie Ersatz-Ölfilter, Züge, passsende Zange zum Wechsel, etc. sind sicher hilfreich und wichtig.

Online tam91

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Antw:Techn. Ausstattung Motorrad Fern- bzw. Langzeitreise
« Antwort #4 am: 05. April 2021, 12:10:14 »
Hallo
Mit einer Teleskopabstützung (kurze Bildanschauung anbei) kann man auf so einer Tour leben, ein Hauptständer macht es leichter und ermöglicht auch auf Fähren eine Gute Verzurrbarkeit. Ebenso sieht es bei einem elektrischen Kompressor aus der macht es bei Reifenpannen einfacher und schneller kostet aber, wie der Seitenständer auch Gewicht und Platz. Meine Erfahrung auf meinen Afrikatouren und in ganz Europa zeigen das Reifenpannen sehr selten sind. Ebenso gibt es fast überall die Möglichkeit auf werkstatthilfe zurückzugreifen wenn man sich z.B. mit Reifenpilot dorthin gebracht hat. Es ist vor allem auch nur sinnvoll soviel Werkzeug mitzunehmen das den eigenen Schrauberfähigkeiten entspricht, mehr ist sinnfrei.
Gruß
Christoph

Offline Summerhillxy

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Antw:Techn. Ausstattung Motorrad Fern- bzw. Langzeitreise
« Antwort #5 am: 05. April 2021, 13:45:25 »
Danke für die Impulse. Ich hatte in meinem bisherigen Biker-Leben lediglich eine Reifenpanne zwischen Spanien und der Ukraine: und zwar in Berlin. Die habe ich tatsächlich mit Reifenpilot gefixt. Allerdings fehlt mit die Langzeiterfahrung auf Motorrad-Reisen.
An Reifenmontierhebel habe ich auch gedacht: könnt ihr da was gutes empfehlen?
Marcus

Offline yamralf

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Antw:Techn. Ausstattung Motorrad Fern- bzw. Langzeitreise
« Antwort #6 am: 05. April 2021, 14:09:28 »
Ich erhielt von einem freundlichen Motorradhändler in Krefeld den Tipp mit unterschiedliche Längen, genauer zwei gleich lange und einen kürzeren. Die langen zum hebeln den kurzen zum sichern gegen zurück rutschen ins Felgenbett. Material ist m.M. nach zweitrangig ob Stahl oder Alu, die Länge würde ich 25-30 cm & 20 cm auswählen.
Aber da es viele Kluge hier gibt werden dir noch andere Ratschläge gegeben werden. Cheers!
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Offline raleva

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Antw:Techn. Ausstattung Motorrad Fern- bzw. Langzeitreise
« Antwort #7 am: 05. April 2021, 16:02:50 »
Hallo Marcus,
auf dem Weg nach Magadan wirst Du wohl nicht alle paar KM bei einem Schrauber vorbeikommen.
Ich würde mich so unabhängig wie möglich machen und das "Motorcycle Tyre Repair Kit" von Eastbound Tools mitnehmen, damit bekommst Du auch den Reifen alleine in das Felgenbett.
Zudem ist es auch noch schön leicht und man kann es vielfältig nutzen + kombinieren.
Da gibt es auch schöne Kits für die T7.

https://eastbound.shop/product/motorcycle-tyre-repair-kit/+

Auf unserer Motorrad-Welt-Reise mit den 600er Teneres waren wir immer total unabhängig und haben die Platten immer selbst behoben, wenn keine "Zivilisation" in der Nähe war. Und das war öfters al ein mal!!!!
I.d.R. reichten 2 lange Montiereisen und der Seitenständer der zweiten Tenere.
Bei den Schlauchlosreifen ist es aber noch schwieriger, den Reifen in das Felgenbett zu bekommen
Ich halte auch nix von Reifenpilot etc.
Stattdessen hatten wir immer Ersatzschläuche + Flicken mit

Damals hatten wir eine Handpumpe mit, aber heute würde ich einen Minikompressor mitnehmen:

https://eastbound.shop/product/rocky-creek-motopressor-pocket-pump/


Ein Hauptständer hat sicherlich einige Vorteile, aber ich verzichte bei unseren 660er Teneres darauf und habe mir aus einer alten Alukrücke etwas gebastelt.
Ich versuch es mal, in den Anhang zu bekommen.
Viele liebe Grüße

Ralf (& Eva)

around the world on 2 XT600 Ténéré

Offline Summerhillxy

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Antw:Techn. Ausstattung Motorrad Fern- bzw. Langzeitreise
« Antwort #8 am: 05. April 2021, 16:55:40 »
Auf dem Weg nach Magadan wird es spätestens ab Jakutsk nicht mehr so viele Werkstätten geben... ;-)
Wobei ich tief in mir drinnen noch die Frage klären muss, ob ich da wirklich mit dem Bike hin will. Geplant sind sechs Monate Russland und ich würde im Zelt campieren. Allerdings haben die auch Bären... Auf einen nächtlichen Besuch habe ich da definitiv keine Lust. Ich könnte den Sprinter nehmen und beruhigt schlafen, aber viel von der Landschaft nicht erleben - Moped ist halt schon geiler.
Aber nach Russland kommt der ganze Rest und da sitze ich garantiert auf dem Bike. Der Impuls mit dem Hauptständer auf Fähren ist ziemlich gut - daran hatte ich noch gar nicht gedacht.
Die Reifenmontierhebel werden ja gesteckt. Wackelt das nicht? Wie ist deine Erfahrung?
Marcus

Offline Tom Paris

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Antw:Techn. Ausstattung Motorrad Fern- bzw. Langzeitreise
« Antwort #9 am: 05. April 2021, 19:19:21 »
Ich bin notorischer Hauptständerverweigerer. Das Ding wiegt viel und ist Offroad nur im Wege. Lag wahrscheinlich daran das der Ständer der alten 750er totale Fehlkonstruktion war. Den für die 700er kenne ich nicht. Aber auch meine neue 700er bekommt keinen. Ich hatte nie Probleme auf Fähren das Bike ordentlich zu sichern. Reifenschaden in Marokko und Senegal hab ich mit Alukoffer aufbocken gut lösen können. Hab die dicke 750er auch schon mit spanngurten am Baum hochgehievt. Und irgendjemand kommt ja auch noch immer zur Hilfe. Kompressor hab ich bei großen Reisen immer dabei. Nimmt kaum Platz weg. Weniger ist mehr. Besonders auf Weltreise. Man bekommt am Ende doch alles überall. Und über Pannen lernt man prima Leute kennen. Mit Zelt und Kocher hat das Bike schon genug zu schleppen, da muss nicht noch jedes denkbare Ersatzteile und die halbe Werkstatt mit. Ich beschränke mich auf existenzielle Sachen. Reifenwechsel muss gehen , 1x Ersatzschläuche, Bremsenteile wie Hohlschrauben und Dichtringe, paar Ersatzbremsbeläge, Draht, Klebeband, bisschen Kabel und kompaktes Werkzeugset. Für die 750er hatte ich noch Ritzelmutter und Sicherungsblech mit. Da gabs ja gern Probleme. Kettenschloss mit Ersatzgliedern. Damit sind die gängigsten Defekte ohne Ersatteilbeschaffung schnell zu machen. Und die 700er geht ja offenbar garnicht kaputt.

Offline raleva

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Antw:Techn. Ausstattung Motorrad Fern- bzw. Langzeitreise
« Antwort #10 am: 05. April 2021, 19:47:42 »
Die halten super.
Die sind ja auch nicht billig, aber ihren Preis wert!
Du kannst sie sie auf mit anderen Steckaufsätzen kmbinuieren, dadurch spart man wieder Gewicht.
Nimm bloß nicht zu viel Geschnörkel + Luxusgut mit!!!!! /angel/
Nimmst Du Softbags, packst Du weniger ein + reist leichter!!! Glaube mir! /-/

Hier mal ein Video für die Montierhebel:



Bzgl. der Bären:
- Nix essbares ins Zelt, aber auch garnix
- Auch die Waschsachen raus
- Wenn möglich alles zusammen ca. 500 Meter entfernt mit einem wasserdichten Packsack hoch in einen Baum hängen
- und natürlich nicht zu laut schnarchen  :P

Du benötigst bestimmt keinen Haupständer zum Sichern des Moppeds auf Fähren oder so, stattdessen 2-3 Gurtbänder, das hält, laut unserer Erfahrung, viel besser + war für uns immer die sicherere Alternative.
Viele liebe Grüße

Ralf (& Eva)

around the world on 2 XT600 Ténéré

Offline Michel_B

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Antw:Techn. Ausstattung Motorrad Fern- bzw. Langzeitreise
« Antwort #11 am: 06. April 2021, 22:42:20 »
gleiche Idee, nur robuster mit weniger Teilen und hier wird das Problem vermieden den zweiten Hebel zu platzieren, von
motion pro:
https://www.bartang.eu/en/beadpro.html

da gibt es auch den Hauptständer Ersatz:

https://www.bartang.eu/en/trail-jack.html

Twins Rock
Grüße
Michael

Offline motorang

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Antw:Techn. Ausstattung Motorrad Fern- bzw. Langzeitreise
« Antwort #12 am: 07. April 2021, 07:41:36 »
Ich machs genau wie im Beitrag oberhalb empfohlen.
Die Bead Breaker Hebel sind auch superleicht!
Und: Ersatzschlauch und Handpumpe. Als Pumpe reicht eine Mountainbikepumpe, ich hab der Bequemlichkeit halber eine etwas größere Variante mit: https://www.kedo.de/produkte/40630.html
Unterwegs braucht man echt nicht mehr. Konnte das Moped auch immer verzurren.
Bei Reifenpanne: Ersatzschlauch rein, und beschädigten Schlauch später in Ruhe flicken.
Man kann auch auf Naturkautschukschläuche achten! Oder schlau machen über das flicken von Butylkautschukschläuchen. Bei guten Schläuchen ist angegeben woraus die gemacht sind.
Und keine Metzeler-Schläuche nehmen.
Details und Empfehlungen > https://forum.motorang.com/viewtopic.php?f=3&t=13729

Genug Flicken mitnehmen! Unterwegs sind die öfter mal Mangelware, die Vulkaniseure flicken mit normalem Gummi und Hitze.

Wegen Bären brauchst Du Dir keinen Kopf machen. Kein Futter, Essensreste (Müllbeutel) oder sonstig verlockend duftende Sachen ins Zelt mitnehmen, solche Sachen deutlich entfernt lagern, google "bear bag" und Du findest genug Info darüber.

Ich hab schon öfter in Bärengebieten gezeltet und lebe noch :D
Die findest Du auch in Europa.

Gryße!
Andreas, der motorang

Offline Summerhillxy

  • Junior Ténéristi
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Antw:Techn. Ausstattung Motorrad Fern- bzw. Langzeitreise
« Antwort #13 am: 07. April 2021, 14:35:03 »
Ja cool, erstmal vielen Dank für die hilfreichen Anregungen. 🙂
Ich lasse erstmal alles auf mich wirken und schau mal, was es mit mir macht...
Vielen Dank für euer Gehirnschmalz und eure Erfahrungen.
Marcus

Offline yamralf

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