YAMAHA TENERE FORUM

Technik => Technik allgemein => Thema gestartet von: yamralf am 25. Mai 2018, 21:40:01

Titel: Gleicher 660 Motor ?
Beitrag von: yamralf am 25. Mai 2018, 21:40:01
Grundsatzfrage: Ist der Motor der XTZ 660 identisch mir dem der XT 660 Z?

Im Forum habe ich folgendes gelesen: Ein weiterer Vorteil dieser Bauweise (Trockensumpfschmierung) ist, dass selbst bei einem Kopfstand der Ölfilm nicht reißen kann. 

Kann ich das so glauben? Kann die Ölpumpe dann noch ansaugen?

Wehr weiß mehr?
Titel: Antw:Gleicher 660 Motor ?
Beitrag von: DeWill am 25. Mai 2018, 22:29:37
...eine Frage vorab: Hast du in nächster Zeit einen Kopfstand mit dem Krad vor?
Titel: Antw:Gleicher 660 Motor ?
Beitrag von: blue diesel am 26. Mai 2018, 11:53:35
nicht identisch
Titel: Antw:Gleicher 660 Motor ?
Beitrag von: Il Solitario am 27. Mai 2018, 11:15:12
Also, die Motoren sind nicht gleich, aber ähnlich.

Deutlichster Unterschied:
XTZ660 => 5-Ventil-Kopf
XT660Z => 4-Ventil-Kopf

Ansonsten sind die beiden Triebwerke sehr ähnlich, also Einzylinder, Wasserkühlung, Trockensumpf...

Mal ein paar Zeilen von 660er.de:
"Um das Gewicht des Triebwerkes so gering wie möglich und die durch den Rahmen vorgegebenen Baumaße einzuhalten, wurde hierfür die Trockensumpfschmierung eingesetzt. Bei dieser Bauart kann unmittelbar auf eine Ölwanne verzichtet werden kann. Eine Eatonpumpe (bestehend aus Spül-/Förderpumpe) saugt das abtropfende Öl aus dem Kurbelgehäuse und fördert dieses in einen externen Öltank. Auf diesem Weg erfolgt eine zusätzlich Abkühlung des Schmierstoffes, wodurch der Motor in Verbindung mit der großzügig bemessenen Kühlung wirklich keine thermischen Probleme kennt. Dieses Motorkonzept wurde durch Yamaha erfolgreich in verschiedenen Motorrädern eingesetzt und ist auch gegenwärtig in verschiedenen Modellen vertreten."
Und
"Trockensumpfschmierung
Wesentliche Merkmale dieser Bauweise sind a) ein externes Ölreservoir b) ein zusammenhängender Ölkreislauf für Motor und Getriebe.  Im Gegensatz zu den üblichen PKW Getrieben laufen die Wellen und Zahnräder bei der Trockensumpfschmierung nicht in einem Ölbad sondern werden permanent über Kanäle und Leitungen  durch die Ölpumpe mit dem Schmierstoff versorgt. Diese Technik ermöglicht den Verzicht auf die Ölwanne und sorgt durch den konstanten Ölfluß für einen guten Temperaturhaushalt, stellt aber auch höhere Anforderungen an die Eigenschaften des Motoröls.  In diesem Kreislauf zirkuliert der Schmierstoff nur bei laufendem Motor und erst wenn das Öl die nötige Temperatur erreicht hat ist der Austausch zwischen Reservoir, Motor und Getriebe im Gleichgewicht und die richtige Menge im Öltank. Grundsätzlich verhindert ein Rückhalteventil zwischen Steigleitung und Ölpumpe den Ablauf des Öls aus dem Öltank bei abgestelltem Motor, häufig ist dieses Ventil leider nicht dicht und ein Messung deshalb im kalten Zustand nicht möglich. Wird zuviel Öl nachgefüllt ist das bei der Trockensumpfschmierung nicht kritisch, da die Schmiermenge im Motor nach der Warmlaufphase relativ konstant ist und die Förderpumpe (Rücklauf) den Überschuß in das Ölreservoir pumpt. Über die Be-/Entlüftung des Öltanks kann das überschüssige Öl zurück in den Motor laufen, welches dann über die Kurbelgehäuseentlüftung in den Luftfilter geleitet wird (das Gemisch ist überfettet!!). Da die Pumpe für den Öldruck verantwortlich ist, entsteht durch diesen Öl-Überschuß kein  Überdruck der Dichtungen beschädigen könnte. Ein weiterer Vorteil dieser Bauweise ist, daß selbst bei einem Kopfstand der Ölfilm nicht reißen kann."

ACHTUNG: Das mit dem Kopfstand gilt nur kurz, da dabei das Öl aus dem Rahmentank nicht mehr zurück in Motor kann! Das läuft ja im normalen Fahrzustand durch die Schwerkraft zurück zum Motor bzw. zur Ölpumpe.

Also immer schön senkrecht bleiben

Werner