Hallo,
zu meiner 660 4MY hat sich nun eine 750er in maximal schlechtem Zustand gesellt.
Aktuell suche ich gerade Teile und mache mir Gedanken um die zukünftige Bereifung.
Ich habe nur den neuen Teil 1 und 2 der Papiere, außer der bekannten Reifengröße (vo. 90/90-21 54H u. 140/80-17 69H) weiß ich nix.
Weiterhin steht nur Reifenfabrikatsbindung gemäß Betriebserlaubnis beachten. Aber welche stehen da drin ? Wahrscheinlich gibt es diese Reifen nach knapp 30 Jahren wohl eh nicht mehr.
Im Wiki die Freigaben habe ich gefunden.
Gehen auch andere Größen, bspw. 150/xx -17 auf Originalfelge ?
Grüße, Maik
Hallo
Bei anderen wie den eingetragenen Größen musst du einen Tüv- Prüfer finden der dir die einträgt. Das musst du dann auch im Vorfeld mit ihm absprechen, wie er das sieht und worauf du achten musst. Generell gab es eine Bindung an bestimmte Fabrikate und Typen, das solltest du auch austragen lassen, da reicht wenn dann drin steht: Vorder und Hinterreifen vom gleichen Hersteller.
Dann hast du ansonsten freie Fabrikatswahl. Ob auch breitere Reifen passen kann ich dir nicht sagen.
Hallo
Die XTZ 750 Super Ténéré hat hinten eine ziemlich schmale Felge die einen breiteren Reifen nicht zuläßt (laut ERTO Norm). Die ST kommt mit den Breiten aber auch gut hin und in der Reifengröße gibt es eine breite Auswahl an allen denkbaren Reifentypen aller Hersteller vom reinen Straßenreifen über Straßenenduro, 50:50 bis Michelin Desert und Konsorten als Grobstöller. Breitere Reifen bringen eher Verdruß n Form von höherer Längsrillenempfindlichkeit und größerem Schräglagenbedarf bei gleicher Kurvengeschwindigkeit.
Gruß
Christoph
Auf einer Aufbau Projekt ST, die ich vor Jahren gekauft hatte, war ein 150er Straßenreifen drauf und vorne ein 19 Zoll Rad(Das hätte ich bei Interesse abzugeben). Die Reifen waren extrem schlecht und sinnlos abgefahren, obwohl der Vorbesitzer gemeint hat, er wäre sportlich unterwegs gewesen. Das waren 2-3cm Angststreifen drauf und der Rest war V-Förmig. Und Ich bin auch der Meinung, dass der 140 ausreicht.
Wie oben schon gesagt, die Reifenbindung austragen lassen, die Reifen die da drin stehen, kannst du eh vergessen. Wenn man höflich fragt, sollte auch der 150er eingetragen werden können. Musst du dann selbst probieren, ob es dir beim Fahren taugt.
Also ich fahre auf der 750er über 50tkm nur Heidenau K60 scout in original Dimensionen. also 90/90-21 und 140/80-17 und mir wäre von sportlicher solo Fahrweise bis zu Fernreisegepäck-Fahrt nie eine situation untergekommen wo der reifen unterlegen gewesen ist, da mangelt es eher am Fahrer und dessen Voraussicht /angel/
Sportlich gefahren hält der hintere ca 10tkm und vorne 14tkm. wenn man ihn behutsam fährt hat ein kollege auch schon mal 18tkm mit einem Satz abgespult.
Einem muss man sich bewusst sein, wenn man einen 150er hinten fährt: die mitte wird spitzer somit wird sich bei der Geradeausfahrt diese mehr abnutzen und der reifen schneller "eckig" und das Fahrverhalten (kippellig um die mitte) leidet sehr wahrscheinlich früher als mit einem 140er.
Gruß Max. /tewin/
Hi,
mir hatte mal ein Prüfer "so nebenbei" den 150er eingetragen.
In der Dimension dann auch ausprobiert und nach 500 km wieder runtergeschmissen.
Das Fahrverhalten war nicht mehr so toll und zeigte die Effekte, welche von den Vorrednern bereits erwähnt wurden.
Grüße
Thommy
Ich habe mal auf einem anderen Fahrzeug auch die Erfahrung gemacht mit einem Reifen auf eigentlich zu schmaler Felge, hatte ich einfach von einem auf das andere Fahrzeug umziehen lassen. Das Ergebnis war ein extrem schwammiges Fahrverhalten was der gleiche Reifen auf der breiteren Felge nicht hatte!
Hallo
Genau deshalb gibt die ERTO zu gewissen Felgenbreiten gewisse Reifenbreiten frei.
Conti Reifenhandbuch Gelb markiert die zulässigen Felgenbreiten für den 140/80-17
Gruß
Christoph
Servus,
interessiert mich auch.
Ich ziehe mir für heuer den Motoz Tractionator Adventure auf. (XTZ750)
Da gibt es leider keinen 140er sondern nur 130 und 150. (in 17 Zoll*)
Hab jetzt den 130er bestellt.
Ist diese Breite schon jemand hier gefahren, Erfahrung?
lg
Vor und Nachteile von breiteren Reifen auf unveränderten Serienfelgen sind mir bekannt. An der 660 habe ich auch vom 120er auf 130er gewechselt und es nicht bereuht.
Ähnliches soll auch bei der 750er passieren. Nach der Felgenbreite habe ich ehrlicherweise noch garnicht geschaut. Mir ist bekannt, dass jede Reifengröße eine Regelfelge hat, mit Toleranz nach unten wie oben. Mit den bereits erwähnten Eigenschaften.
Austragen der Reifenbindung geht einfach so, oder braucht der Prüfer da irgendwas ?
Wer hat denn jetzt was breiteres drauf, und was genau ?
150/xx-17 ?
xxx/yy-17 ?
Zitat von: Maik am 16. Februar 2022, 15:47:40
Austragen der Reifenbindung geht einfach so, oder braucht der Prüfer da irgendwas ?
Wenn der Bock drauf hat, braucht er gar nichts. Wenn es seriös zugeht, trägt er stattdessen eine Klausel wie "v. und h. nur vom selben Hersteller und Profiltyp" oder so ähnlich ein.
Ich hatte auch schon Papiere in der Hand, in den sie ausgetragen war, aber gar nichts stattdessen drin stand. Da meinte aber mein Prüfer des Vertrauens, dass es eigentlich nicht möglich wäre, das so zu machen. War halt vom Vorbesitzer so gemacht worden.
Ich war letzte Woche beim TÜV und habe die Reifenbindung noch drin, hat ihn aber nicht interessiert