Hi
Ich würde gern aus eurem Erfahrungsschatz schöpfen und Fragen, welchen 50/50 Reifen, mit vielleicht einem Hauch mahr Straßennutzung, ihr empfehlen würdet.
Es geht wirklich im Moment nur um vielleicht einen Ausflug in den Schotter, mehr aber auch(noch) nicht.
Ich gehe davon aus, das der STR hinten vielleicht 5000km macht und würde nach eurer Einschätzung wissen wollen, was ihr empfehlen würdet.
Ich weiß,der K60 Scout steht hoch im Rennen, die Laufleistung spielt für mich eine untergeordnete Rolle, wichtiger wäre mir die Performance auf der Straße.
Auf ein Straßenprofil will ich aber verzichten.
Würde mich über Tipps freuen.
Ich weiß natürlich, dass es wieder ein neuer Reifen-Thread ist von vielen, aber vielleicht gibt es neue Erkenntisse, oder geänderte Vorlieben in Bezug für das Fahren auf der Straße.
Dank euch im voraus.
Tja, Du hast Dir die Frage schon selbst beantwortet:
Scout, für mich nix anderes mehr.
Der kann alles ganz gut,
Schotter ok,
Straße wirklich gut,
Nasse Straße hervorragend,
Laufleistung unglaublich.
20.000 auf der Ténéré sind kein Problem.
Und der einzige der vollumfänglich noch in Deutschland entwickelt und produziert wird.
Ui, das ging schnell.
Welchen Vorderradreifen nimmst du dazu, Den Ranger, oder den Scout?
Hatte irgendwo gelesen, dass einiger Forianer den Vorderradreifen des Rangers mehr mögen, nur ob es im Geläne war, oder auf der Straße, erschloß sich mir nicht wirklich.
Ich weiß ja nicht wie ihr am Kabel zieht, bzw in die Eisen latscht. Bei 99% Strassennutzung hält der STR bei mir mindestens 13k km hinten....
Den Ranger mit dem Scout zu vergleichen ist in etwa wie einen Eisbergsalat mit Grünkohl zu vergleichen.
Beide Reifen haben sicherlich ihre Daseinsberechtigung. Der Ranger ist definitiv mehr für`s Gelände gemacht verhält sich auf der Strasse aber relativ neutral. Dafür hat er deutlich weniger Laufleistung.
Hab bis letztes Jahr gerne den Mitas 07+ gefahren. jetzt heisst er 07+ Enduro Trail. Wobei der auf Schotter und Waldwegen gut funktioniert solange es nicht mega matschig ist. Im Sand geht er eher schlecht als recht.
Auf der Strasse hat der bei mir immer super performt. Hatte auch nie Probleme im Regen. Der ist jetzt nämlich auch inzwischen mit Silica ausgestattet. Ist laut Mitas nen 60/40.
Es wäre mal wichtig zu wissen, was du mit dem Reifen fahren willst...
Also mehr Strassengrip als der STR? Ich glaub das der bisher mein strassenorientiertester Reifen war. Und bin von seinem Roadgrip nach wie vor begeistert. Aber das mit den Empfehlungen von anderen ist so eine Sache, siehe Peters Post, er macht 20 Mm auf den Scout, meiner war bei 6 Mm Glatze, STR mach bei mir so 4-5 Mm. Fahrstile sind einfach zu unterschiedlich. Vermutlich werden wir auch beim Grip ein bisschen unterschiedliche Meinungen haben. Richtig begeistert war ich vom Grip des Scouts nicht, der STR kann da ein Ticken mehr. Wenn es mehr Richtung Strasse gehen soll, würde ich mir eher mal Metzer Karoo Street, Conti TKC 70 oder Michelin Anakee Adventure probieren. Von den letztgenannten bin ich aber noch keinen selber gefahren.
Mir geht es gerade wirklich nur um die Performance und nicht um die Haltbarkeit.
Ich kenne z.B. den TKC 80 als 50/50 und den finde ich auf der Straße eher semi. Den STR kenne ich gar nicht, hab also keinen Vergleich.
Den Sahara 3 kenne ich ganz gut, war aber von dem auch kein großer Freund.
Ansonsten war ich bisher grobstolliger Unteregs, ohne Anspruch auf Straßentauglichkeit.
Also DEUTLICH mehr Roadgrip als von einem TKC80 wirst du mit K60 und ähnlichem nicht erhalten, da musst du IMHO schon auf die vorher genannten 70/30 Kandidaten wechseln. Und sind wir mal ehrlich, für das war die meisten wirklich abseits des Teers fahren haben fahren die meisten die zu "offroad" lastigen Reifen. Wirklich mehr Grip geht nur mit mehr Positivprofil und/oder weicher Mischung. Weiche Mischung auf nem 50/50, das ist halt nach 2 Mm Ende, gabs früher mal den Michelin T61, der war so ein Kandidat.
Dunlop Trailmax RAID.
Wenn Laufleitung eine untergeordnete Rolle spielt: Anakee Wild. Ich liebe den. Offroad deutlich besser als der Scout. Auf der Straße auch nicht wirklich schlechter. Laufleitung hinten halt deutlich geringer.
Ich hab auch die Kombi hinten Scout(Aber in der Variante ohne Mittelsteg(120 oder 130er)) und vorne Wild gefahren, da mir der Scout vorne immer zu wenig Seitenführung hatte. Die Variante kann ich vollends empfehlen, da der Wild vorne auch deutlich länger hält als hinten. So bekommst du die Sicherheit am Vorderrad Offroad mit einer guten Laufleistung.
So'n Forum dient, so seh ich das jedenfalls, zum Großteil der Unterhaltung und dem Klönen mit Gleichgesinnten. Unter dem Aspekt macht deine Frage Sinn.
Ansonsten, Beeze schrub ja schon was in der Richtung, kannst du auch fragen was ein Auto kostet oder wie das Wetter im Mai wird, da wirst du ähnlich zielführende Antworten bekommen ;)
Gruß, Jan
Ich schließe mich dem Onkel an... Dunlop Trailmax Raid!
Kann auf der Straße richtig was, egal wie die Bedingungen sind (guter Asphalt, schlechter Asphalt, Regen), sieht auf der T7 stimmig aus und bietet viel Halt im Gemüse (solange es nicht lehmig-schlammig wird). Einziges Manko: rollt etwas lauter ab als STR und Scout und hält nicht so lange. Mit ordentlichem Luftdruck (auf der Straße) hält er aber auch ok.
Zitat von: Noti am 07. Januar 2026, 18:31:27Ich schließe mich dem Onkel an... Dunlop Trailmax Raid!
Kann auf der Straße richtig was, egal wie die Bedingungen sind (guter Asphalt, schlechter Asphalt, Regen), sieht auf der T7 stimmig aus und bietet viel Halt im Gemüse (solange es nicht lehmig-schlammig wird). Einziges Manko: rollt etwas lauter ab als STR und Scout und hält nicht so lange. Mit ordentlichem Luftdruck (auf der Straße) hält er aber auch ok.
Danke, da gab es eine Überschneidung........
Ich verstehe die Frage nicht wirklich.
Du suchst einen 50/50er Reifen? Und du wirfst in die Fragestellung einen Pirelli Scorpion Rally STR sowie einen Heidenau K60 Scout, welche nun ganz bestimmte keine 50/50er Reifen sind. Dann soll auch noch die Straßenperformance im Vordergrund stehen?
Wenn du bisher aus eigener Erfahrung Conti TKC 80 (aus meiner Sicht ein klassischer 50/50er) und Metzler Sahara 3 (kein 50/50er sondern mehr in Richtung Asphalt gehend) kennst und mit den beiden Reifen auf der Straße nicht zufrieden warst, probiere mal den Dunlop Trailmax RAID aus. Das ist ein 50/50er Reifen und das Dingen liefert auf Asphalt (trocken und nass) bei dem Profil erstaunliche Leistung. Ist aber laut und am Anfang hinsichtlich des Einlenkverhaltes gewöhnungsbedürftig.
Soll noch mehr Performance auf Asphalt geliefert werden, ist man mit dem STR bestens aufgestellt. In ein Loblied auf den K60 Scout stimme ich nicht mit ein, denn für das, was er im Dreck nicht kann, bietet er mir zu wenig Performance auf Asphalt, ohne dort allerdings wirklich schlecht zu sein.
Und wie immer alles ohne Gewähr, weil Reifendiskussionen ja vorrangig sehr subjektiv sind.
Ist mein Fazit auch. Der Trailmax hat teilweise etwas lautere Abrollgeräusche, lenkt auf der Straße nicht so fluffig ein wie der STR (der überhaupt auf der Straße hervorragend funktioniert), hat gerade in Kurven (glaube so zwischen 60 und 80 km/h etwa) ein nerviges Vibrieren vorn ist aber ansonsten auch auf der Straße ein gut funktionierender Reifen.
Im Gelände - oder das was ich so fahre - heißt: schonmal per se nix nasses außer evtl. ein paar Pfützen - vermittelt er für mein Offroad-Laien-Gefühl viel mehr Sicherheit (immer verglichen mit dem STR).
Achja. Aussehen tut er auch besser. ;-)
Den TKC 70 Rocks hatte ich auch mal drauf. Da fehlte mir offroad der Mehrwert zum STR bei Abstrichen auf der Straße.
Zitat von: smeagolvomloh am 07. Januar 2026, 18:55:11Ich verstehe die Frage nicht wirklich.
Du suchst einen 50/50er Reifen? Und du wirfst in die Fragestellung einen Pirelli Scorpion Rally STR sowie einen Heidenau K60 Scout, welche nun ganz bestimmte keine 50/50er Reifen sind. Dann soll auch noch die Straßenperformance im Vordergrund stehen?
Wenn du bisher aus eigener Erfahrung Conti TKC 80 (aus meiner Sicht ein klassischer 50/50er) und Metzler Sahara 3 (kein 50/50er sondern mehr in Richtung Asphalt gehend) kennst und mit den beiden Reifen auf der Straße nicht zufrieden warst, probiere mal den Dunlop Trailmax RAID aus. Das ist ein 50/50er Reifen und das Dingen liefert auf Asphalt (trocken und nass) bei dem Profil erstaunliche Leistung. Ist aber laut und am Anfang hinsichtlich des Einlenkverhaltes gewöhnungsbedürftig.
Soll noch mehr Performance auf Asphalt geliefert werden, ist man mit dem STR bestens aufgestellt. In ein Loblied auf den K60 Scout stimme ich nicht mit ein, denn für das, was er im Dreck nicht kann, bietet er mir zu wenig Performance auf Asphalt, ohne dort allerdings wirklich schlecht zu sein.
Ist doch eine markannte Aussage und macht mich neugierig auf den Dunlop.
Da ich die T7 fast nicht kenne, bin ich natürlich ziemlich unentschlossen.
Meistens ist die Erstausrüsterqualität oft ein reiner Kompromiss und es gibt bessere Alternativen.
Da so ein TKC 80 über 30Jahre alt ist, dachte ich, es gibt etwas Besseres.
Und der Dunlop Trailmax Raid, scheint eine gute Weiterentwicklung zu sein.
Ich finde den Austausch übrigens ziemlich erfrischend und fruchtbar. Kann mir auch vorstellen, dass einige Teneristi auch gern auf der Suche sind und ihr Equipment verbessern wollen.
Danke erstmal.
Zitat von: T7Xover am 07. Januar 2026, 16:41:37Mir geht es gerade wirklich nur um die Performance und nicht um die Haltbarkeit.
Ich kenne z.B. den TKC 80 als 50/50 und den finde ich auf der Straße eher semi.
Nach vielen KM mit dem TKC80 auf der XT660Z habe ich nun den Anakee Wild auf der KTM890rADV.
Doppelte Motor Leistung (rufe aber nicht die doppelte Leistung ab beim Fahren) und 150er statt 130er Hinterreifen und habe besseren Grip auf Teer und die gleichen KM Leistung.
Für Schotter/Teer/Reisen taugt der auf der Strasse solange man innerhalb der "Runden Schilder" bleibt und keine "Heldentaten" vor hat.
Nie vergessen dass es ein 50/50 Stollenreifen ist, dann geht das gut.
Zitat von: T7Xover am 07. Januar 2026, 16:00:11Es geht wirklich im Moment nur um vielleicht einen Ausflug in den Schotter, mehr aber auch(noch) nicht.
Da musst du dir klar werden welche Merkmale dir beim Reifen wichtig sind.
Trockener Schotter oder mehr...
Gibt für einen Reifen nicht viel Anspruchvolleres als Matsch/Lehm im "Offroad"-Anteil.
Für einen guten Überblick was es so alles gibt:
https://www.bike-on-tour.com/testberichte/motorradreifen/
Zitat von: T7Xover am 07. Januar 2026, 19:18:18(...)
Da ich die T7 fast nicht kenne, bin ich natürlich ziemlich unentschlossen.
Meistens ist die Erstausrüsterqualität oft ein reiner Kompromiss und es gibt bessere Alternativen.
(...)
Das trifft auf den STR definitiv nicht zu. Das ist wirklich ein Reifen, der auf der T7 auf der Straße absolut einwandfrei funktioniert. Es ist ein Straßenreifen mit leichten Offroad-Eigenschaften (für Schotter reicht der) bei akzeptablen Laufleistungen.
Laufleistung: Ich fahre etwa 7-8tkm, eine für mich durchschnittliche Leistung für irgendwas mit "Pseudo-Stolle", mehr erreiche ich nur mit Straßenprofilen (Trail Attack, glaube so 10.000, müßte nachgucken).
Will heißen: Das ist kein reiner Kompromiss. Der größte Teil der T7-Reiter wird damit sehr gut fahren. Weil er eben zu 90 Prozent durch die Eifel brät und weniger durch die Wälder der hohen Tatra.
Nur meine fünf Pfennig... ;-)
Hier sind meinen Erfahrungen bezüglich "50/50-Reifen":
-Conti TKC80: kann alles halbwegs gut bis auf nasse Straße, da ist er mir zweimal unverittelt weggerutscht (auf XT500)
- Michelin Anakee Wild: kann alles besser als der TKC80 und wird immer wieder gerne gefahren (XT500)
- Dunlop Trailmax Raid: war meine Wahl für die Sardinien-Tour letztes Jahr und hat mich völlig begeistert (T7)
Matsch kann keiner der Reifen wirklich gut, dafür braucht es was grobes.
K60 fand ich nur geil, bis ich damals den Michelin T61 (Vorgänger des Anakee Wild) ausprobiert hatte. Der K60 ist aber IMHO max ein 70/30-Reifen, eher 80/20, genauso wie der Pirelli STR.
Wer kaum bis wenig auf losem Untergrund unterwegs ist hat mit dem STR jede Menge Spaß, auch bei Nässe.
Laufleistung wird bei mir vernachlässigt. Eine Saison hat noch jeder Reifen gehalten solange er mir da Spaß und Grip bietet ist die Welt für mich in Ordnung ;D
Gruß, Fabi
Der Trail Raid und der Anakee Wild sind hervorragende Reifen mit mehr "Off-Road" Performance als der STR bei gleichzeitig gutem Strassengrip, stimme ich vollkommen zu, habe beide schon gefahren. Aber ich habe die Frage so verstanden, das er einen Reifen sucht der mehr On-Road Performance als der STR bietet, und das könne beide nicht, sondern weniger. Die ganze xx/yy Klassifizierung ist ja sowieso sehr individuell und auch Mopped abhängig, auf der TT hätte ich den TKC80 höchstens als 70/30 eingestuft, auf der T7 ist 50/50 ev. angemessen. Und Trailmax und Ana Wild sind IMHO in gleichen der Liga wie der TKC80.
@beeze: da bin ich voll und ganz Deiner Meinung /beer/
Gruß, Fabi
Hallo
So jetzt auch mein Senf. Als Übersicht kann ich die Seite vom Wolf empfehlen, der die Reifen beurteilt und damit aus seiner Sicht vergleichbar macht. Wenn man jetzt noch sein Anforderungsprofil dagegenspiegle hilft das gut weiter.
Eigene Erfahrungen: EAnduro 3 auf XTZ 750 Super Ténéré: Auf Straße damals gut (seit es Silika gibt kannst Du die Leistung von vor 35 Jahren aber in der Pfeife rauchen) Im Gelande gerade noch für leichten Schotter geeignet.
Tourance Next auch auf XTZ 750 Super Ténéré: Super auf der Straße sehr gute Naßeigenschaften, Haltbarkeit bis 15000km, auf Schotter kaum schlechter als Enduro 3
Beide aber sobald es etwas feucht wird komplett untauglich.
STR auf Ténéré 700: Auf der Straße nur unwesentlich schlechter als der Tourance next gute Laufleistung zwischen 10 und 15 Tkm, Für Schotter recht ordentlich mit guter Traktion aber vorne etwas indifferenter Seitenführung, selbst Sand geht ganz ordentlich. Absolut kein Kompromiß auf der Straße, da kann er alles bei lebensbejahender Fahrweise, im Gelände wenn es feucht wird schnell an der Grenze, im Trockenen recht ordentlich.
Karoo 3 auf WR 250 R und TT600R: Auf der Straße gutmütiger Reifen auch mit auch ordentlichen Naßeigenschaften, aber eine Nummer schlechter als STR, aber gut erfühlbarem Grenzbereich,im Gelände kann er mehr als man im Urlaub riskieren will (Niveau etwas besser als TKC 80), bei Nässe hat auch er seine Grenzen, Laufleistungen WR 250 R 6000-8000 km TT600R eher 2000km weniger.
Für mich hört sich aber Dein Anforderungsprofil eher nach STR und Konsorten an, und da gibt es von allen Herstellern vergleichbare Reifen. Für die Ténéré ist der STR aber so gut das man für den universellen Einsatz eigentlich kaum etwas besseren empfehlen kann. Fahr ihn am besten einfach, weil er ja eh drauf ist, bevor Du Dir Gedanken um was anderes machst.
Gruß
Christoph
Ein Kandidat mit etwas mehr Schwerpunkt Richtung Gelände aber mit immer noch akzeptablen Straßenmanieren wäre der Bridgestone Battlax AX41.
Läuft in der Regel auch als 50/50 Reifen.
Zitat von: tam91 am 07. Januar 2026, 21:29:09(...)
STR auf Ténéré 700: (...)
Absolut kein Kompromiß auf der Straße, da kann er alles bei lebensbejahender Fahrweise, im Gelände wenn es feucht wird schnell an der Grenze, im Trockenen recht ordentlich.
(...)
Für die Ténéré ist der STR aber so gut das man für den universellen Einsatz eigentlich kaum etwas besseren empfehlen kann. Fahr ihn am besten einfach, weil er ja eh drauf ist, bevor Du Dir Gedanken um was anderes machst.
Gruß
Christoph
Finde ich sehr gut zusammengefasst. Der STR ist wirklich eine gute Wahl für die T7.
Ich empfinde den übrigens sogar besser auf der Straße (im Sinne von "vermittelt mehr Sicherheit") als den Trail Attack. Erstaunlich, ja, aber mein Empfinden.
Und eben der Hinweis: Wenn es wirklich einen klaren Schotterschwerpunkt gibt, dann den Trailmax Raid.
Was die Laufleistungen angeht: Das hat ja keinen Sinn. Der Christoph schafft 14k, ich die Hälfte, andere dann auf einmal 21k.
Man kann also wirklich offenbar nur die Laufleistung bezogen auf den Fahrer angucken.
Also gucken, was z.B. der Christoph oder meiner einer oder wer auch immer jeweils mit den Reifen "schafft".
Noch eine Info: Im Frühjahr wird der TKC 80² verfügbar sein; einen noch dümmeren Namen haben sie trotz intensiver Suche schlußendlich leider doch nicht mehr gefunden.
Der soll auf nassem Asphalt und Offroad besser sein als der TKC 80. Siehe https://www.continental-reifen.de/products/motorcycle/tires/tkc-80-2ndgen/
Hallo,
nur mal als Anregung! Wem der PIRELLI Rally STR gut passt für Straße und trockene Piste, sollte sich alternativ auch mal von der "Schwestermarke" METZELER den Karoo Street anschauen. Der Hauptunterschied liegt in der Profilgestaltung. Der Karoo Street bietet nach meiner Erfahrung durch die pfeilartigen Stollen bessere Seitenführung als der PIRELLI STR, was vor allem am Vorderrad mehr Sicherheit bietet. Auch "cuppen" die Stollen am Vorderreifen weniger. Was Nässegrip angeht, steht er dem STR in nichts nach, die Gummimischung ist vergleichbar gut.
https://www.metzeler.com/de-de/katalog/produkt/karoo-street
Hakim
Meine subjektive Einschätzung: Der Karoo Street finde ich ganz gut, den habe ich gerade auf der Africa Twin. So lange es trocken ist, kann der vernünftig auf leichten Feld- und Schotterpisten bewegt werden. Mit dem war ich auf der Assieatta. Auf Asphalt lässt er sich ordentlich angasen.
Ähnliches trifft auf den STR zu, welchen ich auf der XTZ 750 hatte. Wirklich erstaunlich, was der Reifen auf der Straße abliefert. Das schafft vertrauen bei mir. Hielt jedoch nicht so lange wie der Karoo Street, was dich jedoch nicht stört. Mit dem war ich am Grünen Band entlang, solange es trocken ist und kein tieferer Sand, macht er das mit.
Aktuell ist der E07+ auf der XTZ. Offroad deutlich mehr Reserven als die anderen beiden, dafür fahre ich bei kühleren Temperaturen und nasser Fahrbahn vorsichtiger auf Asphalt. Dem schenke ich etwas weniger Vertrauen. Ob das berechtigt ist, weiß ich nicht.
Da du vorrangig etwas für die Straße suchst, sind STR und Karoo Street aus meiner Sicht zu empfehlen. Wenn es 50/50 sein soll, dann eher was gröberes.
Reifenwahl ist immer auch ein Stück weit Glaubensfrage... ich kann meinen unqualifizierten Senf nur für den K60 Scout auf meiner alten XTZ660 hinausrüsseln. Der Reifen hat bei mir bisher 7500 km gehalten, viel Reserve hat er nicht mehr und das ist mir vollkommen Wumpe! Warum? Weil er mir zweimal den Arsch gerettet hat... Einmal im Juli 2025, wir waren im 4-er Formationsflug auf asphaltierten Straßen unterwegs, es war heiß, kurz nach einem Regenguss, auf der Fahrbahn war eine Ölspur infolge Turboschaden an einem VW. Alle hat es auf die Fresse gepackt, mich nicht. Bei gleicher Fahrweise und nahezu identischer Linie. Das zweite mal vor zwei Wochen, Regen, 0°C mit der Tendenz in den Frost.
Der Reifen hat seine Schwächen, vor allem im schweren Gelände, da fehlt es manchmal beim Anfahren auf steilen und nassen Waldboden oder bei Schneematsch am Grip. Sonst hat der Reifen eigentlich alles gefressen was er vor die Flanke bekommen hat. Sand, Schlamm, Kies, Gewässerdurchquerungen mit wechselhaften Untergründen...
Seine echte Stärke ist aber sein ekelhaftes Gripniveau auf der Straße und das beginnt bereits bei niedrigen Temperaturen. Ich wohne in Dresden, das Elbsandsteingebirge und Erzgebirge habe ich quasi vor der Tür und somit einige, schnelle und kurvenreiche Strecken und ich möchte gerne behaupten dass es gewiss nicht selbstverständlich ist, wenn an der Tenere die Fußrasten schleifen. Aber auch hier gibt es eine wesentliche Einschränkung: der Reifen neigt beim schnellen Last- und Gaswechsel in der Horizontalen zum Kippeln. Das kann gewiss vordergründig mit der Charakteristik des Einzylinders erklärt sein, aber das kann ich nicht beurteilen. Die Abrollgeräusche sind vor allem auf den ersten paar hundert Kilometern der absolute Killer, das gibt sich aber rasch.
Die viel diskutierte Einfahrzeit gibt es bei dem Gummi gefühlt nicht... da klaffen die Meinungen auseinander, mir ist es Wurst- der Latschen kriegt vor die Fresse wenn er warm ist und die ersten 50 Km gesehen hat. Ich kaufe den Reifen in Heidenau am Werk, die Ammenmärchen vom Trennmittel welches aufgetragen wird, kann dort nur herzlich belächelt werden.
Es gibt tausend andere Reifen, einige sind gewiss besser, andere schlechter. Am Ende ist es ein Learning.
Wenn ich ein Fazit bis hier hin ziehen sollte, würde ich sagen, der STR ist bereits eine gute Bereifung für meinen Einsatzzweck.
Der verwandte Metzler ist noch ein bisschen mehr Straßentauglich.
Der Dunlop Trailmax Raid ist dann bereits eine Spur offroadtauglicher aber trotzdem ein noch sehr guter Straßenreifen.
Der Heidenau Scout ist ein Reifen, der viele Anhänger hat, aber auch von anderen nicht so gemocht werden.
Leider habe ich eine ausgeprägte Bridgestone- Allergie und würde die Marke nur montieren wenn es keine Alternativen gäbe.
Bin gern früher Barum gefahren, jetzt Mitas, aber der ED 07+ ist wohl nicht so gut wie ein Dunlop oder Heidenau.
Hab ich was grundsätzliches vergessen?
Zitat von: T7Xover am 08. Januar 2026, 19:31:21Hab ich was grundsätzliches vergessen?
Die Nutzungsmöglichkeiten bei Stillstand? ;D
Ich habe den K60 Scout auf der XTZ750 geliebt. Im Regen auf der Straße eine Wucht, auf nasser Wiese wegen des Mittelstegs mit Vorsicht zu genießen
@horschte der Mittelsteg ist meines Wissens nach nicht bei allen Dimensionen vorhanden. Beim 130/80/17 ist er beispielsweise nicht durchgängig.
Zitat von: horschte am 08. Januar 2026, 20:15:52Ich habe den K60 Scout auf der XTZ750 geliebt. Im Regen auf der Straße eine Wucht, auf nasser Wiese wegen des Mittelstegs mit Vorsicht zu genießen
Interessant, wie die Wahrnehmung auseinander geht. Ich hatte den Scout auf einer Himalayan drauf und hatte bei Nässe recht wenig Vertrauen, obwohl deutlich weniger Pferdchen dran zogen als bei der T7. Keine Ahnung warum...
Ich habe für mich entschieden, dass ich im Endeffekt in Frage kommende Reifen einfach teste. Wenn es individuell nicht passt, ist das ja auch keine Entscheidung fürs Leben, sondern nur für ein paar tausend Kilometer. Und wenn es garnicht passt, kann man einen Reifen auch wieder verkaufen.
Mittlerweile sind die Reifen ja auch so gut, dass der Otto-normal-Fahrer bei eine "Blindverkostung" kaum einen Unterschied bemerkt. Wir sollten das auf einem Forumstreffen mal testen... ;) /beer/
Wie willst du das testen?
Zitat von: Noti am 08. Januar 2026, 20:34:01Ich habe für mich entschieden, dass ich im Endeffekt in Frage kommende Reifen einfach teste. Wenn es individuell nicht passt, ist das ja auch keine Entscheidung fürs Leben, sondern nur für ein paar tausend Kilometer. Und wenn es gar nicht passt, kann man einen Reifen auch wieder verkaufen.
Genau so!
Habe auch schon Vieles ausprobiert, die meisten Reifen wurden auch normal "verbraucht" - also halbwegs bis zur Verschleißgrenze oder bis zur gefühlten Verlust der ursprünglichen Performance weggefetzt. Dabei natürlich auch mit dem entsprechendem Feingefühl für die Fähigkeiten des jeweiligen Reifens. Einige wenige Kandidaten sind nach viel kürzer Zeit wieder runter gekommen, weil sie einfach zum aktuellen Anforderungsprofil nicht passten.
Immer dran denken:
- es ist ein Hobby / Leidenschaft
- es kostet Geld
- es muss Spaß machen / Performance bringen
- trübt irgendwas den Spaß muss man etwas ändern
- Reifen sind die wesentliche Verbindung zum Untergrund
- Reifen müssen zum individuellen Anforderungsprofil passen
- lieber einen individuell nicht passenden Reifen wegschmeißen, als viele km Frust
Zitat von: T7Xover am 08. Januar 2026, 19:31:21Bin gern früher Barum gefahren, jetzt Mitas, aber der ED 07+ ist wohl nicht so gut wie ein Dunlop oder Heidenau.
Hab ich was grundsätzliches vergessen?
Ich habe den Mitas E07 auf der XTZ750, da bin ich sehr zufrieden mit. Fahre ab und zu Feldwege usw, bisher alles kein Problem. Auf der Straße war der Hauptständer bisher der begrenzende Faktor, nicht der Reifen.
Kann dir meine Erfahrungen zu K60 Ranger, Anakee Wild und STR mitteilen.
K60 Ranger ist für mein Dafürhalten der richtige Reifen für dich, hatte zwei Sätze drauf und war damit jeweils etwa 8.000km unterwegs. Performance auf der Straße unfassbar gut! Bei trockenem Wetter klebt der auf dem Asphalt. Auch im nassen oder bei schlechtem ,,Balkan" Asphalt kündigt sich alles noch gut an. Offroad nie wirklich im schlammigen gewesen aber abseits der Straße auf Schotter immer mit gutem Gefühl unterwegs.
Anakee Wild - etwas Offroad lastiger, im Schotter / Geröll sehr viel angenehmer als der Ranger. Lässt dafür auf der Straße Federn. Trocken okay, aber wenn Nass, wird es schon relativ schnell schmierig.
Abrollgeräusch könnte man da ggfs. als lauter im Vergleich zum Ranger noch nennen.
STR - fällt mir nichts zu ein... hab mit dem das Mopped vor dem ersten Service 90° auf links gelegt... War frisch und nasser Asphalt, aber da hat sich nichtmal was angekündigt 😢
Habe mir jetzt den AX41 zum testen auf dem TET besorgt, hoffe der vereint die Offroad Eigenschaften vom Michelin und kann auf Asphalt noch etwas mehr :P
Vermute die Wahrnehmung ist immer subjektiv, aber ich würde für mich bei mehr Asphaltperformance immer für den Ranger entscheiden. Sollte es dir mehr um Offroadperformance gehen,(insbesondere wenn schlammig) würde ich in Richtung Anakee Wild gehen.
moin,
ich weiss nicht warum noch ein reifenthread :'(
meine zusammenfassungen zu 50/50 stehen in dem hier: https://tenere.de/index.php?msg=199917 (https://tenere.de/index.php?msg=199917)
Weil es manchmal einfacher ist für eine spezielle Fragestellung einen neuen Thread aufzumachen als sich durch 82 Seiten Altfred zu lesen?
Ist immer ein Balancespiel, zu viele zerstückelte Threads sind genau so doof wie nur wenige endlose.
Zitat von: unse am 09. Januar 2026, 11:55:10moin,
ich weiss nicht warum noch ein reifenthread :'(
Zitat von: Noti am 08. Januar 2026, 20:02:20Die Nutzungsmöglichkeiten bei Stillstand? ;D
Gerade hier ist aber Kaltgrip besonders gefragt /beer/
Interessant zu lesen wie von anderen Reifen empfunden werden die ich auch fuhr.
Mal gleich, mal komplett anders.
Schlussendlich muss man selber testen was man von einen Reifen will und wie man ihn einschätzt.
Ich fahre für Schotterstrecken wie Island, LGKS etc. gerne 50/50 Reifen.
Fahren könnte ich dies wohl auch mit 70/30, trockene LGKS wie sie heute ist auch mit 80/20.
ABER, ich hätte dann kein gutes Gefühl und vor allem keinen Spass.
Ein neuer 50/50 Reifen wird bis zum Ende vom Profil ein 50/25.
Ich interpretiere diese Einteilungen als Strasse/Match wo ist er auf einer Skala von 0-100% in seinem Bereich.
Wenn ich eine Reise mache wo ich einen Schotteranteil habe den ich auch geniessen möchte, nicht nur überleben, ist schon mal klar welche Zahl rechts vom Bruchstich stehen soll.
Entsprechend gibt es dann halt Abstriche wie der Reifen sonst noch auf dem Teer nutzbar sein soll.
Bei der letzten Reise nach Island wurde es daher ein Mitas E10 Dakar, den würde ich als 20/60 einstufen.
Im Match 60%, auf der Strasse nur 20% weil ich ihn da als "scheisse" empfunden habe.
Speziell das Kippverhalten durch die Anordnung der Blöcke.
Auf der XT1200Z fahre ich Anakee Adventure und K60scout, beide nur wegen der Langlaufeigenschaften.
Gehe mit diesem Eisenhaufen auch nicht aktiv auf Schotter, nur kurz wenn notwendig.
Da mag ich den Anakee Adventure besser auf der Strasse als den Scout, aber der Scout hat mehr Profiltiefe, da kann ich besser/entspannter die mm runterfahren denn an die 1.6mm komme ich da fast nicht ran, der fährt sich dann so eckig dass ich vorher wechsle.
Beim Anakee Adventure muss ich zum Schluss ein Schieblehre dabei haben um der Polizei notfalls nachzuweisen dass da noch 1.65mm sind und somit noch legal.
Beim fahren merke ich da keinen Unterschied bis zum Schluss.
KM Leistung bei beiden etwa gleich.
Für mich Reifen erster Wahl bei 50/50 ist definitiv der Michelin anakee wild
Kann ich bedenkenlos empfehlen kann alles gut
Der Wolf hat dazu auch eine extrem gute, 3 heilige Video Serie auf seinem YT KANAL Wolf in Tour
Gib einfach ,,Wolf reiseenduro reifen" ein
Zitat von: GeKKo am 07. Januar 2026, 16:33:35Hab bis letztes Jahr gerne den Mitas 07+ gefahren. jetzt heisst er 07+ Enduro Trail. Wobei der auf Schotter und Waldwegen gut funktioniert solange es nicht mega matschig ist. Im Sand geht er eher schlecht als recht.
Da muss man aufpassen die haben bei der "Produktpflege" die Mischung oder ähnliches verändert. ich war auch begeistert vom 07+ und super enttäuscht vom Enduro+ obwohl es optisch der gleiche ist.
Zitat von: Niklas röntgen am 15. Januar 2026, 21:21:45Da muss man aufpassen die haben bei der "Produktpflege" die Mischung oder ähnliches verändert. ich war auch begeistert vom 07+ und super enttäuscht vom Enduro+ obwohl es optisch der gleiche ist.
das find ich spannend, kannst du das bitte genauer ausführen? was macht der neue schlechter als der alte?
Für mich ist und bleibt es einfach der Scout. Ist zwar schon etwas in die Jahre gekommen, aber für das, was ICH brauche, ist er absolut perfekt. Insgesamt in der Summe seiner Eigenschaften eine nach wie vor runde Sache (no pun intended). Die exorbitanten Laufleistungen kommen mir als hauptsächlichem Alltagsfahrer mit jährlichen großen Urlaubstouren einfach sehr entgegen. Den VR habe ich nach 30.000 erneuert, weil eine 5000km-Tour anstand, der HR hat jetzt knapp 37.000 drauf. Klingt unglaublich, ich weiß, ist aber wahr. Und 5-6 mm hat er immer noch. So lange es ihn gibt, fahre ich ihn...
Hi olba!
Du wechselst wohl eher das Motorrad als die Reifen /-/
Hammer, 37000km mit einem Hinterreifen, dass habe ich noch nie gehört.
10-12kkm find ich schon richtig viel, aber du schaffst locker das Dreifache. Hast meinen Respekt.
Für eine Tour mach ich mir den auch drauf und gucke was der kann.
Bin gern in der Gardaseeregion unterwegs und da ist der Asphalt sehr rau, aber auch griffig. Reifen rubbeln da ab wie Radiergummis, vor allem wenn es warm ist.
Und der "Scout" hat ja auch so unheimlich viel mit einem 50/50-Reifen zu tun! ;)
Was is schon 50/50, wer definiert das?
Der Scout ist auf der Straße klasse, auf Schotter völlig ok. Richtiges Offroad und Matsch kann er nicht, aber sowas fahre ich auch nicht. Für mich is der also super.
Zitat von: smeagolvomloh am 16. Januar 2026, 18:02:50Und der "Scout" hat ja auch so unheimlich viel mit einem 50/50-Reifen zu tun! ;)
Ja stimmt! Eigentlich kommen dann ja aktuell eher nur diese Vertreter in Frage:
- Michelin Anakee Wild
- Heidenau Ranger
- Dunlop Trailmax Raid
- Metzeler Karoo 4
oder...???...
- Michelin Anakee Wild
- Heidenau Ranger
- Dunlop Trailmax Raid
- Metzeler Karoo 4
die beiden folgenden gehören auch dazu
- Continental TKC 80
- Bridgestone AX 41
@Peter700 : "definiert" wird das unter anderem durch die Hersteller, dazu noch doch diverse Tester (Zeitschriften und alle möglichen Medien) und auch die Kundschaft. Und nur weil du den Reifen für dich passend findest, ist es noch immer kein 50/50er! Ich finde ihn auf Schotter übrigens nicht "ok" (sowohl hinsichtlich Seitenführung vorne, als auch im Hinblick auf Traktion hinten - Thema durchgehender Mittelsteg im Reifenformat der T7), weil ich vermutlich andere Ansprüche habe, mir aber bei dieser Aussage der Subjektivität meiner Worte bewusst bin.
Zitat von: smeagolvomloh am 16. Januar 2026, 18:02:50Und der "Scout" hat ja auch so unheimlich viel mit einem 50/50-Reifen zu tun! ;)
Wie würdest Du ihn bezeichnen?
Während Heidenau ihn als 60/40er bezeichnet ("60% Straße & befestigte Wege - 40 % Schotter/Waldwege & unbefestigter Untergrund), möchte ich ihn eher im Bereich 70/30 ansiedeln wollen.
Bei der "persönlichen" Einordnung würde ich insbesondere meine Erfahrungen auf dem TET in den Niederlanden einfließen lassen. Ich mache regelmäßig da rüber und der Scout und ich werden da keine großen Freunde.
Muss ja auch nicht. Das Reifenportfolio auf dem Markt ist ja zum Glück so groß, dass jeder was für den persönlichen Geschmack findet.
Für meine Offroad-Ambitionen kann der Scout genug, was er im September in u.a. Rumänien wieder unter Beweis gestellt hat. Zumindest solange es nicht zu matschig wird...
seine Langlebigkeit ist je eher legendär. Ich fahr' ihn deswegen auf der Kleinen, beziehungsweise eigentlich ja den K60 von Heidenau...
Zitat von: olba73 am 16. Januar 2026, 16:38:43Den VR habe ich nach 30.000 ..., der HR hat jetzt knapp 37.000 drauf. Klingt unglaublich, ich weiß, ist aber wahr. Und 5-6 mm hat er immer noch.
K60scout...
Ich glaube was du schreibst, kann es aber nicht nachvollziehen..., zumindest beim Hinterreifen.
Vorne 90/90-21 auf der XT660Z habe ich nach ca.22Tkm entsorgt, da wäre noch einiges gegangen, hinten 140/80-17 (Mittelsteg) auf der XT660Z war meine längste Etappe 19Tkm.
Langstrecke mit Gepäck, Russland mit 100 auf dem Tacho tausende KM geradeaus, wenig bremsen/beschleunigen, Mongolei ca.2tkm Sand/Schotter, am Ende noch gemütlich durch Skandinavien.
Am Ende war er noch legal von der Profiltiefe ABER hatte tiefe Risse die ich nur dank Schlauch noch fahren konnte.
Welche Kombo Mopped/Reifengrösse fährst du und vor allem wie erreichst du da doppelt so viel???
Was kann der K60scout (Mittelsteg) abseits vom Teer und warum ist er kein 50/50?
Ich las viel von dem Reifen, habe ihn dann mal genommen und wurde gleich enttäuscht.
Warum?
Fuhr vorher 2-3 Sätze TKC80 jeweils bis mittlere Profilblöcke Sägezahn 0-3mm, seitliche Profilblöcke da kaum Kurven gefahren noch recht gut (50%?) und habe dann einen K60scout 90/90-21 auf der XT660Z montiert.
Der neue K60scout hatte VIEL weniger Grip als der abgefahrene TKC80, musste meine Bremsleistung mit der Hand schnell anpassen sonst wäre ich am Boden gelegen.
Später habe ich noch den 140/80-17 (Mittelsteg) auf Sand/Schotter in der Mongolei getestet (siehe oben), auch da kein Vergleich mit einem TKC80, vor allem auf feiner/harter Schotterpiste wirkte der Mittelsteg wie ein Strassenreifen (90/10), auf grobem Schotter oder weicher Erde (nicht Match/Schlamm) konnten die seitlichen Profilblöcke greifen.
Habe dann den nochmal draufgetan für Schottern in Griechenland, kein Spass, hatte aber Werkzeug und Zeit um den Mittelsteg zu bearbeiten:
(https://live.staticflickr.com/65535/55045573775_516f5ec3b2_b.jpg) (https://flic.kr/p/2rSbXjP)Foto-0027 (https://flic.kr/p/2rSbXjP) by tom meier (https://www.flickr.com/photos/159767846@N03/), auf Flickr
(https://live.staticflickr.com/65535/55045415723_5ced6ab084_b.jpg) (https://flic.kr/p/2rSb9kM)Foto-0023 (https://flic.kr/p/2rSb9kM) by tom meier (https://www.flickr.com/photos/159767846@N03/), auf Flickr
Für mich ist der K60scout (Mittelsteg) ein xx/35 Reifen, mit Abstrichen am Spass kommt man auf einer Fernreise mit Schotterpisten überall durch, die Langlaufeigenschaften machen alle Abstiche wieder gut sofern das einem wichtig ist.
Als Kombo finde ich dafür hinten K60scout und vorne TKC80 toll.
Zitat von: Niklas röntgen am 15. Januar 2026, 21:21:45Da muss man aufpassen die haben bei der "Produktpflege" die Mischung oder ähnliches verändert. ich war auch begeistert vom 07+ und super enttäuscht vom Enduro+ obwohl es optisch der gleiche ist.
Zitat von: Z500b am 16. Januar 2026, 06:10:10das find ich spannend, kannst du das bitte genauer ausführen? was macht der neue schlechter als der alte?
Das würde mich auch interessieren.
Und hat irgendjemand mit dem Mitas Enduro Trail ADV Erfahrungen sammeln können? Der passt womöglich in das Anforderungsprofil des Threaderstellers. Der sucht ja, wenn ich das richtig verstehe, eigentlich keinen klassischen 50/50er, weil der Reifen mehr Performance auf Asphalt liefern soll. Da könnte der Enduro Trail ADV in Frage kommen. Der gleicht jedenfalls optisch ungemein dem STR von Pirelli - und letzterer ist meiner Erfahrung nach auf Asphalt eine Macht.
Zitat von: sushi am 17. Januar 2026, 05:06:55Als Kombo finde ich dafür hinten K60scout und vorne TKC80 toll.
Die Kombination wird gerade bei mir getestet.
Zitat von: smeagolvomloh am 17. Januar 2026, 10:04:33Die Kombination wird gerade bei mir getestet.
Als Tip, ich hatte damals den TKC80 bei beginnendem Sägezahn etwas nach der Hälfte der KM in der Laufrichtung gedreht.
So hielt er mit fast 18Tkm leicht weniger als der K60scout.
@sushi Du hast ihn nachgeschnitten?! :o Und ich dachte, ich hätte schon alles gesehen. ;D
Aber ich denke, dass Du bei Deinem Reisebetrieb ganz andere Anforderungen an einen Reifen hast, als ich. So viel offroad, wie Du fährst, macht ein TKC80 o.ä. fraglos Sinn
Ja, die Laufleistung meiner Scouts klingt irrwitzig, aber ich glaube, mein Fahrstil ist da der ausschlaggebende Punkt. Zudem ist mir Langlebigkeit wichtig, da die T7 mein Alltags- und Urlaubsgefährt ist. Der HR wird, sofern er nicht vorher irgendwie kaputtgeht, locker die 40.000er-Grenze überschreiten. Der Scout fordert keine echten Kompromisse von mir, daher liebe ich ihn. Hält ewig, ist gut im Regen, erlaubt Schräglagen bis die Koffer aufsetzen und abseits der Straßen lässt er mich auch nicht hängen. Ach ja, und günstig ist er auch.
Aber mal eine persönliche Frage: woher nimmst Du die Zeit für so extrem ausgedehnte Touren. Ich hätte dafür gar nicht genug Urlaub...
Weil hier gerade so arg viel über den 60er Scout berichtet wird... ich habe den Schlappen gerade mal 7000 KM drauf und bin beinahe an der Verschleißgrenze. Ich fahre zwar verhältnismäßig viel im dynamischen Betrieb, aber auch eine gesunde Mischung aus schwerem Gelände (TCT, Sand- und Kiesgruben, etc) und dort hat er mich nie im Stich gelassen, genauso auf nasser Piste. Wie ich bereits erwähnt habe, finde ich das Aufstellmoment aus einer Kurve kommend etwas kippelig, aber was rede ich... wir fahren ja keine Supersportler. Am Ende wird es immer die Erkenntnis sein, welche aus Versuch und Irrtum resultiert und die eigenen Vorlieben prägt. BTW: ich empfinde den Scout zu 100% als 50/50 Reifen. Warum? Weil sowohl Gelände als auch Straßenbetrieb eine große Interpretationsfrage ist. Was ist Geländebetrieb? Trail? Feldweg? Waldweg? Was ist Straßenbetrieb? Gemütliches 80 Km/h gleiten in gleichermäßiger Fahrweise oder fußrastenschleifend im führerscheinfreien Bereich? Die Parameter für eine solche Bewertungsgrundlage sind nirgendwo festgelegt und bieten demnach auch keine verlässliche Aussage den individuellen Fahrer betreffend.
Zitat von: olba73 am 17. Januar 2026, 20:27:23@sushi
Du hast ihn nachgeschnitten?! :o [...]
ne, er hat den Steg unterbrochen, um mehr Negativprofil zu erreichen. Das hat man vor Urzeiten immer schon gemacht - wahrscheinlich, um Regenprofil zu erzielen... /-/
Zitat von: olba73 am 17. Januar 2026, 20:27:23@sushi (https://tenere.de/index.php?action=profile;u=17637)
Du hast ihn nachgeschnitten?! :o Und ich dachte, ich hätte schon alles gesehen. ;D
Habe versucht den Mittelsteg rauszuschneiden, der ermöglicht die langen KM Laufleistungen ABER er verhindert auch dass der K60scout ein xx/50 ist.
Hat geholfen aber der Gummi ging nicht freiwillig... ;-)
Zitat von: olba73 am 17. Januar 2026, 20:27:23Aber ich denke, dass Du bei Deinem Reisebetrieb ganz andere Anforderungen an einen Reifen hast, als ich.
...
Ja, die Laufleistung meiner Scouts klingt irrwitzig, aber ich glaube, mein Fahrstil ist da der ausschlaggebende Punkt. Zudem ist mir Langlebigkeit wichtig, da die T7 mein Alltags- und Urlaubsgefährt ist. Der HR wird, sofern er nicht vorher irgendwie kaputtgeht, locker die 40.000er-Grenze überschreiten
Wie erreicht man mit einem Reifen hohe Laufleistung?
Nach meinem Verständnis rubbelt sich der Gummi bei Belastung mit dem Teer ab:
-Beschleunigung, Gas geben
-Querbeschleunigung, Kurve
-Bremsen, ob mit Bremse oder Motorbremse
-Rollen, je schneller je höher pro KM
-was noch?
Egal welcher Reifen, bei meinem Fahrprofil, Reisen, Langstrecken, Blümchenpflücken in den Bergen, je sanfter ich Gas und Bremse angehe, je länger hält er.
Bei mir sind daher die meisten KM Ausserorts gefahren.
Fährt man nur Innerorts, selten über 50km/h, viel Stopp and go von Ampel zu Ampel aber eben nie viel Energieübertragung Reifen an Teer, hält er dann länger?
Den K60scout fuhr ich auf der XT660Z mit mir (100kg?) und Gepäck (50kg?), (kg immer Variabel) als 140er und auf der XT1200Z als 150er.
Wie schon geschrieben, kam ich auf der 660er auf 19tkm auf Langstrecke, soviel käme aber nicht zustande wenn da noch die Alpen drin gewesen wären.
Auf der 1200er mit Reise und Alpen, aber immer noch letzter auf der Passhöhe (bin beruflich auf meinen Ausweis angewiesen), kam ich meist auf 12-15tkm.
Daher 40tkm, was müsste ich anders machen um das zu erreichen?
Zitat von: olba73 am 17. Januar 2026, 20:27:23Aber mal eine persönliche Frage: woher nimmst Du die Zeit für so extrem ausgedehnte Touren. Ich hätte dafür gar nicht genug Urlaub...
Unterschiedlich.
Als gelernter Elektriker (CH Umgangssprache) konnte ich in meinen 20ern einfach kündigen wenn das Konto gefüllt war und losfahren, wieder Zuhause fand ich nach 2 Telefonanrufen wieder eine Stelle, leider in der CH ein schlecht bezahlter Beruf.
Ab den 30ern, Weiterbildung und spezialisiert, einfach kündigen ging dann nicht mehr, also mit verhandeln paar mal 8-12 Wochen unbezahlter Urlaub bekommen.
Die Reise rund um die Kugel 2011-2013 ging nur mit kündigen, bekam aber danach wieder eine Stelle bei der selben Firma und Chef, aber nicht die gleiche Position.
Heute habe ich dort eine 90% Stelle, arbeite aber normal 100% und daher füllt sich das Überzeitkonto, dies darf ich so alle 2 Jahre 8 Wochen am Stück, sonst in 2-6 Wochenblöcken abbauen. ;-)
So eine Regelung kommt aber nicht gratis daher, das muss man gezielt als Karriereziel suchen, und daher auf andere Karriereziele verzichten. ;-)
Zitat von: sushi am 18. Januar 2026, 09:18:49Unterschiedlich.
Als gelernter Elektriker (CH Umgangssprache) konnte ich in meinen 20ern einfach kündigen wenn das Konto gefüllt war und losfahren, wieder Zuhause fand ich nach 2 Telefonanrufen wieder eine Stelle, leider in der CH ein schlecht bezahlter Beruf.
Ab den 30ern, Weiterbildung und spezialisiert, einfach kündigen ging dann nicht mehr, also mit verhandeln paar mal 8-12 Wochen unbezahlter Urlaub bekommen.
Die Reise rund um die Kugel 2011-2013 ging nur mit kündigen, bekam aber danach wieder eine Stelle bei der selben Firma und Chef, aber nicht die gleiche Position.
Heute habe ich dort eine 90% Stelle, arbeite aber normal 100% und daher füllt sich das Überzeitkonto, dies darf ich so alle 2 Jahre 8 Wochen am Stück, sonst in 2-6 Wochenblöcken abbauen. ;-)
So eine Regelung kommt aber nicht gratis daher, das muss man gezielt als Karriereziel suchen, und daher auf andere Karriereziele verzichten. ;-)
Ich glaube Du lebst den Traum vieler Menschen, egal ob Tenerist, Wanderer oder andere Passion. Ich ziehe meinen Hut vor so viel Selbstbejahung und Selbstfürsorge! Auf dass Du diesen Stil so lange wie für Dich notwendig, aufrecht erhalten kannst! Liebe geht in die Schweiz!
"Swiss-Life-Balance", oder "Work-Swiss-Balance" 8)
Geht jetzt aber schwer ins OT, vielleicht lagert es ein Mod aus in einen eigenen Fred Work/Life/Mopped.
Zitat von: Franki am 18. Januar 2026, 10:24:54"Swiss-Life-Balance", oder "Work-Swiss-Balance" 8)
Geht noch einfacher in D, ihr habt da sowas das sich "Sabbatical" nennt.
Traf über die Jahre viele Deutsche die das machten, ist das in eurem Grundgesetz reguliert?
Oft muss man dem Arbeitgeber/Chef auch aufzeigen dass die Firma/Abteilung/Arbeit bei mehr als 2 Wochen Absenz (Urlaub) nicht zusammenbricht sondern relativ gut weiterläuft.
Gibt ja immer mal längere Absenzen eines Mitarbeiters durch Unfall (Sport), dann fehlt man mal 4 Monate und der Karren läuft weiter.
Plant man sowas Urlaub oder Operation/Gesundheit, geht es noch einfacher.
klar gehört die Diskussion hier nicht hin - daher mein letzter Beitrag hier in diesem Faden...: mir ist schon aus der Schweiz bekannt, dass dort selbst in Stellenanzeigen damit geworben wird, weniger als 100% Wochenarbeitszeit tätig werden zu müssen ;). Das deutsche Sabbatical geht meines Wissens eher in Konzernen. Grundsätzlich ist es ja in D so, dass, wer nicht arbeitet oder auf Kosten der Kolleginnen und Kollegen ihr fernbleibt, eher als ... gilt - siehe die jüngste Bemerkung unseres sauerländer Vorstehers...
Hallo
Da mit dem Drehen hab ich damals bei meinen Deserts auch mal gemacht, allerdings war das Fahrverhalten erst mal unterirdisch bis sich die Stollen wieder angepasst hatten. Ist vielleicht eine Möglichkeit wenn man das schon bei Beginn der Sägezahnbildung macht, aber auch mit einiger Arbeit verbunden. Der Reifen sollte auch halbwegs unempfindlich bezüglich der Laufrichtung sein.
Gruß
Christoph
Danke für Deine Ausführungen zur Reisezeitmanagement, das erklärt in der Tat einiges. Ja, wir haben auch das Sabbatical, aber das muss man sich a.) leisten können und b.) einen Chef haben, der darauf mit Verständnis reagiert. Aber an 2-3 Monate unbezahlten Urlaub hatte ich auch schon gedacht. Wäre 2023 auch fast passiert, aber dann kam die Solaranlage aufs Dach und weg war die Kohle dafür. Aber ich habe 2022 auf meinem einmonatigen Trip durch Südwesteuropa schon festgestellt, dass mir spätestens nach 3 Wochen meine Familie anfängt, zu fehlen, insofern stellt sich für mich schon die Frage, ob ich so einen Ultralang-Trip durchhalten würde... ;D
Zitat von: sushi am 18. Januar 2026, 09:04:24Daher 40tkm, was müsste ich anders machen um das zu erreichen?
OK, zurück zum Thema. Ich hatte das hier an anderen Stellen schon mal ausgeführt, also sorry an alle, die das schon kennen. Mein Fahrstil ist stark auf Materialschonung ausgelegt, in jeglicher Hinsicht. Der erste Kettensatz hat 50.000 gemacht, die originalen STRs 21.155 km (1-2.000 wären aber noch gegangen), der Durchschnittsverbrauch über inzwischen 58.000 km liegt bei gut 3,6 Liter. Soviel zum Einstieg. Ich benutze die T7 fast ausschließlich für den Alltag oder eben den Urlaub. Sie ist mein Auto, wenn man so will. Und damit die Reifen lange halten, mache ich ein paar Sachen anders als andere.
Ich fahre viel Stadt und Autobahn, was ja eigentlich dafür sorgt, dass der Reifen irgendwann eckig wird. Aber ich versuche dabei, ein paar Sachen strikt zu vermeiden. Hartes Beschleunigen und Bremsen bei Geradeausfahrt ist bei mit die absolute Ausnahme. Wann immer möglich, verlege ich derlei Geschwindigkeitsveränderungen in die Schräglage, um die seitlichen Laufflächen so stark wie möglich in den Verschleiß einzubeziehen. Ansonsten rolle ich meist mit konstanten Geschwindigkeiten herum. Immer nur so viel Gas, wie nötig, vorausschauend fahren, um Bremsungen komplett zu vermeiden.
Auf der Autobahn bin ich immer in den Spurrillen, weil die nicht nur meist poliert sind, sondern auch im Vgl. zum Rest der Fahrbahn leicht verrundet. Wenn ich über 100-110 fahre habe ich es schon eilig. Lieber konstant gemächlich und lange als "gib ihm" und dauern tanken müssen.
Schräglagen gerne im maximalen Winkel. In kurvigem Geläuf bin ich meist relativ zackig unterwegs, was die Reifen wiederum schön über die kpl. Breite verschleißt, aber dummerweise auch manchmal zu Materialabtrag an den Koffern führt. ;D Ansonsten bei gemütlichem Landstraßenbummel wieder konstante Geschwindigkeiten, was bei mir im Reisemodus oft nur so 70-90 km/h heißt, wenn keiner hinten drängelt.
Offroad schön auf Zug halten, durchdrehendes Hinterrad vermeiden, Druck etwas absenken. In den Bardenas Reales in Spanien war ich mit nicht mal 1.5 bar unterwegs. Das fuhr wie auf Wolken, aber bei steinigen Passagen sollte es etwas mehr sein.
Luftdruck ist bei mir im Normalbetrieb bei 2.8-2.9 bar hinten und 2.4-2.5 vorne. Im kompletter Montur wiege ich über 100 Kilo, dazu ggf. 20-30 Kilo Gepäck.
Der Urlaubsbetrieb ist bei mir naturgemäß noch schonender als der Alltagsbetrieb, da ich dabei wirklich alle Zeit der Welt habe. Das sind immer 4-5.000 km gemütliches Gleiten, was Verschleiß und Verbrauch noch weiter reduziert. Die z.B. dort eingefahrenen Verbräuche (zw. 3,1 und 3,4 Liter) schaffe ich im Alltag nicht oft. Meist bin ich deutlich über 400 km bis zum nächsten Tankstopp.
Joah, soviel dazu en détail. Das ist auch nichts mehr, worüber ich groß nachdenken muss, weil es so in Fleisch und Blut übergegangen ist. Das ist auch alles gar nicht so langweilig, wie es sich anhört. Ich habe schon Spaß dabei, aber ich brauche es halt nicht, mir ständig von der Beschleunigung die Schultern auskugeln zu lassen. :D So hält der ganze Kram dann auch ewig, und DAS ist definitiv das, was ich brauche. Für eine permanente Materialschlacht ist mir das Ganze auch sonst zu teuer.
Danke für Eure Geduld ggü. meinen ausufernden Ausführungen... /tewin/
und ich dachte schon, ich bin der Spaßvermeidungsfuchs beim Motorradfahren... :D /beer/
Auf 16k Hinterradfahrleistung bin ich auch schon gekommen; und die vier Liter (Anzeige BC) auf der Dicken kriege ich auch hin. Nach Spitzkehren und beim In-Kurven-Überholen auf Schmackes zu verzichten, fiele mir dann doch sehr schwer... /-/
dachte auch, dass ich ein reifen-jesus bin, als ich mit dem letzten mitas e07+ 12000 geschafft hab :D aber scheinbar gehts noch schonender!
Ganz ehrlich, so lang ich nicht auf Reisen bin, stört mich der Reifenverbrauch so gut wie gar nicht. Doof nur, wenn es in der Saison keine Reifen mehr gibt.
Hat nix mit dicker Hose zu tun, sondern weil Mopped fahren reinstes Hobby ist und ich nicht darüber nachdenken will ob ich 4,4l oder 7l verbrauche, oder der Reifen lange hält, so lang die Performance top ist.
Machen wir doch noch einen Thread auf mit Fotos wenn Reifen neu und auch abgefahren sind, mit Km-Angabe und Einsatort(e).
Machen wir also noch mehr aus den gemachten Erfahrungen........
Joah, geht ja mit dem Motorrad den meisten Fahrern so und ist ja auch völlig legitim. In dieser Hinsicht bin ich der Exot, weil es bei mir im Grunde mehr oder weniger ein Gebrauchsgegenstand ist, der Spaß macht. Als ich Ende Okt. 2012 wieder mit dem Motorradfahren angefangen habe, war eine meiner Prämissen, dass ich das Teil im Alltag nutzen kann. Für ein reines Hobby mit Schönwetterspielzeug ist das einfach zu teuer. Das führt auch zu meinen hohen Fahrleistungen. Auf beide Mopeds verteilt liege ich meist zwischen 18 und 25.000 im Jahr, und da wird dann die Haltbarkeit eines Reifens doch ein größeres Thema...
Reifen kosten Geld, Montage und Rad aus/einbau auch, nicht jeder hat die Fähigkeiten und Einrichtung es selber zu machen.
Bei meinen Enduros beginne ich meist eine Urlaubsreise mit 1000km Autobahn, da nehme ich einen im www bestellten Satz Reifen hinten aufs Gepäck und lasse vor Ort wechseln, dort wo es günstiger ist als in der CH.
Auf dem alten Reifen sind dann meist nur noch 1-3 nutzbare mm, davon muss ich mich dann schweren Herzens trennen. ;-(
OT, da 100/0 Reifen:
Mit meiner Kawa VN2000 fahre ich eher kurze Touren, da muss ich zuhause wechseln lassen, habe keine Möglichkeit ein 380kg Mopped aufzubocken und das Hinterrad herunterzulassen, Auspuff muss auch noch runter.
Da bin ich mittlerweile bei fast einer Ameise (https://www.google.com/search?sca_esv=847abbe1d756c357&rlz=1C1CHBF_deCH1038CH1038&udm=2&fbs=ADc_l-YGrpJMQtvjQ6h14rj-dfIrbPkd_Upq68wJVnEIgo2Pw_tl1m5mugok-qdTIdvYWwdb4ML_SB7MmcJs3CKDB5s03MGUE6x34SicTOMDOcwcsfUzJ_ke-iYolVid1LJ13II6WUeKX9d2uN6f2jSTIMYFavkz7JBIqHEz1k9jrspK8mWDb0iED2uRu8FCc-MLEU4AeyGbSHBotECeMEkb5XlHJ6W5Yg&q=ameise+geldnote&sa=X&ved=2ahUKEwiatvDotpaSAxXhhP0HHXO2Pd0QtKgLegQIFBAB&biw=1366&bih=551&dpr=1.5&aic=0#sv=CAMSVhoyKhBlLXJQOUtjQmVHendjX0RNMg5yUDlLY0JlR3p3Y19ETToOc3MyVE52SnhIOGZOVE0gBCocCgZtb3NhaWMSEGUtclA5S2NCZUd6d2NfRE0YADABGAcg683LtgswAkoKCAIQAhgCIAIoAg).
Da sollten dann schon ein paar KM zusammenkommen bis ich wieder wechseln muss.
Gäbe es den K60scout oder Anakee Adventure in den Grössen würde ich die auf die VN machen...
Ein K-Forumskollege von mir fährt den Scout auf einer BMW K100. Das hat auch was, aber die Größe musste er sich glaube ich eintragen lassen.
Auf meiner letzten Tour im September hatte ich in Dresden einen Scout VR vorbestellt und dort montieren lassen. So ging es dann frisch besohlt nach Osteuropa...