Servus liebe Community
Ich plane einen Kurztrip zum colle del sommeiller und colle del colombardo
(in der nähe von Turin)
- Was nehmt ihr so mit wenn ihr mit Zelt und co. auf Reisen geht ?
- War jemand von euch schon mal dort ?
Hi,
ich kenne beide Pässe, und ungezählt viele andere. Jedoch war ich nie auf einem Kurztrip dort, komme aus dem hohen Norden von D, aus diesem Grund hatte ich natürlich für 10-14 Tage Gepäck dabei. In den ersten Jahren waren wir alle 1-3 Tage woanders.......also ständig Zelt auf-/abbauen.....später hatten wir eine zentrale Basis und machten von dort die Tagestouren; hin und wieder sogar für eine Nacht. Also Schlafsack/Isomatte als Minimalst-Ausrüstung mit dabei. Selbstredend als Gruppe mindestens einen Kocher....besser 2-3.
Du siehst, so einfach ist Deine Frage nicht zu beantworten. Frage Dich selber, was willst Du 2-4 Tage lang machen? Da kommt doch die Idee, in eine Pension zu gehen.......also kein Schlafsack/Iso....kein Kocher.....ggf. täglich wechselnde Pension. Hält das Gepäck minimal....wenn Du Zelten willst.......wird das Gepäck umfangreicher....schwerer.
Ich persönlich denke, für 1-4 Tage ist ein Zelt klasse, aber auch nervig zugleich......für Länger dann wieder perfekt.
Und nun musst Du es entscheiden..... /beer/
Kaleu /tuar/
/tewin/
Servus Sartene
komm vom Bodensee (deshalb ist die Anreise ca 600km entfernt)
mein Plan
1 Tag runter
2 Tag Pässe
3 Tag zrück
Ist sowas Realistisch ?
Bin erst seit kurzem Stoltzer besitzer einer T7 und Reisen über mehrere Tage sind mir so gut wie Fremd
deshalb frage ich lieber mal Erfahrene
was ihr so im Gepäck mit schleppt
sprich eventuelle hilfsmittel (werkzeug usw.)
In drei Tagen etwa 1500km fahren, davon der zweite Tag hochkonzentriert Pässe fahren und am dritten Tag zurück, ist nicht nur sportlich, sondern auch gefährlich, gerade wenn man die vielen Km nicht gewohnt ist
Ich würde eher 5-7Tage fahren und mit etwas Zeit beim Pässe fahren geben.
Ich würde wohl eher mit Anhänger anreisen und gar kein Gepäck mitnehmen auf dem Mopped.
Und wenn du unterwegs noch etwas sehen willst, fährst du locker mindestens 10-12Stunden am Tag, da wird es mit dem Sitzfleisch schon ziemlich hart werden. Ist halt keine BMW........
Ich persönlich bleibe selten länger als einen Tag am Ort und fahre gern und auch weiter.
Zitat von: SchillerT7 am 13. Mai 2026, 18:54:041 Tag runter
2 Tag Pässe
3 Tag zrück
1 Tag runter
2+3 Tag Pässe
4 Tag zurück
Eine Station, beim ersten Mal und dann noch alleine würde ich ein Hotel nehmen. Vorher abchecken an welchem Tag (für Motorrad) und ob die Pässe überhaupt offen sind. Ich würde da erst ab Juli hinfahren.
Viel Spaß.
Ich würde die beiden Nächte im Hotel übernachten, das spart Zeit und Gepäck, was Dir mehr Zeit für die beiden Pässe gibt. Ist sportlich, aber machbar
Gruß, Fabi
Zitat von: SchillerT7 am 13. Mai 2026, 15:59:49colle del sommeiller und colle del colombardo
- Was nehmt ihr so mit wenn ihr mit Zelt und co. auf Reisen geht ?
Wichtig, bei all den Pässen in Norditalien auf die Öffnungszeiten für Motorrad achten!
Suchst du speziefische Tips oder generell eine Packliste für Camping?
Zitat von: sushi am 13. Mai 2026, 20:56:25Wichtig, bei all den Pässen in Norditalien auf die Öffnungszeiten für Motorrad achten!
Suchst du speziefische Tips oder generell eine Packliste für Camping?
Packliste was ihr so dabei habt wenn ichr sowas vor habt
Zitat von: T7Xover am 13. Mai 2026, 19:14:08In drei Tagen etwa 1500km fahren, davon der zweite Tag hochkonzentriert Pässe fahren und am dritten Tag zurück, ist nicht nur sportlich, sondern auch gefährlich, gerade wenn man die vielen Km nicht gewohnt ist
Die Km pro Tag finde ich jetzt nicht schlimm
habe ich schon öfters hinter mir gebracht
nur nicht in Kombination mit Übernachtung und in dem Zeitraum
:D :D
Hi,
ist der Colle del Sommeiller befahrbar?
Irgendwo ist doch da Schluss, oder?
Ich würde auch Hotel empfehlen für die kurze Zeit.
Deine Frage lässt auf wenig Camping Erfahrung schliessen.
Hast du alles?
Zelt, Isomatte, Schlafsack, Kocher usw... und am besten noch mit kleinen Packmaßen um den Schotterpass noch mit Freude zu erfahren?
Auch eine generelle Packliste googeln oder mit KI erstellen und dann abhaken macht (für mich) Sinn.
Weiter empfehle ich, die nur noch gebrauchte erhältliche, "Klo" Lektüre "1000 Tipps für Motorradfahrer (https://www.google.com/search?q=1000+Tipps+f%C3%BCr+Motorradfahrer+Udo+St%C3%BCckel&rlz=1C1GCEA_enDE1029DE1029&oq=1000+Tipps+f%C3%BCr+Motorradfahrer+Udo+St%C3%BCckel&gs_lcrp=EgZjaHJvbWUyBggAEEUYOTIKCAEQABiiBBiJBTIKCAIQABiiBBiJBTIKCAMQABiABBiiBDIHCAQQABjvBTIHCAUQABjvBdIBCTUzMzBqMGoxNagCCLACAfEFPlAKbUFfCmo&sourceid=chrome&ie=UTF-8)" von Udo Stückel.
Da bekommt man denn solche Tipps wie:
Ersatzschlüssel immer mit nehmen wenn der originale auf Reisen mal verloren geht...
Die älteste Unterwäsche auf reisen zu nutzen um die im Urlaub (fachgerecht) zu entsorgen um platz für Souvenirs zu erhalten ;D
Am Ende einfach machen und schlauer werden.
Haste beim nächsten Treffen mit den (Motorrad) Kumpels immer ne Story parat /beer/
Lutz
Zitat von: SchillerT7 am 13. Mai 2026, 21:07:54habe ich schon öfters hinter mir gebracht
nur nicht in Kombination mit Übernachtung und in dem Zeitraum
1 km bin ich schon oft gelaufen, nur nicht 42 mal hintereinander in 4 Stunden.
Macht schon einen kleinen Unterschied. :)
Zitat von: Lutz80 am 13. Mai 2026, 21:11:44ist der Colle del Sommeiller befahrbar?
Irgendwo ist doch da Schluss, oder?
Für die meisten ist auf 3000 m beim See Schluss.
https://s1.directupload.eu/images/user/250809/cemrfcg7.jpg
(https://s1.directupload.eu/images/user/250809/cemrfcg7.jpg)
ZitatAm Ende einfach machen und schlauer werden.
Bis jetzt der beste Tipp im Thread.
👍
Zitat von: SchillerT7 am 13. Mai 2026, 21:00:00Packliste was ihr so dabei habt wenn ichr sowas vor habt
Moin,
die Packliste variiert mit der Reisezeit. Wenn du zeitnah los willst, kann es in den Bergen noch empfindlich kalt sein. Dann wären ein vernünftiger Daunenschlafsack und eine gute Isomatte zum Zelten schon ratsam.
Ich versuche auf meinen Touren immer möglichst wenig dabei zu haben. Ich spare da gerne an der Campingküche. Daher suche ich mir meine Zeltplätze so, dass ich abends irgendwo im Ort was essen kann und morgens eine Bäckerei in der Nähe habe. Das klappt in Frankreich, Spanien, Italien recht gut und ist finanziell noch machbar. Für den Notfall habe einen ganz kleinen Gaskocher, Instantkaffee und eine Portion Trekkingnahrung (braucht nur heißes Wasser und schmeckt ok) dabei.
Ist spartanisch, aber für mich völlig in Ordnung.
Fahrerlager:
https://www.campinggranbosco.it/
Beste Reisezeit für die Gegend ist September.
Der Schnee auf den Schotterpisten (gibt ja keine Schneeräumung) ist dann sicher geschmolzen und das Wetter ist stabil.
Schlafsack/Matte sollte aber bis 0° warm sein (Tcomf nicht Tlimit bei EN geprüften).
3 Tage für nur 1 Tag Schottern wäre mir den Aufwand nicht wert.
Fahre meistens in 2 schönen Tagen dorthin, mittlerweile campe ich lieber in Briançon F.
Mag F einfach mehr als I.
Wegen der unterschiedlichen Öffnungszeiten der Schotterpässe muss man eh etwas vorplanen, ist schon blöde wenn man dort steht und die Schranke ist zu.
Campingliste:
Nimm mit was du hast (bleibt ja auf dem Campingplatz), wenn du noch nichts hast wird es aufwändig, eine für sich passende Ausrüstung zu finden braucht Erfahrung und kostet etwas, "wer billig kauft kauft zweimal".
Zitat von: sushi link=msg=213438[..] mittlerweile campe ich lieber in Briançon F. [...]
wir nehmen den hier? https://maps.app.goo.gl/X7q9usoBU5Z2kUHfA?g_st=ac
Zitat von: sushi am 14. Mai 2026, 06:25:54Fahrerlager:
https://www.campinggranbosco.it/
Das wäre bis her auch mein Favorit
Hey Sushi was sagst du zu diesem Reisezeitpunkt
04.06-07.06
Natürlich wird man beim "Machen" immer schlauer, die Frage ist nur ob sich der Threadstarter so manche Erfahrung selbst sparen könnte, die man wirklich nicht braucht.
Wenn ich an meinen Camping-Start denke, habe ich so manche verzichtbare Erfahrung gemacht. Eine sehr nachdrückliche war die, nachts zu frieren da ich unwissenderweise mit Billig-Schlafsack und Isomatte gefahren bin. Habe nächtelang gefroren, da ich von den guten Schlafsäcken nichts wusste, auch nicht von dessen Preis.
Heute ist es anders, überall gibt es Ausrüsterläden und die bieten punktgenau an, was man braucht.
Bei Kochern genau so, ich nehme nur noch Gas.
Wenn man will, gibt es zu allem Videos bei Youtube und wird eigentlich nicht allein gelassen.
Selbst jedes Bekleidungsstück wird ausgiebig getestet, usw.
Bitte nicht vergessen, manch einer hier campt bereits 30Jahre und hat sein Material bis ins letzte Detail optimiert und hat fast kein überflüssiges Zeugs mit. Kenne selbst Leute, die ihre Zahnbürste abgesägt haben um Platz und Gewicht zu sparen.
Mein größter Feind bleibt, gerade in der Nacht, Nässe und Kälte. Deshalb kaufe ich nur bestes Material wenn es um Schlafsäcke, Zelte oder Isomatten geht. Da mache ich keine Experimente mehr.
Das Zeug ist teuer, hält und macht unterwegs keine Sorgen.
Ich bleibe extra pauschal, damit es nicht ausartet.
Also ich bin auch schon ein Tag runter, ein Tag fahren und am nächsten wieder zurück. Das ist jetzt nicht so die übertrieben krasse Aktion ;)
Hängt aber natürlich auch von jedem selber ab.
Ich verstehe halt die Frage nicht ganz.
Ich hätte dabei:
- Generell das Flickzeug was ich immer dabei habe (Werkzeug, Schlauch, Flicken, Pumpe)
- Kocher und Essen (gefriergetrocknetes Outdoor Zeug) oder man geht halt in Restaurants
- Handtuch und Seife
- Badeschlappen
- Zahnbürste und Co.
- 1 x Kleidung für nach der Dusche (abhängig von der Jahreszeit)
- Powerbank, Ladekabel usw.
- Zelt, Isomatte und Schlafsack
- Bisschen Bargeld
Anfang Juni kann sein, dass oben noch Schnee liegt, musst du schauen.
Badeschlappen?
Hallo
Dein Termin für den Sommeiler ist mindestens einen Monat zu früh! Die Stella Alpina ist immer am zweiten Juli Wochenende und da kann man auch oft nicht bis ganz hoch fahren. Soweit ich weiß ist die Zufahrt zum Sommeiler auch außerhalb der Stelle Alpina beschränkt und man muß sich auf der Gemeinde eine Erlaubnis holen.
Zur Ausrüstung: WEnn Du die Pässe mit Gepäck fahren willst ist das eine ander Planungsgrundlage als wenn Duein Basislager aufschlägst und von da aus ohne Gepäck losziehst. Ich gehöre zu den Leuten die beim Camping keine Kompromisse eingehen bezüglich Zelt Isomatte und Schlafsack. Zelt war schweineteuer hat aber auch 25 Jahre mit mehreren Wochen Einsatzzeit im Jahr gehalten. Dafür war ich mir sicher es fliegt nicht weg, bzw. wenn doch hat es rundrum Tote gegeben und ich eh noch andere Probleme als mein Zelt. Schlafsack sollte auf jeden Fall in der 0°C Komfortbereich Klasse sein, senn das hat man auch im Sommer öfters mal im Süden in den Bergen. auf keinen Fal einen Daunenschlafsack denn die sind naß komplett unbrauchbar und naß kann auf dem Motorrad alles immer mal werden. in einem hochwertigen Kunstfaserschlafsack schläft man naß zwar unangenehm, aber immer noch ziemlich warm und man schläft anstatt zu (er)frieren. Isomatte oder Schaumluftmatratze sollte nicht von der billigen Sorte sein und ca 5cm dick dann ist die Sache sehr komfortabel. Unsere Therm a Rest haben wir jetzt seit ´95 da relativieren sich die hohen Preise.
Gruß
Christoph
Anfang Juni ist definitiv zu früh! Ich würde Anfang August anpeilen, da sollte man sicher bis zum Parkplatz oben beim See fahren können. An welchen Tagen die Zufahrt aktuell überhaupt erlaubt/geöffnet ist weiß ich allerdings auch nicht...
Gruß, Fabi
... das steht hier in den Kommentaren: https://alpenrouten.de/Sommeiller-Colle-Sommeiller-Col-du_point470.html
Meine Empfehlungen zum Camping Gran Bosco wären die Pizzeria und das Birra Moretti.
Zitat von: T7Xover am 14. Mai 2026, 12:08:42Badeschlappen?
Ich trage auf dem Camping in der Dusche gerne Badeschlappen, ja.
Sonst habe ich keine Schuhe dabei.
Ich nehme gerne die Crossstiefel mit, sie glänzen dann immer so schön, wenn ich mit Schauma dran war :D
Zitat von: T7Xover am 14. Mai 2026, 12:08:42Badeschlappen?
Wenn ich aus all meinen Campingplatzerfahrungen nur EINEN Tipp geben dürfte für einen Neueinsteiger:
Flipflops oder ähnliche nach belieben.
Man will sich gar nicht vorstellen was Schweine in der Gemeinschaftsdusche alles machen.
Die nutze ich auch in Hotels.
Zitat von: SchillerT7 am 14. Mai 2026, 09:49:54Hey Sushi was sagst du zu diesem Reisezeitpunkt
04.06-07.06
Da kommst noch nicht mal über Grimsel und Furka.
Sommellier ist viele hundert Meter höher und wird nur von der Sonne geräumt.
Campingausrüstung und Erfahrung:
Was hast du, dann können wir gezielt Tipps geben.
Zitat von: tam91 am 14. Mai 2026, 12:12:00Daunenschlafsack
Das beste das es gibt, ist mir bei nun rund 1001 Nacht noch nie nass geworden.
Wenn Tasche leicht undicht und ein paar Tropfen reinkommen macht das nichts.
Im Stoffsack oben drauf in Norwegen bei Regen... Lehrgeld.
Es gibt einen Hiker Youtuber der dazu Selbsttests gemacht hat.
Ergebniss, alte Mythen zerstört.
(Kann leider nicht verlinken, zu wenig Daten im Abo für YT, bin gerade hier auf der Suche nach einem schönen Plätzchen:
https://maps.app.goo.gl/7QF9hWxRfRwi8xYt9?g_st=ac)
...... jetzt geht es los, welches Equipment das Beste ist... Wunderbar.
Meine 3Cent nehmen auch lieber die Daune von Mountain Equipment. In etwas besserem habe ich noch nicht geschlafen. Packmaß absolut genial und hält viele Jahre.
Im Sommer nehme ich immer gern eine Daune. Bei hoher Luftfeuchtigkeit und erwartbaren Regen, lieber Kunstfaser.
Und wenn es richtig kalt wird macht Daune auch mehr Sinn, aber die Preise sind so extrem, dass ich aufs Packmaß verzichte und Kunstfaser nehme.
Da finde ich Deuter sehr angenehm. Früher mit North Face, die haben aber nach der Jahrtausendeende schwer nachgelassen
Grundsätzlich halte ich es immer für eine geile Idee, das Moped zu packen und sich auch auf neue Abenteuer (im hiesigen Fall wohl auch der Camping-Kram) einzulassen.
Aktuell sind in der Region noch nicht die optimalen Bedingungen. Die hohen Berge und Pässe sind noch voller Schnee, das kann sich auch noch weit bis in den Juni oder gar Juli ziehen.
Ab August hat man eine gewisse Garantie dass es mit dem Col de Sommeiler klappt.
(https://up.picr.de/50886585pj.jpg)
Auch zu den Zeiten wird es noch Schneefelder geben, grundsätzlich ist die Wahrscheinlichkeit aber hoch, dass man hoch kommt.
Im Juni ist schon auf viel niedrigeren Pässen Schluss mit lustig. Entweder liegt noch Schnee oder es kann auch ekelhaft nass und rutschig sein.
(https://up.picr.de/50886586hq.jpg)
(https://up.picr.de/50886587jc.jpg)
Der Beitragsersteller hat sich ja nicht dazu geäußert, wo er mit Zelt nächtigen möchte.
Meine Empfehlung: Bleibe mit dem Zelt unten im Tal. Im Idealfall auf einem Campingplatz. Zum Beispiel der schon genannte Kult-Platz Grand Bosco in Salbertrand. Wenn mal richtiges Scheißwetter ist (aktuell Gewitterlagen und die können in der Region mal richtig heftig werden) kann man sich notfalls noch in die Sanitäranlagen verziehen. Gibt auch ein paar paar Fässer dort.
(https://up.picr.de/50886701eb.jpg)
Grundsätzlich würde ich einem Anfänger im Campingbereich auch nicht das Beste und Teuerste empfehlen wollen. Einfach machen, mit günstigem Zeug anfangen, Erfahrungen sammeln, im Laufe der Zeit das Material verbessern.
Ich selber bin durch Erfahrungen mit Ski-Wintertouren mit Zelt in Skandinavien und leichten Trekking-Geschichten für alle Bedingungen ganz gut ausgerüstet (Zelte, Tarps, Isomatten, Schlafsäcke, Kochgedöns, Klamotten, etc.). Vieles davon lässt sich natürlich auch für Mopedtouren nutzen. Das braucht aber wirklich kein Anfänger im Campingbereich.
Ich würde es aktuell (oder auch im Juni) aber so machen, dass ich das Camping-Zeug zu Hause lasse. Unterkunft in Hotels / Gasthöfen. Alleine braucht man nicht groß was planen, einfach abends was suchen. Maximale Flexibilität in einer Region, die hinsichtlich der noch vorherrschenden Wetterlage auch maximale Flexibilität erfordert.
Den Einstieg in Campinggeschichten würde ich bei erwartbar besseren Bedingungen in entspannteren Regionen erstmal an testen.
Aus meiner Erfahrung ist es egal, ob man 3 Tage oder 3 Wochen unterwegs ist. Man braucht etwas für kalt und warm, trocken und naß und möchte abends auch mal raus aus der Moppedkluft.
Wenn es länger wird, braucht man halt noch Waschmittel oder etwas mehr Shampoo, um die Klamotten zu waschen.
Hier ist meine Liste, die ich je nach Erfordernis anpasse...
Zitat von: sushi am 14. Mai 2026, 17:15:27Es gibt einen Hiker Youtuber der dazu Selbsttests gemacht hat.
Ergebniss, alte Mythen zerstört.
Habe wieder Internet, also hier die Videos...
Daune vs. KuFa:
Daune Test:
Wer Kufa will, soll Kufa kaufen.
Wer tolles Schlafklima will, kauft Daune, wer Angst hat kann ja immer noch eine Plastkmülltüte verwenden wenn 8h Regenfahrt anstehen.
Irland, Schottland, Norwegen, Island, Feuerland... nie ein Problem mit Daune gehabt, verwende bei jedem Schlafsack 5-10° Reserve, 75% der Nächte verwende ich ihn gerne als Decke, mehr oder weniger geschlossen.
Und jetzt geht's wieder los... /mecker/
Schlafsack: Daune oder Kunstfaser
Schlafunterlage: Luftmatratze oder Isomatte
Kocher: Gas, Spiritus oder Lagerfeuer. Und Restaurant oder Selbstbeköstigung
Zelt: Iglu, Tunnel oder sonstwas (ich habe eine Amok Hängematte mit Abspannplane für Baumregionen :P )
Beim ersten Übernachtungsausflug hat man entweder zuviel (aber immer das unpassendsde) oder zu wenig mit. Nach dem 10. Kurzausflug kommt man dem Ideal schon nächer. Und gibt immer mehr Geld für passende Ausrüstung aus. ;D
Zitat von: Ede am Gestern um 15:13:29Und jetzt geht's wieder los... /mecker/
Er hat gefragt... ;-)
Zitat von: SchillerT7 am 13. Mai 2026, 15:59:49- Was nehmt ihr so mit wenn ihr mit Zelt und co. auf Reisen geht ?
Ich finde das Thema Ausrüstung sehr interessant. Möchte einmal billig einkaufen und dann 20Jahre Ruhe haben.
Leider noch nie passiert.
Thema Zelt, habe billig gekauft, dann mittelpreisig und daß war alles nix.
Einmal doof an ein VauDe gekommen, fetter Riss, oder nach einiger Zeit lief durch die Nähte Wasser bei einem Tatonka.
Belüftung oft sehr schlecht, usw.
Hatte dann jahrelang ein MacPack, dass sehr schwer war, und bin dann nach etwas 18Jahren auf Hilleberg umgestiegen und hatte dann eigentlich keine Probleme mehr.
Mein 2005 gekauftes Zelt, hat jetzt an einer Stelle einen hakligen Reißverschluss und da es rot ist und oft in der Sahara war, ist es jetzt etwas verschossen.
Die Zelte werden/wurden immer so etwas 5-6Wochen im Jahr genutzt und fast jeden Tag auf und abgebaut.
Während eines Sturms auf Island, flatterte unser Zelt plötzlich, dass es noch nie getan hätte, als ich sah, dass bereits andere Zelte weggeflogen waren, war ich froh ein paar Euro mehr ausgeben zu haben, allein für diese Nacht.
Wenn es billig sein soll im Sommer in Südeuropa, dann finde ich Decathlon wirklich ok. Für unter 200€ ist das Zeugs sehr anständig. In den Bergen bei Wind und Wetter lieber nicht.
Mit Hilleberg ist man meiner Meinung nach, direkt angekommen und kann sich auf andere Sachen konzentrieren.
Bei Schlafsäcken lässt man sich besser beraten. Meine Frau ist es nachts oft so kalt, dass sie auch nachts im Sommer einen Schlafsack nutzt im Komfortbereich von -20°. Kein Witz.
Ich fahre oft mit einem im Komfortbereich von 4°. So unterschiedlich sind die Menschen.
Ob dann Daune oder Kunstfaser, entscheidet dann eher der Geldbeutel oder/und das Packmaß.
Während eines Kunstfaser bereits für etwas 300€ zu bekommen ist, kostet die Daune im gleichen Temperatur - Spektrum, gern das Doppelte, wenn es Qualität sein soll. Daune ist halt leichter und hat ein kleines Packmaß.
Isomatten nehme ich nur von ThermaRest. Alles andere, ich habe bestimmt 10 unterschiedliche probiert, ist auf Dauer auf dem Müll gelandet. Ich nehme die Matten gern fürs unter dem Auto. Da braucht es keine Luft, da reicht der Schaumstoff.
5cm sollte die Matte mindestens haben. Bei 2,5cm. Kann ich nicht mehr schlafen. Aber auch hier gilt es zuerst auszuprobieren.
Jeder hat bestimmt eigene Erfahrungen und kann was sagen.
Zum Thema Kochen, ich nehme jetzt wieder Gaskocher zum aufstecken auf eine Kartusche. Funktioniert sofort, stinkt nicht und Kartuschen gibt es überall nachzukaufen. Hab morgens keine Lust auf stinkige Finger.
So, viel Spaß beim Erfahrungsaustausch.
Exped soll auch gut sein, sind aber daunengefüllte Luftmatratzen. Habe aber Null Erfahrung.
Zitat von: T7Xover am Gestern um 19:02:13Exped soll auch gut sein, sind aber daunengefüllte Luftmatratzen
Ich benutze eine Exped von der KSK aus 2. Hand. Die ist zwar isoliert, aber nicht mit Daunen. Sehr gute Qualität, wiegt zwar etwas mehr als der Billigkram, kann ich aber voll und ganz empfehlen. Aus 2. Hand kosten die immer noch ~ € 150,00 und mehr.
Zum Aufblasen benutzte ich eine kleine Akku-Luftpumpe von Flextail.
Mein Schlafsack ist für die US-Armee hergestellt und gut bis -24 °C. Wird's zu warm benutze ich den nur als Decke. Für's Zelten im Winter gibt es dafür noch einen Übersack, der dann auch bei noch kälteren Temperaturen warm hält. Bezug über einige Armee-Läden.
Kochen ausschließlich mit dem Trangia und Brennsprit. Der hat sich bei mir seit Jahrzehnten bewährt auf Kanu- und Moppedtouren.
Auf YT gibt es die Kanäle von Thomas Hansen (https://www.youtube.com/@tshansen) und Robert Baldinger (https://www.youtube.com/@rbaldinger/videos). Die haben gute Vorschläge bezüglich ihrer Reiseausrüstung. Man muss allerdings nicht immer diese hochpreisigen Marken kaufen. Die werden dort aus Profitgründen (Stichwort Sponsoren) intensiv beworben. Preisgünstigere Alternativen gibt es mit ein wenig Suche im Netz immer zu finden.
Zitat von: T7Xover am Gestern um 19:02:13Exped soll auch gut sein, sind aber daunengefüllte Luftmatratzen. Habe aber Null Erfahrung.
Exped gibt es in Daune und KuFa und Schaumstofffüllungen.
Habe von allen etwas, sind gut wenn sie halten, teuer, würde für den Einsteiger eher zu Thermarest raten.
Campingausrüstung ist wie das richtige Mopped, gibt kein richtig oder falsch (von Mythen mal abgesehen), nur für sich und sein Vorhaben passend/geeignet oder nicht.
Ausrüstung darf auch etwas kosten, wenn man mal rechnet was ein Service und neue Schlappen am Mopped kosten (nicht jeder kann alles selbst machen), relativiert sich das schnell.
Wird die Ausrüstung auch oft benutzt und wenn sie gut funktioniert kann man sich ein Hotel sparen, Nord/Westeuropa schnell mal ab 30 Taler pro Nacht gespart (Island locker 3-Stellig), Süd/Osteuropa eher weniger, bis den Aufwand nicht wert.
Anstelle eines unnötigen Akrallovic, gibt es schon fast ein Hilleberg (die Kleinen).