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Technik => Ténéré XTZ660 => Thema gestartet von: Motocyclediaries am 27. Februar 2014, 21:32:10

Titel: Benzinhahn-Problem
Beitrag von: Motocyclediaries am 27. Februar 2014, 21:32:10
Moin,

ich habe bei meiner 3YF ab und zu das Problem, auf längeren Strecken mit höherer Geschwindigkeit (ca. 120+, teilweise schon ab 110), dass der Sprit nicht schnell genug nachfließt und es so zu Rucklern kommt. Es bilden sich Luftblasen im Schlauch unterhalb des zusätzlich eingebauten Benzinhahns. Der original ist leider defekt, daher habe ich einen zusätzlichen eingebaut um schließen zu können. Außerdem habe ich noch einen sehr großzügig dimensionieren Filter eingebaut- fällt jemandem eine Lösung ein ohne den originalen Hahn ersetzen zu müssen bzw. wenn ich es doch tun sollte- gibts die irgendwo hochwertig in neu? 30€ für ein ungetestetes Ersatzteil bei ebay find ich ein bisschen happig...

Gruß Arved
Titel: Re:Benzinhahn-Problem
Beitrag von: quattro72 am 27. Februar 2014, 21:57:18
Für den originalen Benzinhahn gibtz bei KEDO Reparatursets oder gleich neue Hähne... ich frag mich aber auch, woher die Luft im Schlauch kommen soll... müsst ja irgendwo ne Undichtigkeit sein...

/tewin/
Titel: Re:Benzinhahn-Problem
Beitrag von: Egon am 27. Februar 2014, 22:43:39
Bevor du dir einen "Ersatz " einbaust, würde ich dir ratenn erstmal die Ursache des "Spritmangels " zu ergründen.
Bau doch den Benzinhahn aus und zerlege ihn. Du wirst dann sicherlich den Fehler finden , warum zu wenig Sprit durchläuft. Defekte Dichtung im Benzinhahn die die Durchläufe behindert ist womöglich der Grund dafür. Was auch noch zu beachten wäre, ist die Benzinpumpe in Ordnung? Evtl. an der Mebrane Ablagerungen? Dann wird der Hub eingeschränkt und die Leistungsfähigkeit der Pumpe läßt somit stark nach?
Gruß Egon
Titel: Re:Benzinhahn-Problem
Beitrag von: Mc Gyver am 28. Februar 2014, 07:59:35
Ich hatte z.B. Den Fehler, das sich ein Stück " neuer Benzinschlauch" , so ein kleiner Span vermutlich von einer unsauberen Schnittkante in den Benzinfilter gesetzt hat. Das war im Rohrstutzen des Filters, der vom Benzinschlauch umgeben ist, also unsichtbar.  /mecker/
Läßt mal Benzin von den Hähnen in ein Gefäß laufen und prüf die Flussgeschwindigkeit, dann nach dem Filter, dann nach der Pumpe....
Grüße, Peter
Titel: Re:Benzinhahn-Problem
Beitrag von: Paetschman am 28. Februar 2014, 08:33:48
Benzinstand in der Schwimmerkammer korrekt?
/tuar/  Paetschman  /UTE/
Titel: Re:Benzinhahn-Problem
Beitrag von: Gernot am 28. Februar 2014, 09:58:10
Fliessgeschwindigkeit: Wenn ich eine Stunde fest Gas gebe, wieviele Liter Benzin brauche ich?
Greifen wir hoch - 12 Liter. In 60 Minuten.
12 Liter dividiert durch 60 Minuten (Ich weiss. Liter kann man nicht durch Minuten dividieren  ;D )
In einer Minute verbräuchte ich (= würde ich verbrauchen) 0,2 Liter.
Also, wenn in einer halben Minute mindestens  0,1 Liter aus dem Benzinschlauch kommen, ist Benzinmangel nicht die Ursache Deines Problemes.
Na, ein Achterl wird doch wohl aus dem Hahn kommen, in einer halben Minute?

GRüsse
Gernot/Wilhelm
Titel: Re:Benzinhahn-Problem
Beitrag von: quattro72 am 28. Februar 2014, 10:06:22
wie kommst Du auf 12L/h?!

Soviel braucht mein 4.0Liter V6 mit 2 Tonnen Leergewicht aber doch keine 660er?!  :o
Titel: Re:Benzinhahn-Problem
Beitrag von: jasonking42 am 28. Februar 2014, 10:12:52
...aber damit läßt sichs leichter dividieren...obwohl, 6Liter und 60 Minuten wär noch einfacher..... ;D
Titel: Re:Benzinhahn-Problem
Beitrag von: Gernot am 28. Februar 2014, 10:33:14
Ich hab ja absichtlich hoch gegriffen, weil IHR  jammert ja immer, daß die 750er soviel braucht, und Vollgas, weil wenn ich weniger Verbrauch rechne, dann müsste man ja schon mit Kubikmillimeter rechnen /tewin/ /tewin/

Und ausserdem: Meine Centauro (Moto Guzzi V 10 für Ignoranten, die die schönste Maschine der Welt nicht kennen)
hat, wenn ich ordentlich Gas gegeben habe, z.B. am Weg nach Hamburg, schon 8, eher 9 und darüber Liter Benzin gebraucht. (Bevor einem begnadeten Schrauber ein ordentlicher Eprom "passiert" ist)

Grüsse
Gernot/Wilhelm
Titel: Re:Benzinhahn-Problem
Beitrag von: quattro72 am 28. Februar 2014, 10:35:33
Zitat von: jasonking42 am 28. Februar 2014, 10:12:52
...aber damit läßt sichs leichter dividieren...obwohl, 6Liter und 60 Minuten wär noch einfacher..... ;D

und selbst dies ist wohl noch hoch gegriffen...  ;)
Titel: Re:Benzinhahn-Problem
Beitrag von: quattro72 am 28. Februar 2014, 10:38:04
Zitat von: Gernot am 28. Februar 2014, 10:33:14
Ich hab ja absichtlich hoch gegriffen, weil IHR  jammert ja immer, daß die 750er soviel braucht,

hier gehtz aber um ne 660er Einzylinder! Ein nicht ganz unwesentlicher Unterschied zur 750er Zweizylinder...  /devil/
Titel: Re:Benzinhahn-Problem
Beitrag von: Liqui am 28. Februar 2014, 11:04:29
Wie fühlen sich die "Aussetzer" an.

Sind Sie hart und kurz?
Also Maschine taucht ordentlich vorne ein, weil Motorbremse voll wirkt?

Wenn ja -> eher Zündung!

Bei einem Freund hatten wir bei der 660er Probleme mit den Steckern am Transistor, einer davon war gebrochen und bei gewissen Drehzahlen(Vibrationen) setzte die Zündung aus.
Titel: Re:Benzinhahn-Problem
Beitrag von: quattro72 am 28. Februar 2014, 12:05:40
ich würd mich primär mal drauf konzentrieren, wo die Luft im Schlauch herkommt... wie schon oben geschrieben, muss da irgendwo ne Undichtigkeit sein, wo diese angesogen wird, wahrscheinlich bei Verbindungen zum Benzinhahn oder Benzinfilter oder aber beim Benzinhahn selbst.
Eine Revision des originalen Benzinhahns kostet nicht die Welt und ist ohnehin ab und an mal zu empfehlen, da die Dichtungen ja nich ewig halten.
Luft hat im Benzinschlauch jedenfalls definitiv nix zu suchen und wird wohl zu 90% die Ursache für die Aussetzer sein.

Eine Luftansaugung durch den Tank, ist bei genügendem Füllstand auszuschliessen.


/tewin/
Titel: Re:Benzinhahn-Problem
Beitrag von: Gernot am 28. Februar 2014, 12:47:24
Luft im Schlauch? Da fallen mir sofort die Dampfblasen ein,
Benzinschlauch zu nahe an den Zylindern verlegt und schon gabs ähnliche Probleme beim englischen Twin. Schläuche deutlich anders verlegt und schon war Ruhe.
Kontrollier mal, wo Dein zweiter Benzinhahn und die Leitung zum Filter liegt. Wirds dort heiss beim Schnellfahren?

Grüsse
Gernot/Wilhelm
Titel: Re:Benzinhahn-Problem
Beitrag von: quattro72 am 28. Februar 2014, 16:53:02
Zitat von: Gernot am 28. Februar 2014, 12:47:24

Kontrollier mal, wo Dein zweiter Benzinhahn und die Leitung zum Filter liegt. Wirds dort heiss beim Schnellfahren?


Wenn's irgendwo warm würden tät, denn wohl eher bei langsamer Fahrt...  /devil/
Titel: Re:Benzinhahn-Problem
Beitrag von: Gernot am 28. Februar 2014, 17:03:38
...und ich Dummchen hab geglaubt, beim Schnellfahren steigt auch z.B. die Kühlertemperatur   /devil/ /devil/

Grüsse
Gernot/Wilhelm
Titel: Re:Benzinhahn-Problem
Beitrag von: quattro72 am 28. Februar 2014, 17:47:20
Zitat von: Gernot am 28. Februar 2014, 17:03:38
...und ich Dummchen hab geglaubt, beim Schnellfahren steigt auch z.B. die Kühlertemperatur   /devil/ /devil/

Grüsse
Gernot/Wilhelm

Glauben heisst nicht Wissen... eine alte chinesische Weisheit...  ;D
Titel: Re:Benzinhahn-Problem
Beitrag von: Gernot am 28. Februar 2014, 17:53:06
Du vergisst, daß die Yamaha aus Japan kommt und nicht aus Chinesien.  /-/

Grüsse
Gernot/Wilhelm
Titel: Re:Benzinhahn-Problem
Beitrag von: APe am 01. März 2014, 22:37:04
Zitat von: Gernot am 28. Februar 2014, 09:58:10
F[...](Ich weiss. Liter kann man nicht durch Minuten dividieren  ;D ) (...)

Doch. Das kan man. Man kann ja auch Liter/km teilen und KM/Stunden
Titel: Re:Benzinhahn-Problem
Beitrag von: Gernot am 02. März 2014, 07:32:35
Na, ich weiss nicht.. ist zwar schon seehr lange her, das mit der Schule, aber ich glaube mich zu erinnern, daß unseren Professor der Schlag getroffen hätte, wenn ich 12 Liter : 2 Kilometerhunderter oder so geschrieben hätte. /devil/ :P

IMHO sollte man 12 : 2 rechnen und dann gibt es das gesuchte Ergebnis.



GRüsse
Gernot/Wilhelm
Titel: Re:Benzinhahn-Problem
Beitrag von: Mc Gyver am 02. März 2014, 08:59:47
Ja, aber ihr geht da immer vom Durchschnittsverbrauch aus. Wenn aber durchbeschleunigt wird, steigt der Momentanverbrauch stark an, da würd ich schon gern das 3fache ansetzen.
Zu den Luftblasen; wenn die eingesaugt werden, müsste es im Stand auch nach Benzin riechen, bzw. irgendwo feucht werden.
Grüße aus dem Odenwald, Peter
Titel: Re:Benzinhahn-Problem
Beitrag von: Gernot am 02. März 2014, 09:17:10
Ja sicher, wenn wir 18 Liter/100km  wegen augenblicklichem  Mehrverbrauch bei Beschleunigung rechnen, kommen wir auf 0,15 l in 30 Sekunden, also sind wir bei 1/8erl in der halben Minute gar nicht stark daneben.

Ist ja nur eine Krücke, um den ersten Verdacht zu beseitigen. Immer, wenn ich aus Angst  so gemessen habe, hat sich herausgestellt, daß der Wert selbst bei alten Hähnen (auch mit Sieb) meist deutlch überschritten wird. Ansonsten müsste das Sieb schon ordentlich versifft sein.

Grüsse
Gernot/Wilhelm
Titel: Re:Benzinhahn-Problem
Beitrag von: quattro72 am 02. März 2014, 09:40:23
Zitat von: Mc Gyver am 02. März 2014, 08:59:47

Zu den Luftblasen; wenn die eingesaugt werden, müsste es im Stand auch nach Benzin riechen, bzw. irgendwo feucht werden.



Nicht zwingend... Flüssigkeiten haben eine höhere Dichte wie Luft, daher muss es nicht sein, dass da wo Luft durch den Unterdruck angesogen wird, auch Benzin austritt...  /beer/
Titel: Re:Benzinhahn-Problem
Beitrag von: Motocyclediaries am 02. März 2014, 19:46:22
Wow, da schicke ich schnell nen Beitrag ab um darauf ein paar Tage zu verschwinden und der Forenmob macht Brainstorming- danke für die vielen Hinweise!! Die Aussetzer sind eher soft, daher bin ich auch trotz bekannten Problems weiter unterwegs. Ich kann, wenn ich beim Fahren runterschaue, einen Teil des transparenten Schlauchs sehen und kriege somit direkt mit, wenn sich wieder eine Luftblase bildet. Ich werde bei nächster Gelegenheit wirklich mal einen Fließgeschwindigkeitstest machen und sonst ggf. die Pumpe inspizieren.
Falls ich danach nicht weiterkomme hört ihr von mir  /-/
Titel: Re:Benzinhahn-Problem
Beitrag von: Gernot am 03. März 2014, 06:11:52
...und ich hoffe, wir hören auch von Dir, wenn Du Erfolg gehabt hast /tewin/

Grüsse
Wilhelm
Titel: Re:Benzinhahn-Problem
Beitrag von: Motocyclediaries am 03. März 2014, 09:31:30
Auch dann  ;) Muss nur erstmal in der Hamburger City ne Möglichkeit finden, unauffällig zu schrauben wenn´s um sowas heikles wie Benzinflusstests geht, da sind die Passanten oft weniger"amused"    /devil/
Titel: Re:Benzinhahn-Problem
Beitrag von: BodoBiker am 29. März 2014, 08:46:22
Also ich habe den Eindruck, hier gibt's mehr Schreiber als Schrauber. Ausschlussprinzip ist das Zauberwort. Tank weitesgehend leer fahren. Den Rest in einen Kanister laufen lassen. Benzinhahn (original) ausbauen und auseinanderbauen. Reinigen und Dichtungen erneuern oder durch neuen Benzinhahn ersetzen (Kedo, Louis,...). Zusammenbauen. Diesen Behelfsbenzinhahn entsorgen. Kostet keine 20 € bei Repartur. Probieren. Nicht gelöst. Dann auf zur Benzinpumpe. Nicht gelöst. Dann weiter zum Vergaser. Der freut sich vielleicht auch über ne Ultraschallreinigung, neue Dichtungen und Membrane. Benzinleitungen mal neu machen.
Man kann sich Probleme auch zusammenbasteln und dann laaange drüber reden.

VG Bodo Biker