Hallo zusammen,
die Saison kommt in großen Schritten näher. Nachdem ich den Vergaser überholt und ihm scheizer Bedüsung gegönnt habe fehlt nur noch das Syncronisieren und Standgas einstellen.
Das Syncronisieren war kein Problem, beim eigentlich trivialen Standgaseinstellen ist das jedoch anders.
Das Standgas kann ich ohne Probleme auf schönen runden Lauf bei 1200 U/min einstellen.
Gebe ich dann aber mal richtig Gas, bleibt die Drehzahl auf 3000U/min stehen und geht nicht mehr herunter.
Mit der Standgaseinstellung kann ich die Drehzahl dann wieder auf 1200 regeln. Gebe ich dann wieder Gas fällt die Leerlaufdrehzahl ganz runter, auf ca. 700, viel zu langsam. Schraube ich wieder rauf auf 1200 und gebe Gas bleibt die Drehzahl wieder auf 3000 stehen.
Ich finde also nie die richtige Einstellung.
Der Motor ist warm, die Gemischschraube ist 2 Umdrehungen raus, der Luftfilter ist drauf, Schwimmerstand passt.
Was könnte ich noch probieren?
Bin für jeden Hinweis dankbar, will am Wochenende endlich fahren!!!
Lg,
Wauschi
Hi Wauschi,
dreh die LLGRS mal auf 2,5 Umdrehungen auf. Ansonsten scheint der Versager irgendwo Luft zu ziehen. Alles nochmal checken. Drosselventil leicht gängig ? AirCut Membran leichtgängig ? Dichtungen alle dicht ?
Die Mini O-Ringdichtung im Bereich der Drosselventilabdeckung nicht vergessen ?
Gruß Tom
Tja, das ist die alte Leier mit der Vergaserumrüstung ohne Vernünftige Abstimmung auf einem Prüfstand. Wenn Du Glück hast, reicht es tatsächlich die LLG Schrauben weiter rauszudrehen, weil der Motor jetzt offensichtlich zu mager läuft. Aber das hast Du mit dem Einbau der "Schweizer" Bedüsung, ja so gewollt.
Wenn Du Dich höhenmäßig jetzt nicht dauerhaft auf dem allgemein höheren Schweizer Niveau bewegts, läuft der Motor dauerhaft zu mager, was zu höherer Verbrennungstempereatur und somit höherem Motorverschleiß führt.
An den Mofas haben wir früher immer noch Löcher in die Airbox gebohrt...
Wenn du unbedingt mit der Schweizer Bedüsung fahren will, kannst du am besten die Serie Leerlaufdüse wieder zuruck stellen. Dann ist es wieder ruhig.
Wofür dann überhaupt schweizer Bedüsung ??? /devil/
Na, weil er in der schweiz fahren will, sonst lohnt das doch nicht....bzw. 90 % oberhalb von 600 höhenmeter.
nehm ich nun an.
georg
Als ich noch den 750er Motor drin hatte, fuhr ich auch mit Schwätzer Bedüsung und zwar problemlos.
Da die bei anderen auch problemlos funktioniert, verstehe ich die Verteuflung daher nicht. Ist doch auch bekannt, dass die XTZ und TDM allgemein zu fett laufen. Das bringt ja auch nichts.
Wie gesagt, prüf die Membranen auf Dichtheit und Funktion, die Schieber müssen zügig wieder nach unten, wenn du vom Gas gehst. Den O-Ring neben der Membrane prüfen, der fällt ja gerne runter und prüfe ob irgendwo Luft gezogen werden kann ( An den Sync-Stutzen den Schlauch zur Pumpe und den Blindstopfen auf der andren Seite), Air-cutventil, das ist seitlich unter dem Plastikdeckel. Da die Membran und Leichtgängigkeit prüfen).
Meld dich mal, wenn du damit durch bist und neue Erkenntisse hast /beer/
Grüße, Peter
Lass Dich nicht kirre machen mit Membranen, Aircuttrallalla und O-Ringlein. Wenn Du den Schweitzer Kram schon drin hast, dreh erstmal die LLG ordendlich raus, dann geht das Gas wahrscheinlich schon schneller runter. Wenn nicht, häng die Nadel eine Raste höher. So nebenbei, dann hättest Du auch das Geld sparen und mit orignaler Bedüsung weiter fahren können, aber genau diese Erfahrung mache ich gerade in einem vergleichbaren Fall.
Das Motörchen läuft viel zu mager, wie Christof schon geschrieben hat, dreh die LLG nochmal 1 1/4 Umdrehungen raus, und du
es passt. Lass dir nix über Sinn oder Unsinn über die "Schweizer Bedüsung" erzählen. Ich fahr die seit nahezu 70Tkm ohne macken und mucken.
Gruß Egon
Wie konnte ich nur vergessen das Egons Motorräder, Erfahrungen und technische Tip`s die Besten sind und ich mir, die hier immer wieder publizierten
Schwierigkeiten nach Einbau der schweizer Bedüsung nur einbilde ! Was maße ich mir eigentlich an überhaupt noch meine Erfahrungen aus 13 Jahren XTZ 750 und zig Vergaserrevisionen zu verbreiten.
Also achte jetzt bitte darauf die LLG jetzt genau 1 1/4 Umdrehungen rauszudrehen (Digitalumdrehungsmesser nicht vergessen) und Deine XTZ ist top abgestimmt und Du wirst ohne Probleme (wahrscheinlich auch ohne weitere Wartung) 70000 km Schweizerdüsenkilometer fahren.
Hoffentlich muss ich mir jetzt nicht den Spruch mit der gequirlten Sch... einfangen, über den der Verfasser in einem anderen Thread besser nochmal nachdenken sollte!
Geht es nicht um Wauschis Problem?
Sicher gibt es viele erfahrene Schrauber hier und jeder hat eigene / andere Erfahrungen gemacht.
Davon lebt doch das Forum, sonst müssten ja alle nur einen fragen...
Meine Erfahrungen seit 17 Jahren TDM, FJR( gut gehört nicht direkt dazu), XTZ sind:
TDM: Normaler Vergaser, Nadel 1tiefer geht 70tkm problemlos
XTZ750: Schweizer Bedüsung, war bereits drin, geht auch problemlos
TDM nach 10 Jahren Stillstand: Düsen zu, Membranen steif, nach Ultraschall, Kedo Revisionssatz und neuen Membranen und Chokekolben gehts wieder.
XTZ850: TDMR40 Flachis, die bereits auf TDM abgestimmt waren, gehen auf der XTZ850 mit erweiterten Lufischnorchel auch problemlos.
Was ich noch gemacht hab und alle Vergaser betrifft:
Gummimanschetten zum Ansaugstutzen ( da rissig) und die Schnorchel zum Luftfilterkasten ( die waren zum Vergaseranschluß geschrumpft ) erneuert
Viele Wege führen nach Rom.....
Also, fröhliches Basteln, Peter /beer/
@ Christof
Wie ich dir schon so oft geschrieben habe, hast nicht nur du 17 Jahre Schraubererfahrung sondern auch andere Forenteilnehmer.
Was willst du mit dem Digitalumdrehungsmesser? Das wurde von mir nie erwähnt.
Wegen dem Spruch mit der gequ. ... einfangen, da brauchst du dir keine Gedanken machen, von dir habe ich auch so einen S.... noch nicht gelesen.
Gedanken über den Spruch werde ich mir nicht machen. Wenn ich sowas lese, sollte man andere, nicht so technisch versierte, Forenteilnehmer auf den ausgemachten Blödsinn hinweisen sonst glauben die noch so einen Mist.
PS
Oftmal hab ich das Gefühl, dass du der Oberguru und Alleswisser über XTZ Probleme sein willst, und nur deine Meinung bzw. Anworten richtig sind.
Wie schon Eingangs geschrieben, mein Gefühl.
Gruß Egon
....so, damit das hier endlich mal geklärt wird, schlage ich folgendes vor: /devil/ /devil/ /devil/
...vielleicht statt der Degen ein Paar Nadeldüsen oder Düsennadeln.....
Schön mitzulesen wie der ein oder andere sich hier in die Wolle kriegen weil jeder glaubt seine Aussage ist die richtigste ;D (Unterton ... Schraubererfahrung )
Ein Forum ist dazu da Meinungen auszutauschen und Erfahrungen weiter zugeben damit diejenigen die diese Erfahrungen noch nicht haben aufnehmen und davon lernen können. Leider gibt es immer Personen die der Meinung sind Ihre Erfahrungen sind die einzig richtigen und es gibt dazu keine Alternativen. Der Alltag lehrt uns jedoch besseres..... denn zu jeder Situation gibt es individuelle Lösungen und die müssen vor Ort am jeweiligen Objekt erörtert werden. Viele Einzelheiten die online nicht sichtbar sind und dem Fragensteller, vielleicht auch unbewusst , nicht wichtig sind machen das Gesamtbild aus. Soll heißen, das häufig von den Standard Einstellung der Maschinen Veränderungen gemacht werden ohne hierbei zu wissen welchen Einfluss das ganze auf das System hat. Wer hat schon einen Prüfstand zu Hause auf dem er messen kann welchen Unterschied sich zum Original ergibt ? Es werden gerne , nenne wir es Vorschläge , gemacht die aber keine Grundlage haben auch wenn sie schon seit Jahren funktionieren ( mehr schlecht als recht). Warum gibt es in den Hersteller Etagen wohl Ingenieure die gelernt haben solche Dinge zu errechnen , damit diese Motorräder in 90 % der Länder ohne Anpassung zu laufen ?????
/devil/ Ist wahrscheinlich eher Geldverschwendung /devil/
Sooo jetzt hab ich mal Luft abgelassen , weil mir diese ewige Diskutiererei ein wenig auf den Frack geht über Gute und noch Bessere Erfahrung etc.
Ich bin Dankbar für die Tipps und Meinungen der "Alt Schrauber" aber lasst dieses Gezanke aus dem Forum , das Nervt.
In dem Sinne /beer/
Gruß Tom
ich kann dazu nur folgendes sagen:
meine Dicke läuft seit Jahren absolut problemlos mit Schweizer Bedüsung... egal ob auf Meereshöhe oder 700 Meter drüber und da bin ich wohl nicht der Einzigste hier...
@ Tom : AMEN! /beer/
Dann können wir ja zurück zum Thema /devil/
Ich möchte mich für meine zum Teil etwas schroffe schreibweise entschuldigen. Ich hätte es auch etwas sanfter (dafür auch etwas länger und umständlicher) umschreiben können. Es ist halt so meine Art, dass ich immer direkt und geradeaus bin. Die, die mich kennen wissen das und schätzen das auch, aber die es nicht wissen, denen trete ich damit auf den Schlips.
Also nix für ungut Leute, auch an dich Christof, ich möchte deine Erfahrungungen in keinerster Weise schmälern im Gegenteil.
Ich zolle jedem der was kann, meinen Respekt, ehrlich.
Gruß Egion
Dann möchte ich zum Wort zum Freitag nochmals darum bitten sich etwas zu mäßigen (auch an meine eigene Zunft).
Das getrolle muss nicht einmal bei abweichenden Meinungen sein!
Dessen sollte sich JEDER bewusst sein.
/tuar/ Paetschman /UTE/
Danke für eure Hilfe soweit!
Noch immer habe ich das Problem wie am Anfang beschrieben.
Heute hatte ich Zeit die Vergaser auszubauen, genau anzusehen und euren Hinweisen nachzugehen.
Der Vergaser wurde vor ca. 200km ultraschallgereinigt, die Düsen und Dichtungen neu bestückt. Das Teil war also wie neu.
Jetzt nach dem Öffnen fand ich unter dem Membran die Verschmutzung wie abgebildet (ölige, schwarze Krümel) im Bereich der Kaltstarteinrichtung.
Ich habe in jeden Kanal und jede Öffnung gesehen um herauszufinden woher die Verschmutzung kommen könnte, leider erfolglos.
Die Schwimmerkammer ist sauber, die Düsen sind sauber, alle Dichtungen wie neu, auch Außen ist der Vergaser sauber, nur im Bereich der Kaltstarteinrichtung sind noch einige Krümel zu finden.
(https://tenere.de/proxy.php?request=http%3A%2F%2Fi61.tinypic.com%2F334i0bs.jpg&hash=b8a02e98130f94e7173ff799d2c0f544f9e3b546)
oder http://oi61.tinypic.com/334i0bs.jpg
(https://tenere.de/proxy.php?request=http%3A%2F%2Fi61.tinypic.com%2F2znwuhu.jpg&hash=f1506f5e2e026f01de557fdf7b9e05ba4deb89e3)
oder http://oi61.tinypic.com/2znwuhu.jpg
Hat jemand sowas schon gesehen?
Wo könnte die Ursache liegen?
Mein Plan wäre ansonsten alles zu reinigen und den Bereich des oberen Deckel nochmal zusätzlich abzudichten, sonst fällt mir nichts ein.
Hätte aber etwas Bauchweh dabei weil ich die Ursache nicht verstanden hätte.
Freue mich schon auf eure Postings,
Wauschi
P.S.:
Folgende Bestückung ist vorhanden:
Needle Jet Y-4
Jet Needle 5C20
Main Jet 140
Starter Jet 70
Pilot Jet 35
Pilot Air Jet 60
Also,
ich Tippe mal auf die Chokekolbendichtung, Undicht oder fehlend. Was mich irritiert ist diese gelbe Suppe in der Dichtungsnut vom Drosselventil.
Gruß Tom
Tom, danke.
Wie gesagt, alle Dichtungen, auch die Chockekolbendichtung ist neu und schaut unverändert neu, ohne Gebrauchspuren aus.
...rätselhaft...
Wird nicht das Membrangehäuse auch belüftet ( mit dem Schlauch wo sich am Ende der Filter befindet), oder lieg ich da Falsch?
@Christof
nicht das der ganze Rotz oben aus dem Lufikasten zurück durch devtl. defekte Filter (Belüftungsschläuche) in die Kammer gesaugt wird.?
Gruß Egon
Hallo zusammen,
habe den Abend genützt um den Vergaser gründlich zu reinigen und alle Kanäle zu prüfen.
Folgenden ist mir aufgefallen.
Der im Bild markierte Kanal für den Unterdruck ist bei einem Vergaser total blockiert und beim Anderen nur ganz gering geöffnet.
Der Kanal hat aber einen Innendurchmesser von 2mm und sollte/könnte daher ganz leicht durchgängig sein, außer der ist absichtlich verschlossen.
(https://tenere.de/proxy.php?request=http%3A%2F%2Fi61.tinypic.com%2F2yoyc1z.jpg&hash=baf910b9025fa9152ab5c5962d54aea6f2e6e920)
oder http://i61.tinypic.com/2yoyc1z.jpg
Sollte der Kanal komplett frei sein?
Irgendwie kommt es mir ungewöhnlich vor, dass selbst die feinen Kanäle und Bohrungen für den Leerlauf-Betrieb frei sind, aber so ein dicker Kanal verschlossen ist.
Lg,
Wauschi
Habe jetzt durch Vergleich mit einem anderen Vergaser herausgefunden, dass in dem Kanal ein ganz feines Loch sein sollte.
Feiner als ein einzelner Draht einer Drahtbürste.
Das Loch hat sich nicht mit Pressluft, Bremsenreiniger oder Ultraschall nicht geöffnet.
Ich werde mich noch einen Abend damit beschäftigen müssen.
Wenn das Loch frei ist, der Vergaser nochmal gereinigt ist werde ich diesen zusammenbauen und außen im Bereich rund um das Membran zusätzlich abdichten.
Dann werde ich herausfinden ob die Maßnahmen zu einer stabilen Drehzahl helfen.
Lg,
Wauschi
Das Problem scheint gelöst.
Die schwankende Drehzahl kam offenbar von einem nicht dichten Membrandeckel. Habe den Deckeln außen mit etwas Sikaflex abgedichtet und das Problem scheint gelöst.
Schwer vorstellbar, aber vielleicht ist auch der gezeigte Dreck durch den Spalt am Deckel gekommen.
Werde aber trotzdem neue, plane Deckel und Membran bestellen.
Den verstopften Kanal habe ich mit einem Tropfen Salzsäure frei gemacht.
Der nächste Schritt zu einer perfekten XTZ ist bald die Umrüstung auf 850 und das Fixen des defekten Gewinde am Getriebeausgang, aber das ist ein anderes Thema.
Danke für die Hilfe.
Lg,
Wauschi