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Lenkerumbau

Begonnen von yamralf, 31. Oktober 2023, 11:59:22

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yamralf

Bei Lenkern unterscheidet man zwischen 22,2 mm und 28 mm Durchmesser.
Da ich in all den Jahrzehnten noch nie einen 28 mm Lenker auf einem meiner Motorräder verbaut hatte stellt sich mir nun die Frage welchen Unterschied diese Dimension ausmacht.
Evtl. nur die Optik?
Eine Enduro putzen, ist wie Seiten aus der Bibel reißen.

Ich habe keine Gurkenallergie! Ich bin hyposensibilisiert!

hakim

Hallo Ralf,
nicht nur die Optik! Die 28mm-Lenker sind konifiziert und verjüngen sich erst im Griff-/Armaturenbereich auf die üblichen 22mm. Daher sind sie stabiler und lenkpräziser als ein 22mm-Lenker und bieten dennoch etwas Flex. Die früher übliche Versteifung mittels Querstrebe wird überflüssig. Insbesondere bei Alu-Lenkern möchte ich auf den größeren Querschnitt nicht verzichten.
Hakim

yamralf

Eine Enduro putzen, ist wie Seiten aus der Bibel reißen.

Ich habe keine Gurkenallergie! Ich bin hyposensibilisiert!

Cosmo

Habe ich auch gemacht, LSL X01 mit passenden Adaptern verbaut.
Finde ich besser.


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Heimweh nach der Ferne.

tam91

Hallo
Bei Alulenkern ist der größere Querschnitt unbedingt erforderlich, da nur so eine akzeptable Festigkeit und Steifigkeit erreichbar ist. Selbst wenn man den Lenker in Alu massiv ausführen würde, wäre er noch weicher als ein gewöhnlicher Stahllenker mit geringerem Durchmesser. Auch hat Stahl kein Problem damit elastisch zu sein, ohne zu brechen (Stichwort Biegewechselfestigkeit), man macht aus Stahl ja auch Federn. Das funktioniert bei Alu überhaupt nicht, sodaß Alubauteile so steif sein müssen, daß sie sich nahezu nicht verformen, da sie sonst sehr schnell brechen.
Gruß
Christoph 

hakim

#5
Hallo,
schon richtig, daß Alu größere Wandstärken benötigt als Stahl und grundsätzlich "bruchfreudiger" gerade bei Wechselbiegungen ist. Trotzdem hat man im Cross- und Endurosport früh auf konifizierte Alulenker gesetzt, um das leidige Problem verbogener Stahllenker zu umgehen. Wobei sicherlich die Materialqualität - Legierung und Behandlung - bei Alu eine eminente Rolle spielt. Die ersten, hochwertigen Alu-Lenker kamen ab den 90er Jahren von RENTHAL und gehörten ab da z.B. bei meinen KTM zur Serienausstattung. Da hat sich bei einem Sturz mal der Lenker in seiner Klemmung verschoben oder leicht verdreht, was einfach unterwegs mit Bordwerkzeug zu richten ging - einen Lenkerbruch hatte ich nie. Ich persönlich würde einen hochwertigen, konifizierten 28mm-Alu-Lenker immer dem klassischen 22mm-Stahl- Pendant vorziehen. RENTHAL kann ich nach wie vor empfehlen, PROTAPER und MAGURA sicherlich auch, aber von no-name Alu-Lenkern für 55,99 Euro vom Ali oder Motea würde ich die Finger lassen.
Hakim

beeze

Hauptgrund für die Einführung der konifizierten Alulenker war doch mehr Flex zu erlauben als die Stahllenkern mit Mittelstrebe, die ja Null Flex erlaubten. Beim MX und Enduro eine Mödertortour für die Handgelenke. Deswegen, dicker Alulenker die ganz klar bessere Wahl.
Man muss sich schon ziemlich anstrengen so einen Renthal oder ProTaper zu verbiegen, aber es geht.

Beeze

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