YAMAHA TENERE FORUM

Technik => Ténéré XTZ660 => Thema gestartet von: xtz660_cruiser am 08. Januar 2014, 12:06:04

Titel: Motor-Revision
Beitrag von: xtz660_cruiser am 08. Januar 2014, 12:06:04
Hi,

meine 660er hat jetz knapp 50.000 runter und braucht je nach Fahrweise bis zu mehr als einem Liter Öl auf tausend KM :o :(

Von daher habe ich mich entschlossen den Motor überholen zu lassen..
Jetzt folgende Frage.. Ist es schwer so einen Motor zu zerlegen und wieder zusammen zu bauen? Ich bin zwar gelernter KFZ Mechatroniker, habe aber noch nie einen Motorrad Motor zerlegt.
Schwer ist natürlich immer relativ gesehen.. was ich auch meine ist, ob man Spezialwerkzeuge o.Ä. braucht um überhaupt weiter zu kommen?! Ich hab Zuhause nur 0815 Werkstattequipment und keine Spezialwerkzeuge...

Wenn ich der Firma natürlich nur den Zylinderkopf und den Zylinder gebe, wird das billiger, als wenn ich denen en ganzen Motor gebe.. jedoch ist es dann gescheit gemacht!

Bin etwas unentschlossen zumal ich bedenken habe ob ich den Motor nach 2 Wochen wieder zusammengebaut bekomme.. zerlegen is da wesentlich leichter denke ich..

Was meint ihr? :-\ :-\

Gruß
xtz660_cruiser
Titel: Re:Motor-Revision
Beitrag von: Christof am 08. Januar 2014, 12:20:06
Als Mechatronicer solltest Du das mit einem Handbusch schaffen, auch wenn heute Autos mehr mit Laptop und durch Austausch irgendwelcher Steuereiheiten, als mit Schraubenschlüssel repariert werden.
Titel: Re:Motor-Revision
Beitrag von: Mille am 08. Januar 2014, 12:26:07
Moin,

Ich kenne den 660er zwar nicht wirklich, aber im grunde sind motoren alle gleich aufgebaut. Was du neu brauchst sind auf jedenfall fussdichtung, kopfdichtung, die ventilschaftdichtungen, und da du den zylinder vermutlich neu hohnen lassen willst, brauchst auch noch nen neuen kolben+ringe.

Wenn du den motor nur bis zur fussdichtung zerlegen willst brauchst kein spezialwerkzeug, wenn du ihn komplett zerlegen willst braucht schon mal kupplungskorbhalten, limarotorhalter, und nen limarotorabziehen, aber da eine komplettzerlegung in diesem sinne sinnlos ist. (Man möge mich korregieren wenn ich falsch liege) brauchst du kein spezialwerkzeug.

Wenn du den oberen motor dan wieder zusammenbaust, brauchst zumindest einen drehmomentschlüssel und fühlerlehren zum ventileinstellen.

Soweit sehe ich das, aber wie gesagt, bin auf die xtz750er spezialisiert. ^^ deswegen behalte ich mir das recht vor falsch zu liegen.

Grüsse aus dubai,
Der Mille
Titel: Re:Motor-Revision
Beitrag von: xtz660_cruiser am 08. Januar 2014, 12:47:37
Sers,

also den Zylinderkopf runter trau ich mir ohne Probleme zu...
Mir gings um den Zylinder... kann ich den einfach so "runterziehen" und das pleuel mit kolben bleibt dran?Dann Kolben Wechseln, und wenn der Zylinder vom Hohnen kommt einfach wieder drüber ziehen?
Noch eine Frage.. is der Zylinder der xtz beschichtet? Oder kann man den einfach Bohren und Honen lassen...

Ist es sinnvoll in dem Schritt gleich die Steuerkette neu zu machen? Fragen über Fragen... :o
Titel: Re:Motor-Revision
Beitrag von: Mille am 08. Januar 2014, 12:58:24
Also von der xtz sind die zylinder unbeschichtet. Wird wohl bei der 660er auch so sein, nehme ich an...

Steuerkette und gleitschienen sammt steuerkettenspanner würde ich falls du geld über hast mitmachen, den wenn die schon etwas gelengt ist kanns beim neu auflegen vorkommen das nicht alle markierungen 100%übereinstimmen.

Das pleuel bleibt da wo es ist. Wenn du den zylinder runterziehst vom kolben, pass auf da kolben und pleuel nicht gegen das motogehäuse knallen. Den kolben griegst einfach runter indem du die sicherheitsspange vom kolbenbolzen mit einem kleinen schraubenzieher oder werkstattpinzette rausquängelst.

Beim neu zusammenbau immer alle teile schön mit motoröl benetzen und brav nach werkstatthandbuch mit vergeschriebenen drehmoment anziehen. Dann sollte alles klappen. ;)

Noch fragen?
Titel: Re:Motor-Revision
Beitrag von: xtz660_cruiser am 08. Januar 2014, 13:00:05
Also im Prinzip brauche ich dann nur :

http://www.ebay.de/itm/Yamaha-SZR-660-XTZ-660-Tenere-ATHENA-Motordichtsatz-Dichtsatz-Gasket-Set-/290863880399?pt=DE_Motorradteile&hash=item43b8d698cf

http://www.ebay.de/itm/Schmiede-Kolben-fur-Yamaha-XTZ-660-XT-660-/190354073196?pt=DE_Motorradteile&hash=item2c51fca66c

http://www.ebay.de/itm/10-Stk-Ventilschaftdichtung-fur-Yamaha-XTZ-660-Tenere-3YF-4MY-Bj-ab-91-/250992452489?pt=DE_Motorradteile&hash=item3a7050e389

und evtl. die Steuerkette...
Titel: Re:Motor-Revision
Beitrag von: xtz660_cruiser am 08. Januar 2014, 13:01:52
Ich denke wenn ich das mache tauchen noch die ein oder anderen Fragen auf .. wäre klasse wenn ich da auf dich/euch zukommen darf!
Habe zwar das original Yamaha Handbuch für mein Moped daliegen, aber Erfahrungswerte sind Gold wert!

Gruß
Titel: Re:Motor-Revision
Beitrag von: Tenere-Traveler am 08. Januar 2014, 13:14:43
Hab mit dem 660er auch nischt zu tun, aber nur honen wird wohl nix ;D. Ist meine ich vom Prinzip alles wie beim 500er oder 600er. So wie die Vorredner schon erklärt haben, passts schon. Zu deinen neuen Fragen:

Ich gehe davon aus, das dein Pleuel samt Kurbelwelle 1a ist, also nur der Ölverbrauch dein Prob ist. Bedeutet, Zylinder runter, den willst ja weggeben, dort wird er dann aufs nächste Zylinderübermaß gebohrt, in der Regel in 0,5er Schritten, es sei denn, du möchtest was größeres aus irgendwelchen Gründen. Obs bei dem Motor geht, kein Plan. Hier auch nicht wichtig. Danach wird der Zylinder gehont, den sogenannten Kreuzschliff. Ein wenig Öl an der Zylinderwand ist dann doch nicht so schlecht  ;D
Natürlich brauchst du jetzt einen Übermaßkolben mit passenden Kolbenringen. Die gibt es nicht nur von Yamaha als Kits. Auch sollte es für dein Modell geschmiedete geben.
Aber Vorsicht, sollte sich das Gewicht deines Kolbens entscheident ändern, sollte ein feinwuchten der Kurbelwelle erfolgen. Das zieht natürlich sehr viel umfangreichere Arbeiten nach sich, als nur den den Kopf mit Zylinder runter nehmen. Beim nächsten Serienübermaßkolben sollte das noch keine Rolle spielen.

Hast Du zwei linke Hände, laß es, ansonsten solltest du das als Mechatroniker hin bekommen. Regel 1 ist, penibel auf die Dichtflächen achten, es dürfen keine Dichtreste zurück bleiben, bevor neue Dichtungen drauf kommen, egal wo.

Was du alles sonst brauchst, wurde ja vorher schon beschrieiben.

Grüsse TT
Titel: Re:Motor-Revision
Beitrag von: xtz660_cruiser am 08. Januar 2014, 14:14:04
Sers,

ja also soweit ich weiß wurde nichts gemacht an dem Motor.. sprich das is das erste mal bohren/honen.

Geschmiedete Kolben gibt es, die frage ist ob ich es brauche oder nicht, bzw welche vor-/nachteile sich daraus ergeben.
Bin gerade dabei den ganzen Motor auszubauen.. möchte das Ding auf meiner Werkbank zerlegen.. einfacher und bessere übersicht..

Bekommt man die Gleitschienen für die Steuerkette noch neu? Habe bis jetzt nur gebrauchte gefunden  :( Möchte wenndann gleich die Steuerkette mit wechseln..
Titel: Re:Motor-Revision
Beitrag von: Tenere-Traveler am 08. Januar 2014, 15:48:27
Ja, die gibts noch neu, vielleicht auch bei Yamaha oder hier, ist vom 96er Modell, bitte vergleichen:

Führung 1:

http://www.kfm-motorraeder.de/cms/original-ersatzteile/yamaha-motorrad-teile?ipp=9&sview=list&smode=partno&itemid=34K122310000 (http://www.kfm-motorraeder.de/cms/original-ersatzteile/yamaha-motorrad-teile?ipp=9&sview=list&smode=partno&itemid=34K122310000)


Führung 2:

http://www.kfm-motorraeder.de/cms/original-ersatzteile/yamaha-motorrad-teile?ipp=9&sview=list&smode=partno&itemid=34K122410000 (http://www.kfm-motorraeder.de/cms/original-ersatzteile/yamaha-motorrad-teile?ipp=9&sview=list&smode=partno&itemid=34K122410000)

Steuerkette:

http://www.kfm-motorraeder.de/cms/original-ersatzteile/yamaha-motorrad-teile?ipp=9&sview=list&smode=partno&itemid=945914012600 (http://www.kfm-motorraeder.de/cms/original-ersatzteile/yamaha-motorrad-teile?ipp=9&sview=list&smode=partno&itemid=945914012600)


bei den Preisen mußt vergleichen, hier ists meistens günstig. Versand ist bischen teurer wegen Pauschale. Denke aber bei Yamaha sind die teurer.

Zu deinem Motor. Schon mal Infos im Forum der 660er eingeholt? Die haben doch noch n eigenes oder? Überleg Dir genau, was Du machen möchtest, bevor Du anfängst und Teile zusammen kaufst. Ich kenns nur von den ersten 600ern, da gibts doch so einige Teile, die ich in der besseren Version nochmal gekauft habe, weil ichs vorher nicht besser wusste.
Wenn Du Dir sicher bist, das deiner noch nie aufgemacht wurde, müsste die Bohrung ja nen denke glatten 100er betragen oder? Dann brauchst Du das erste Übermaß + passenden Kolbenkit. Aber kontrolliere das erstmal  ;D

Ich hoffe, ich konnte behilflich sein

Grüsse TT

Titel: Re:Motor-Revision
Beitrag von: Tenere-Traveler am 08. Januar 2014, 15:59:35
Hier mal als Beispiel Schmiedekolben in der Bucht:

http://www.ebay.de/itm/Schmiede-Kolben-fur-Yamaha-XTZ-660-XT-660-/190354073196?pt=DE_Motorradteile&hash=item2c51fca66c (http://www.ebay.de/itm/Schmiede-Kolben-fur-Yamaha-XTZ-660-XT-660-/190354073196?pt=DE_Motorradteile&hash=item2c51fca66c)

Wössner ist was vernünftiges aber auch nur ein Beispiel.

Guck mal unten in die Tabelle, die Übermaßkolben sind in 1mm- Schritten. Ist abern gesschmiedeter, wieviel leichter oder vielleicht sogar in etwa gleich schwer aber zäher sind, weiß ich nicht. Da mußt Dich informieren, vilelleicht hat hier ja schon jemand einschlägige Erfahrungen damit gemacht, welche die beste Variante ist, wenn Du Ihn sowieso zum Bohren/honen gibst.
Titel: Re:Motor-Revision
Beitrag von: tommy am 08. Januar 2014, 16:58:41
Hallo schau mal in ebay und gib raptor 660 piston, oder valves ein, da gibt es Sets mit Dichtungen.Den 660er Motor wirst schon schaffen !!!! Spezialwerkzeug sind Pollradabzieher und Kupplungskorbhalter. Gruß Tommy ;D
Titel: Re:Motor-Revision
Beitrag von: alois am 08. Januar 2014, 17:15:35
Warum gleich ein neues Haus bauen wenn man nur den Keller streichen möchte ????

Ich seh das mal so : erstmal Zylinder runter und anschauen !!!   vermessen...oder vermessen lassen !!!!  bei 50 000km kann sein das dem Kolben gar nix fehlt !!!!
dann neue Kolbenringe rein.......Schaftdichtungen......feddich  
Meisten´s sind eh nur die Kolbenringe vom rumstehen, oder durch Ölkohle verklebt
bring doch einfach mal den Zylinder und Kolben zu deinem Instandsetzer.........der wird dir schon sagen was Sache ist
neue Gleitschienen bei noch nicht mal 50 000km ????  :o  ist ja wie Kette wechseln, nur weil man sie einmal spannen mußte
Die steuerkette ist mit Sicherheit auch noch gut......und wennst Pech hast, ist die teuer neu gekaufte sogar noch länger als die alte     /devil/

und wenn schon nen neuen Kolben........dann nur der Orginale......ist einfach der beste und funktioniert auch auf Dauer.....
dies haben mir schon viele Motoren-Instandsetzer bestätigt     ;)
Titel: Re:Motor-Revision
Beitrag von: xtz660_cruiser am 08. Januar 2014, 19:10:22
Sers,

ja habe das bike jetzt komplett nackt und kann morgen den Motor ausbauen...

Dabei sind schon ein paar sachen aufgefallen... mein Sebring ESD hat einen Riss an ner Schweißnaht /mecker/ /mecker/, Mein Krümmer ist nach dem Ausbau jetzt auch zu ersetzen.. Blätterteig pur... werde mir nen Edelstahl von OTR oder ABP einabuen..

des weiteren ist an der Schwinge einer der "Teller" der das Nadellager verschließt gebrochen... krigt man die irgendwo neu? Oder hat jemand sowas rumliegen?? Bild ist im Anhang zu finden!! Brauche Hilfe :D

Und der Stecker des Anslassers in den 3 Kabel gehen ist komplett verschmort und vergammelt.. den werd ich auch neu machen müssen!

So zum Motor..:
@TT:
Danke für die Links!! Hilft schonmal weiter.. Wenn ich es überhaupt wechsel.. wird sich zeigen wenn ich das Teil zerlege!!

@Alois:
das wird sowieso gemacht... ich zerlege den Motor in : Kopf, und Zylinder mit Kolben.. Die Teile gehen dann so zu meinem MotorenInstandsetzer.. der schaut das alles an und dann wird entschieden was sache ist... sprich ob der Kolben noch gut ist oder nicht. Werde ich beim ausbaue ja schon sehen ob er angelaufen ist und Riefen hat o.Ä.

Kolbenringe und Schaftdichtungen lasse ich auf jedenfall machen.. das scheint ja auch die Ursache für den Ölverbrauch zu sein.. Leistung hat die Kiste eigentlich ziemlich gut!!
Ich geb hier nochmal Rückmeldung was mit meinem Zylinder ist/war und mache Bilder davon!!
Meinst echt dass die Steuerkette und die schienen noch i.O. sind? Dachte mir wenn ichs schonmal offen habe mach ichs gleich mit.. ließt man ja auch viel dass die sich extrem längen... aber hab ich keine Erfahrung damit! Werde ja sehen wie viele Rasten am Spanner noch da sind...

Kommt Zeit kommt Rat :D

Gruß
Philipp
So hier noch ein paar Bilder:
Titel: Re:Motor-Revision
Beitrag von: tommy am 08. Januar 2014, 22:11:46
Hallo ich hab mal für einen den Motor gemacht, da waren bei 2 Gängen die Getrieberäder mit Pitting das Geräusch war nicht schön.Kolben war auch Oval die hatte keine 40000km oben der Vorbesitzer muß untertourig am Gas gezogen haben ufff.Er hat dann das Getriebe neu machen Lassen Ventile einschleifen >Kopf planen aber Kolben nicht!!!! Vorsicht beim Zusammenbau die vordere Dehnschraube beim Zylinder die ist so blöd gemacht das schön das Wasser und der Schmutz dort bleiben darf. Dort war dan das Gewinde im A.....Helicol fand ich in der größe nirgends,nichtmal bei Motorfirmen.Denke M9 oder so.Wir haben dann einen Stehbolzen reingemacht.Kolben brauchst nicht original kaufen, da gibt es für Raptor 660 einen in ebay mit einer Beschichtung ca 58,-- Bei Ventilen original Auslaß bei meinen Händler 56,-- das Stück. Da bekommst für ca 90,-- ein ganzes Set von Versah.Krümmer von Off The Road sicher gute Lösung gegen den orig. Gammler!!!!! Beim Zusammenbau auf die Fluchtpunkte achten.Gruß Tommy /beer/
Titel: Re:Motor-Revision
Beitrag von: xtz660_cruiser am 09. Januar 2014, 13:21:02
Si si Senor..  :D

Heut Nachmittag hab ich das gute Stück am Tisch und fange an zu zerlegen.. ich hoffe mich erwarten keine bösen Überraschungen :o Mein Horror wären wie du sagst kaputte Gewinde oder abgerissene Schrauben >:( >:(

Aber werd ich sehen.. wenn sowas passiert, schlage ich sowieso nochmal hier auf :)

Gruß
Philipp
Titel: Re:Motor-Revision
Beitrag von: blue diesel am 09. Januar 2014, 15:39:19
Hi

Zylinder sid bei der 660er oft oval, einmal Kolben (original ) und Ringe neu, am Kopf die Sitze und Ventilteller machen lassen, neue Ventischaftdichtungen, neue Fuss und Kopfdichtung sowie O-Ringe,
alles zusammen und fertig.

Gruss Klaus
Titel: Re:Motor-Revision
Beitrag von: TheBlackOne am 09. Januar 2014, 15:43:33
Bevor hier ueber schleifen, Uebermass und oval gesprochen wird: Erstmal demontieren, begutachten und vermessen (lassen). Dann kann man weitersehen.
Titel: Re:Motor-Revision
Beitrag von: tommy am 09. Januar 2014, 17:34:19
Hallo meistens sind unsere Geräte nicht aus erster Hand !!!! Trotzdem würd ich einen Kolben mit Beschichtung nehmen.Man darf auch nicht vergessen hatte das bei meiner 660er die ich mit Wössner Kolben auf 686cc gemacht hab die Ventilführungen waren innen Rau!!!!! normal glatt wie ein Spiegel.An den Auslassventilen waren am Schaft Korrosionsansätze.Mein Motorinstandsetzer meint wenn die wo lange im freien gestanden ist kommt feuchtigkeit in den Motor rein, weil man ja nicht die Nockenwellen Stellung sieht.Also im Freien immer den Auspuff verschließen bei länderer Standzeit.Gruß Tommy /tewin/
Titel: Re:Motor-Revision
Beitrag von: xtz660_cruiser am 09. Januar 2014, 20:22:39
Abend,

also das Schätzchen ist zerlegt... ich muss sagen für einen Leihen sieht das ding o.k aus? :o :o
Am Kolben sieht man leichte Streifen, aber keine vertiefung... an der Zylinderfläche sieht man 2 glänzende Stellen.. sieht nach Kipppunkt es Kolbens aus... keine Riefen oder "Auswaschungen"!

Aber wie TheBlackOne sagt.. ich bringe die Sachen : Kolben, Zylinder, Zylinderkopf, Zylinderkopfdeckel, Nockenwelle morgen zum Instandsetzer.. der kuckt sich das an und wird mir dann sagen was passt oder auch nicht..

Dann sehe ich weiter :) Aber so auf den ersten groben Blick würde ich tippen neuer originalkolben + ringe und die schaftdichtungen...

Kommt Zeit kommt Rat  ;) ;D

Hier noch ein paar Bilder.. das Ausbauen aus dem zerlegten Rahmen mit zerlegen und Teile verpacken hat ca 2 Stunden gedauert... aber nebenbei noch Bilder gemacht und Notizen angefertigt.. also nicht so schlimm wie ich dachte! Werkstatthandbuch sei dank :)
Titel: Re:Motor-Revision
Beitrag von: xtz660_cruiser am 09. Januar 2014, 20:23:10
Bilder
Titel: Re:Motor-Revision
Beitrag von: xtz660_cruiser am 09. Januar 2014, 20:23:56
nochmehr Bilder :D
Titel: Re:Motor-Revision
Beitrag von: xtz660_cruiser am 09. Januar 2014, 20:27:21
Achja.. zum Thema Steuerkette... die Gleitschienen weisen keinerlei Gebrauchsspuren auf  :o
Mein Steuerkettenspanner war auf der 10 Raste eingerastet.. also da sind auch noch einige Rasten über..

Denke die muss ich nicht wechseln...

Aber dennoch.. glücklich dass alle Schrauben und Gewinde heil geblieben sind!! /beer/

Der Zylinderkopfdeckel war mit Dichtmasse aufgeklebt... Geht da beim wieder Zusammenbauen Dichtmasse von einer Ölwanne? Oder gibts da spezielles Zeug?
Titel: Re:Motor-Revision
Beitrag von: TheBlackOne am 09. Januar 2014, 21:13:38
Ich weiss jetzt nicht welche Dichtmasse fuer die Oelwanne du meinst... Dirko HT  oder Curil kannst du aber beispielsweise nehmen.
Titel: Re:Motor-Revision
Beitrag von: xtz660_cruiser am 10. Januar 2014, 21:14:38
Aso naja so silikon dicht Mittel aus der Vw/Audi Werkstatt

Das kommt auf die dichtflBäche die am Motor anliegt und verschließt den Rand öldicht..

Aber das zeug von dir sieht vertrauenswürdig aus  ;)
Titel: Re:Motor-Revision
Beitrag von: xtz660_cruiser am 17. Januar 2014, 20:14:32
Servus,

also habe Rückmeldung bekommen.. mein Zylinder und Kolben waren schon leicht oval eingelaufen, und die Ventildeckeldichtungen waren komplett hinüber..

außerdem scheinen die ventile mal verdammt heiß geworden zu sein.. die werden nun auch mit gewechselt..
Allen in allem ist an meinem Motor wenn er wieder da ist folgendes gemacht:

-Ventile + Schaftdichtungen + Ventile eingeschliffen
-Zylinder gebohrt und gehohnt + neuer Kolben
-Zylinderkopf geplant
- Kopfdichtung, Fußdichtung, und der große O-ring an der Fußdichtung


Hat noch jemand einen Tipp welche Dichtung ich vllt noch ersetzen sollte bevor ich alles zusammen baue??

Grüße
Philipp /tewin/
Titel: Re:Motor-Revision
Beitrag von: xtz660_cruiser am 25. Januar 2014, 12:31:05
Sooo mal wieder frischer Wind hier ;D

Gestern hab ich meine überholten Motorteile abgeholt!

Meine Ventile wurden neu eingeschliffen, Schaftdichtungen erneuert und der Zylinderkopf wurde geplant.
Der Zylinder wurde gebohrt und gehohnt. Die Dichtfläche von Zylinder zum Kopf wurde ebenfalls geschliffen.
Der neue Kolben ist von Wössner und hat einen Durchmesser von 100,43 mm. Dazu neu auch die Kolbenringe, der Bolzen und die Sicherungsclips.


Jetzt warte ich eigentlich nur noch auf die ganzen Dichtungen vom Kedo... Der große O-Ring am Zylinderfuß hat leider 9 Tage Lieferzeit.
Aber dann wird das Baby wieder zusammengebaut.

In dem Zug hab ich mir leich den Edelstahlkrümmer von OTR bestellt. Der alte war total verrostet. /devil/

So long  /beer/

Gruß
Philipp
Titel: Re:Motor-Revision
Beitrag von: Mc Gyver am 25. Januar 2014, 13:03:12
Ich würde die Teile ja auf Wohnzimmertisch stellen. Im TV kommt ja eh nix. Wirst sehn die Wartezeit is schneller rum wie dir lieb is.
Titel: Re:Motor-Revision
Beitrag von: xtz660_cruiser am 25. Januar 2014, 16:11:57
da haben glaube ich die restlichen Menschen hier im Haus ein Problem damit wenn's nach Motorrad riecht :D ;D

Ich persönlich find den einfall gut  /beer/
Ja am liebsten hätt ich den Motor heut schon wieder zusammen gebaut... aber die alten dichtungen verwenden is bissl pfuschig dann  /devil/

Titel: Re:Motor-Revision
Beitrag von: tommy am 25. Januar 2014, 17:56:55
Hallo gedulde Dich noch ein bischen, ich kenn das auch, aber der Schmiedekolben sieht schon nobel aus. Was kostet der? Gruß Tommy /beer/
Titel: Re:Motor-Revision
Beitrag von: Mc Gyver am 25. Januar 2014, 18:16:41
Warum solls dir auch besser gehen wie mir....
Titel: Re:Motor-Revision
Beitrag von: APe am 25. Januar 2014, 22:35:21
Zitat von: xtz660_cruiser am 25. Januar 2014, 12:31:05
[...]Jetzt warte ich eigentlich nur noch auf die ganzen Dichtungen vom Kedo...

Verstehe ich nicht. Ich würd schnell mit dem Rad vorbeifahrn und die Dichtungen abholen.  ;D
Titel: Re:Motor-Revision
Beitrag von: xtz660_cruiser am 26. Januar 2014, 10:57:01
Servus,

@ Mc Gyver: einen Tod muss man leider sterben  ;), mein Traum wäre ein Wohnzimmer mit integrierter Werkstatt ;D

@Tommy: jaaaaa ich weis... der Kolben war nicht ganz günstig.. komplettes Kolbenkit 200 teuronen :o aber ich hoffe dass ich am Motor auch so schnell nichts mehr machen muss  ;D

@Ape: Ja so einen Luxus wie du hat nicht jeder... das ist ein absoluter Traum da mit dem Fahrrad hinfahren zu können /-/

Die überholung des Motors hat mich jetzt ca. 500€ gekostet. Da ist bohren/hohnen, Zylinder planen, Kolbenkit, Ventilsitze fräsen/Ventile einschleifen/Dichtungen erneuert, Zylinderkopf geplant mit drin.
Dazu kommen noch die Dichtungen von Kedo..  alles in allem dann nur für die Motor überholung roundabout 600 Euro.. inkl. der Dichtungen dann. :-\
Ich glaube angemessen für das was man bekommt.

Aber das Geld darf einem bei dem Hobby eh nicht wehtun /devil/ /beer/

Gruß aus Bayern
Titel: Re:Motor-Revision
Beitrag von: tommy am 26. Januar 2014, 17:03:02
Hallo dafür hast dann gute Motorinnereien und was gelernt ::)Gruß Tommy
Titel: Re:Motor-Revision
Beitrag von: APe am 26. Januar 2014, 19:06:35
Zitat von: xtz660_cruiser am 26. Januar 2014, 10:57:01
[...]Die überholung des Motors hat mich jetzt ca. 500€ gekostet.

500 je Zylinder  :). Für meinen 2.0 TDI hab ich einen überarbeiteten Motor mit neuer Ölpumpe, neuen Kolben, Ventilschaftdichtungen, Turbo ... für 1900 inkl. Anlieferung und späterer Abholung des Altmotors bekommen.
Titel: Re:Motor-Revision
Beitrag von: Mc Gyver am 26. Januar 2014, 20:00:57
Beim 4 Zylinder musst aber nicht 4x den Motor aufmachen. Ich denk ganz vergleichen kann mans nich. Evtl sind die Autoteile bei höherer Stückzahl auch günstiger. Und ne Fußdichtung hat n Automotor auch nicht ( meistens)
Titel: Re:Motor-Revision
Beitrag von: APe am 26. Januar 2014, 21:57:38
Zitat von: Mc Gyver am 26. Januar 2014, 20:00:57
Beim 4 Zylinder musst aber nicht 4x den Motor aufmachen. Ich denk ganz vergleichen kann mans nich. Evtl sind die Autoteile bei höherer Stückzahl auch günstiger. Und ne Fußdichtung hat n Automotor auch nicht ( meistens)

Si Senor. Wahrscheinlich kostet der Kolben 25 Euro.
Aber irgendwas muss man unten öffnen, um die Kurbelwelle zu wechseln und die Lagerschalen zu machen. Auch gehen die Kolben so schlecht nach oben raus  ;)
Aber ich bin OT.

Skol  /beer/

Arne
Titel: Re:Motor-Revision
Beitrag von: Mc Gyver am 26. Januar 2014, 22:07:47
Asche auf mein Haupt; n TDI-Kolben kost 125.-€ und n generalüberholter TDI-Motor wird regulär für 2500.-€ angeboten. Trotzdem is n schöner überholter Tenere-Motor, was wo mein Herz erwärmt, auch wenn man auf den TDI im Wohnzimmer mehr als nur die Fernbedienung ablegen kann...  /beer/ skål!  /tewin/
Titel: Re:Motor-Revision
Beitrag von: xtz660_cruiser am 28. Januar 2014, 16:25:33
mir ist gestern aufgefallen, dass ich das gute Stück ja dann erstmal sanft bewegen muss um den Motor einzufahren.. /tewin/
Titel: Re:Motor-Revision
Beitrag von: APe am 28. Januar 2014, 17:39:37
Wieso? Der regelt doch ab.  ;D
Materialien und Toleranzen sind auch besser heute. Vielleicht.

Hab heute mein Hinterrad zur Speichernreparatur raus. Da fielen auch gleich die Trägerplatten der Bremsklätze raus, mitsamt den 0,2 mm Belag  >:(.
Die Elektrik ist nun bis auf das Relais, das in irgendeinem Container übr die Welmeere schippert, auch fertig.
Oder doch noch Heizgriffe?

Vierle Grüße

Arne
Titel: Re:Motor-Revision
Beitrag von: Mc Gyver am 28. Januar 2014, 21:15:57
Ja, mach mal hin, hast ja n schönen Verteiler gebaut... Kann man immer wieder mal brauchen
Titel: Re:Motor-Revision
Beitrag von: xtz660_cruiser am 02. Februar 2014, 10:24:36
Servus,

Gestern habe ich meinen OTR Krümmer mal an meinen Sebring Endtopf gebaut.... passt einwandfrei!

Ich bin mal gespannt was ich Fahrtechnisch ändert durch den Krümmer /devil/

Und verdammt nochmal in ich heiß auf nächsten Samstag.. da wird der Motor wieder zusammengebaut.. und dann das Bike wieder komplettiert! :P :P

Ich freue mich schon, euch die Bilder meines kompletten Bikes zu zeigen und ein Video einzustellen! :)
Die Aufkleber für den Tank etc. sind jetzt auch schon da.. steht alles schon in den Startlöchern  /beer/ /beer/

Grüße
Philipp
Titel: Re:Motor-Revision
Beitrag von: TheBlackOne am 02. Februar 2014, 12:07:13
Sag mal was für ein Relais hast du dir denn da bestellt dass das erst angeschippert kommt?
Titel: Re:Motor-Revision
Beitrag von: xtz660_cruiser am 08. Februar 2014, 18:20:44
Servus,

neuester Stand ist:
Motor wieder zusammengebaut und in den Rahmen gesteckt.
Als ich jedoch den bei OTR bestellten Krümmer einbauen wollte, habe ich schon schlecht geschweißte einlassrohre festgestellt.. Punkt 1!
Punkt 2, der Krümmer hat einen schlecht geschweißten Winkel, was zur Folge hat, dass die Anschlussstelle an den Endtopf ca 1,5 CM!! Versatz hat.. das heißt es kann kein Auspuff montiert werden.

Werde mal noch bei OTR anrufen und das Thema ansprechen.. mal sehen was dabei rum kommt.

Grüße /tewin/
Titel: Re:Motor-Revision
Beitrag von: xtz660_cruiser am 09. Februar 2014, 17:01:22
Hier noch die Bilder..
selbst wenn ich den Krümmer "drücke" stehen die stehbolzen so unter Spannung dass sie mir beim fahren abreißen werden..
Ich hoffe das sich schnell eine Lösung auftut

:o
Titel: Re:Motor-Revision
Beitrag von: xtz660_cruiser am 02. März 2014, 12:53:24
Soooo,

der neueste Stand ist folgender:

Krümmer passt nach Wärmebehandlung jetzt ziemlich gut.
Motor ist nun wieder im Rahmen und funktioniert ohne hässliche Geräusche.

Jetz geht es ans zusammenbauen meiner Schwinge und der neuen Front.. dann gibt es Bilder vom fertigen Moped!

greets /tewin/
philipp
Titel: Re:Motor-Revision
Beitrag von: Slowrider am 03. Mai 2014, 22:08:48
Will diesen Fred mal wieder hoch holen, da ich auch daran denke, meinem Motor eine Revision zu verpassen.

Was hat der Spaß komplett gekostet?

Bin mir nicht sicher, ob sich das Ganze bei mir noch lohnt.... :o

Gruß

Slowrider
Titel: Re:Motor-Revision
Beitrag von: Tom77 am 03. Mai 2014, 23:00:18
Warum willst du ihn denn überholen und was hat er bisher gelaufen?
Für 200-300 Euro hast du einen überholten Zylinder, wenn sonst nichts dran ist hat man wieder 50Tkm Ruhe ;)

Gruß Tom
Titel: Re:Motor-Revision
Beitrag von: Slowrider am 03. Mai 2014, 23:06:44
Kompression scheint nach unten zu gehen.... ich fahre mit dem Mopped im Spätsommer auf den Balkan (4000km), da möchte ich kein Risiko eingehen....

Scheint nach unten zu gehen, weil ich nicht sicher bin, ob mein Kompressionsmesser korrekt anzeigt. Habe mir Ersatz  bestellt....

Ob die 43.000 km stimmen ist auch fraglich, da Rahmen und Motornummer nicht überein stimmen...
Gruß

Slowrider
Titel: Re:Motor-Revision
Beitrag von: Slowrider am 03. Mai 2014, 23:09:43
Andererseits liebe ich meine XTZ660. Fahre sie fast nur noch. An sich hatte ich sie mir mal als Ersatzmopped für eine Reise gekauft. Mittlerweile habe ich mein altes Erstmopped, eine TDM900 verkauft und fahre die XTZ lieber als alle anderen.... habe noch ein paar SR500....

Gruß

Slowrider
Titel: Re:Motor-Revision
Beitrag von: xtz660_cruiser am 04. Mai 2014, 14:07:25
Hey,

Mich hat die komplette Motor-Überholung ca 500-600 gekostet...

-Bohren/Hohnen
-neuer Zylinder
-Zylinderkopf geplant
-Ventilschaftdichtungen neu
-Ventile eingeschliffen
-Vermessung ob alles passt

Habe allerdings einen Schmiedekolben von Wössner... der war ziemlich teuer.. der hat 200 gekostet. die Revision selber ist garnicht so teuer wenn du selber zerlegst und zusammenbaust.

ps: Mein Motor hatte knapp 49 tkm drauf und hat ca 1 l Öl auf 1tkm gebraucht. Hauptgrund waren bei mir die Ventilschaftdichtungen.. Kolben war aber auch schon leicht oval..

Grüße
Philipp

Titel: Re:Motor-Revision
Beitrag von: TheBlackOne am 04. Mai 2014, 15:20:27
Pleuel- und Kurbelwellelager? Geprüft und für gut befunden?
Titel: Re:Motor-Revision
Beitrag von: Tom77 am 04. Mai 2014, 15:38:31
Ich habe Anno 2009 311,70€ für einen Prox Kolbenkit, einen Dichtsatz, Zylinder feinbohren und honen bezahlt.
Der Motor lief damals noch super, allerdings hat er plötzlich angefangen Öl zu verbrauchen was mir für meine 4tkm Seealpentour zu joger war.
Das ganze war bei ca. 45tkm und ist nun bestimmt schon 25tkm her   /-/

Gruß Tom
Titel: Re:Motor-Revision
Beitrag von: Tom77 am 05. Mai 2014, 09:38:30
@Slowrider:

Schau mal in der Bucht unter Artikelnummer 191155586081!
Der Typ ist ein absoluter Yamaha Einzylinderspezialist, wenns bei dem Preis bleibt wäre das eine günstige Alternative, bei der Du eigentlich nichts falsch machen kannst!
Noch eine Dichtung dazu und fertig wäre der Lack!

@xtz660:
Wieso hast Du dich für einen Schmiedekolben entschieden?
Wie sind deine bisherigen Erfahrungen mit dem Ölverbrauch?
Ich hatte mich aufgrund der längeren Warmfahrphasen und dem dadurch höheren Ölverbrauch gegen den Schmiedekolben entschieden, preislich lagen beide bei etwa 200€.

Gruß Tom
Titel: Re:Motor-Revision
Beitrag von: xtz660_cruiser am 05. Mai 2014, 12:40:43
Servus,

Ölverbrauchstechnisch kann ich sagen dass meine vorher ca 1l gefressen hat und der Ölstand jetzt seit 5000 km gleich ist. Das Öl riecht auch nicht mehr nach Benzin, was vorher der Fall war.

Ich weis nicht so recht.. glaube das mit dem Kolben ist so eine Glaubensfrage... Mir wurde gesagt dass Sie wenn man Sie ordentlich Warm fährt etwas besser halten sollen als ein normaler Kolben... kann aber auch humbug sein..
Optisch fand ich den neuen Kolben aber äußerst ansprechend *hrhr* ;D

Lager seien noch in Ordnung wurde mir gesagt. Habe auch keine Hässlichen Geräusche oder klopfen, das evtl. auf defekte Lager zutrifft.
Bis jetzt bin ich Zufrieden mit meinem Motor.. springt aufs 2 Umdrehen an wenn sie Kalt ist und warm auf die erste Umdrehung.. Aber bin wie gesagtdie letzten Wochen erst 4500 km gefahren damit. Ich hoffe das bleibt auch so
Titel: Antw:Motor-Revision
Beitrag von: hannesf am 16. Mai 2017, 23:51:20
Auch wenn der Beitrag schon sehr alt ist, gehen mir seit ein paar tagen ähnliche Gedanken durch den Kopf: meine 3yf frisst ~1l öl auf 1000km und hat nun 50000km runter.
Nun ist es bei mir so, dass ich mir einfach nicht so mal eben 600€ aus der Tasche Zaubern kann, trotzdem aber da was machen will. Niht zu letzt weil mir schrauben spass macht ^^.
sehe ich das richtig dass (wenn keine bösen Überraschungen auftauchen) ich im besten falle nur folgendes brauche um dem Ölverbrauch Herr zu werden:
- Ventilschaftdichtungen (5x 7€)
- Kolbenring satz (50€)
- Motordichtsatz (80€)
also ~170€
Macht das Sinn so einen Minimaleingriff zu machen? Oder geht das garnicht - neue Kolbenringe ohne den Zylinder/Kolben anzufassen?

Gruß und Dank schonmal für Hinweise!

hannes
Titel: Antw:Motor-Revision
Beitrag von: E.Starter am 17. Mai 2017, 08:40:56
Hallo Hannes,

Wenn Kolben und Zylinder noch okay sind, kann man das so machen. Ich hab meine SR500 während des Studiums auch so am Leben gehalten. Wieviel Kompression hat der Motor? Klappert der Kolben wenn der Motor kalt ist? Das wären Anhaltspunkte für den Zustand des Kolbens. Hast Du die Möglichkeit Zylinderlaufbahn, Kolben und Ringnuten zu vermessen?

Viele Grüße

Hauke


Titel: Antw:Motor-Revision
Beitrag von: hannesf am 17. Mai 2017, 09:43:04
Hey, der Motor klappert eigentlich nicht. Ein kompressionsgerät kann ich besorgen. Das kerzengewinde ist M12x1,25?
Vermessen kann ich die Laufflächen nicht, mir fehlt dazu das Werkzeug. Aber warscheinlich ist das nicht teuer, wenn man mit ausgebautem Kolben / Zylinder zu einer Werkstatt geht und fragt ob die das mal ausmessen können?
Was gibt denn erfahrungsgemäß zuerst auf - Zylinderlaufbahn oder Kolben? In meiner Vorstellung müsste ja der Kolben zuerst verschleiserscheinungen haben. Könnte man kolben austauschen ohne die Laufbahn zu bearbeiten - oder wäre das unsinn?

Gruß und Dank schonma!

hannes
Titel: Antw:Motor-Revision
Beitrag von: E.Starter am 17. Mai 2017, 10:39:36
Hallo Hannes,

Das kann man auch machen, wenn die Laufbahn noch i.O. ist und mit dem neuen Kolben des Laufspiel auch noch im Rahmen ist. Entscheiden kann man das aber leider erst wenn alles auseinander gebaut und vermessen ist.

Normalerweise verschleissen Kolben und Zylinder gleichmäßig.

Am Ende musst Du entscheiden, ob Du Dich jetzt zu Saisonbeginn in eine Motorrevision mit ungewissem Aufwand stürzt oder lieber mehr Ölverbrauch in Kauf nimmst und Dir das Ganze für den Winter aufhebst.


Viele Grüße

Hauke


Titel: Antw:Motor-Revision
Beitrag von: hannesf am 17. Mai 2017, 10:44:24
Hey das stimmt schon ;) eigentlich hab ich grad auch viel mehr lust zu fahren! Aber im sommer kommen nochmal 5-8k km hinzu!
Was kann denn im schlimmsten falle passieren bei so hohem Ölverbrauch? Wie ich mir das vorstelle: zugeschmockte Ventile und Ölkohle überall wo sie eben verbrannt wird.
Wenn ich mich nun entscheide nichts zu machen sondern einfach immer weiter nachzukippen, dann komme ich - sollte es nicht irgendetwas kaputt machen so viel öl zu verbrauchen immernoch wesentlich günstiger weg, in dem jahr jetzt 30l sprit nach zu kippen ^^

Also wenn Kolben neu machen dann auch Zylinder hohnen (lassen)...

Gut. Oder auch nicht, aber erstmal eine ganz gute Info!
Wie teuer ist denn das ausmessen lassen wenn man Zylinder und Kolben so weit wie es eben geht zerlegt hat?

Gruß

hannes
Titel: Antw:Motor-Revision
Beitrag von: E.Starter am 17. Mai 2017, 11:40:26
Hallo,

die Frage ist ja auch wie schnell der Anstieg des Ölverbrauchs von statten ging. Liegt ein mechanischer defekt vor? Oder sind nur die Schaftdis ausgehärtet oder der Ölabstreifring ausgeleiert. 1 Liter auf 1000 km ist zwar unschön, war aber auch für viele Motorradmotoren in den 80zigern normal. Sicherlich wirst Du dadurch etwas mehr Ölkohle im Brennraum haben, was vor allem mit schlechtem Sprit zu klopfender Verbrennung führen kann und zu verkokten Ventilschäften bis hin zu nicht mehr schließenden Ventilen aber das wäre der schlimmste Fall.

Ich hatte schon immer auch Motorräder mit erhöhtem Ölverbrauch von bis zu 1 Liter und mehr. Gestorben ist davon keine... Und mit denen bin ich auch 30000 km und mehr gefahren. Ich bin aber auch kein Vollgasfetischist, da kann das dann wieder anders aussehen.

Ich kann  aber auch nur allgemeine Hinweise geben. Ich selber habe mit den 660er Motoren im speziellen keine Erfahrung.

Den Preis fürs Vermessen erfragst Du beim Motoreninstandsetzer.

Viele Grüße

Hauke
Titel: Antw:Motor-Revision
Beitrag von: hannesf am 17. Mai 2017, 11:46:59
Hey,

da ich die maschine erst wenige Monate besitze, kann ich nicht sagen in wiefern der verbrauch sprunghaft angestiegen ist. Lt. dem vorbesitzer (mit dem ich guten Kontakt habe) stand die maschine einige jahre unbewegt in einer garage. davor wurde sie viel gefahren und hat (lt. aussage des vorbesitzers) nur sehr wenig öl verbraucht ~0,1l/1000km.
Als ich sie ihm dann abgekauft habe, hatte ich alle Flüssigkeiten und die kerze getauscht. Es sind nun also meine ersten erfahrungen mit dem 1l/1000km. Als öl fahre ich 20w50 Motorradöl. Fahrteschnisch ahbe ich die letzten 1200km nie schneller als 110kmh verbracht. Auch nicht auf der Autobahn. Das find ich eher ungut. Wer weis was das ding verbrauchen würde wenn ich mit 130 druch die Gegend juckel!?

Gruß und Dank schonmal für Hinweise!
Titel: Antw:Motor-Revision
Beitrag von: E.Starter am 17. Mai 2017, 16:41:07
Gut möglich, dass die Kolbenringe ihre Spannung verloren haben und/oder die Schaftdis ausgehärtet oder durch festbacken beschädigt worden sind.

Viele Grüße!
Titel: Antw:Motor-Revision
Beitrag von: hannesf am 17. Mai 2017, 16:42:06
Soll heissen - doch einfach mal zerlegen und Dichtungen/Kolbenringe Tauschen?

gruß
Titel: Antw:Motor-Revision
Beitrag von: hannesf am 17. Mai 2017, 21:09:00
So, ich hab heute mal angefangen mir das nochmal anzuschauen. und dachte mir vllt schaue ich erstmal nach den Ventilen - was die so machen.
Nun habe ich folgendes festgestellt: überall (um die Ventile herum) war eine gallert/gummiartige schwarze Schicht. siehe Video:
https://youtu.be/prmBVszEzyY
Ich gehe mal davon aus, dass das nicht so sein soll...
Hat jemand einen Vorschlag was das ist? Ist das normal?
Irgendwie scheint es mir als müsste ich wirklich mal den Zylinder + Kopf runtermachen und nach dem rechten schauen.... oder?

Gruß
Titel: Antw:Motor-Revision
Beitrag von: E.Starter am 18. Mai 2017, 10:09:02
Hallo Hannes,

Sieht aus wie die Reste einer Flächendichtung. Sowas kennt man aus dem Automobilbereich. Damit werden Ölwannen und Zylinderkopfhauben eingeklebt. In Deinem Fall kann es sein, das jemand damit großzügig Das Oberteil des Zylinderköpfe eingeklebt hat. Das, was nach Montage zur Seite raus gequetscht wird reißt dann irgendwann ab und fliegt dann im Motor umher. Ungeachtet Deines Ölverbrauchsproblems würde ich mir mal alle Siebe im Ölkreislauf anschauen, nicht dass​ die sich damit zusetzen.
Gibt es Hinweise auf eine frühere Motordemontage? An den Schraubenköpfen oder rausquillende Dichtmasse? Und führst Du die Ölstandskontrolle richtig durch? Ist ja bei den Trockensumpfmotoren immer etwas heikel.

Viele Grüße

Hauke
Titel: Antw:Motor-Revision
Beitrag von: hannesf am 18. Mai 2017, 10:57:27
Hey, die einzigen Anzeichen die ich bisher entdecken konnte ist dass die schrauben am Zylinderkopf minimal benutzt aussehen. Ich denke irgendwann ist da schonmal was passiert...
Zu den Sieben, es gibt doch nur den Ölfilter Rechts am Motor und das Sieb unter der Ölablassschraube vorn oder?

Ich habe mich jetzt eigentlich schon entschieden Zylinderkopf /Zylinder und Kolben genauer zu betrachten. Nachdem ich mir das nun mehrmals im Handbuch druchgelesen habe denke ich das ich das kann...

nur ein paar wenige Fragen:
1. Muss ich für die Demontage des Zylinders das Öl komplett ablassen?
2. In der Reparaturanleitung wird  zur Installation der Ventile ein Werkzeug erwähnt was ich nicht kenne. Brauche ich da irgendetwas spezielles? um Kopf und Zylinder zu zerlegen?
3. Welche Dichtungen ausser der Kopfdichtung MÜSSEN erneuert werden wenn ich das Ding irgendwann wieder zusammenbaue?

Der Plan jetzt: auseinanderbauen, vermessen lassen, hoffen dass alles einigermaßen in Ordnung ist, um dann nur Kolbenringe und Ventilschaftdichtungen austauschen...

Mal schauen wie das sich noch entwickelt...
Titel: Antw:Motor-Revision
Beitrag von: E.Starter am 18. Mai 2017, 12:44:05
Kann der Motor zur Demontage von Kolben und Zylinder im Rahmen bleiben? Dann würde ich das Öl drin lassen und nach der Revision einen Wechsel durchführen.
Wenn Du den Motor ausbauen musst. Muss das Öl natürlich komplett abgelassen werden.
Was die Dichtungen angeht brauchst Du bestimmt noch die Fussdichtung und eine ggf eine Dichtung für den Kettenspanner.
Zur Demontage der Ventile brauchst Du einen Ventilfederspanner. Du kannst damit die Ventilfeder zusammendrücken und dann die Keile entnehmen, die das Ventil sichern. Optional kann man sich so was auch aus einer Schraubzwinge und einer aufgesägten Kerzennuss bauen. Das ist aber wackelig und birgt Verketzungsgefahr und / oder Kleinteileverlust wenn einem das um die Ohren fliegt.
So ein Werkzeug gibt's bei Kedo oder Louis.
Bevor Du die Ventile ausbaust kannst Du noch überprüfen, ob sie dicht sind, indem Du Diesel in den auf den Kopf gedrehten Brennraum füllst und guckst ob es in die Kanäle durch sickert.

Gruß

Hauke
Titel: Antw:Motor-Revision
Beitrag von: hannesf am 19. Mai 2017, 20:28:41
Soooo,

ich hab mal den Nachmittag genutzt um mal in den Motor zu schauen!
Tatataaaa:
(https://tenere.de/proxy.php?request=http%3A%2F%2Fjohannes-froelich.de%2Fimg%2Fmtr%2Fmtr-13.jpg&hash=6b1361d727e4421a0db9bce52f9fe399ce6aeec5)

Und ja, man kann den Motor im Moped lassen, es ist zwar Milimeterarbeit, aber es klappt!
Und nun zum vorgefundenen Zustand:
- die Dichtmasse die ich schonmal erwähnt habe ist überal. da hat es jemand gut gemeint.
- Der kolben sieht so aus:
(https://tenere.de/proxy.php?request=http%3A%2F%2Fjohannes-froelich.de%2Fimg%2Fmtr%2Fmtr-21.jpg&hash=99853de3c4bb921324dbddf7eaa762ab328a1dac)
(https://tenere.de/proxy.php?request=http%3A%2F%2Fjohannes-froelich.de%2Fimg%2Fmtr%2Fmtr-22.jpg&hash=8ab027ebb863f7d5e27942d68d221181e42a456c)
(https://tenere.de/proxy.php?request=http%3A%2F%2Fjohannes-froelich.de%2Fimg%2Fmtr%2Fmtr-23.jpg&hash=ca2967be7dce678bc66fc12cc30986660627ef82)
(https://tenere.de/proxy.php?request=http%3A%2F%2Fjohannes-froelich.de%2Fimg%2Fmtr%2Fmtr-24.jpg&hash=ed5167d6f6e824387aaa8869f4dac85ee4a6723d)
(https://tenere.de/proxy.php?request=http%3A%2F%2Fjohannes-froelich.de%2Fimg%2Fmtr%2Fmtr-25.jpg&hash=071fc5e3725f5d055710277d37b4f3d109af1694)
(https://tenere.de/proxy.php?request=http%3A%2F%2Fjohannes-froelich.de%2Fimg%2Fmtr%2Fmtr-26.jpg&hash=aea87513ef60a08288f90df8be558eea198e79ce)
(https://tenere.de/proxy.php?request=http%3A%2F%2Fjohannes-froelich.de%2Fimg%2Fmtr%2Fmtr-27.jpg&hash=e92ac3ae529b11a28c8f8f11908b7e0b46bd557d)
(https://tenere.de/proxy.php?request=http%3A%2F%2Fjohannes-froelich.de%2Fimg%2Fmtr%2Fmtr-28.jpg&hash=25d7854e0e6d2ce55009b53a89272c8e961ca943)
(https://tenere.de/proxy.php?request=http%3A%2F%2Fjohannes-froelich.de%2Fimg%2Fmtr%2Fmtr-29.jpg&hash=1280d5b76201306a98763b532d12cb6130dc59cb)
(https://tenere.de/proxy.php?request=http%3A%2F%2Fjohannes-froelich.de%2Fimg%2Fmtr%2Fmtr-30.jpg&hash=a03e28bc05c9eeb04da02fb17d44315531dc0d36)
- Zylinder sieht so aus:
(https://tenere.de/proxy.php?request=http%3A%2F%2Fjohannes-froelich.de%2Fimg%2Fmtr%2Fmtr-19.jpg&hash=8f0098bf84f50add2d2d19b887e085261da7d89a)
(https://tenere.de/proxy.php?request=http%3A%2F%2Fjohannes-froelich.de%2Fimg%2Fmtr%2Fmtr-20.jpg&hash=9cf51ae05509f0203ee98032d17b82c7b9fbf6cc)
(https://tenere.de/proxy.php?request=http%3A%2F%2Fjohannes-froelich.de%2Fimg%2Fmtr%2Fmtr-18.jpg&hash=80b3bf25f3278cec0d64e97327c39980edbb5f13)
- Verbauten ventile so, wenn man von oben disel reinkippt: (es kommt ein bischen druchgesuppt...)
(https://tenere.de/proxy.php?request=http%3A%2F%2Fjohannes-froelich.de%2Fimg%2Fmtr%2Fmtr-31.jpg&hash=cf6dc1f8fe8a12ef80db0d2ff4cbe0dbbc1e3e22)
- Ventile sehen so aus:
(https://tenere.de/proxy.php?request=http%3A%2F%2Fjohannes-froelich.de%2Fimg%2Fmtr%2Fmtr-33.jpg&hash=7439f0944e09fd20af4106a18d7904c3bf32fece)
(https://tenere.de/proxy.php?request=http%3A%2F%2Fjohannes-froelich.de%2Fimg%2Fmtr%2Fmtr-34.jpg&hash=f1be7c6410d8d82fd49465818ad2b7e8d988d69b)
(https://tenere.de/proxy.php?request=http%3A%2F%2Fjohannes-froelich.de%2Fimg%2Fmtr%2Fmtr-35.jpg&hash=6f7dc2aaa75acd1331029f00eb7f62ee6b84a675)
(https://tenere.de/proxy.php?request=http%3A%2F%2Fjohannes-froelich.de%2Fimg%2Fmtr%2Fmtr-36.jpg&hash=4a83ee29235c3d52e7642f823ed812fbb6eacea0)
(https://tenere.de/proxy.php?request=http%3A%2F%2Fjohannes-froelich.de%2Fimg%2Fmtr%2Fmtr-37.jpg&hash=c885ca6ca0926a44bdba6d3445af2069bb6aa4df)
(https://tenere.de/proxy.php?request=http%3A%2F%2Fjohannes-froelich.de%2Fimg%2Fmtr%2Fmtr-38.jpg&hash=b9eecd7cd2ef67ac3c06a2da31c6eb82d6fdda42)
(https://tenere.de/proxy.php?request=http%3A%2F%2Fjohannes-froelich.de%2Fimg%2Fmtr%2Fmtr-39.jpg&hash=a0a371089e6f1e7b9f4b310de471c0c66f56068b)
(https://tenere.de/proxy.php?request=http%3A%2F%2Fjohannes-froelich.de%2Fimg%2Fmtr%2Fmtr-40.jpg&hash=d575b40501e1e4020eae661773103fa6bc76dbda)
Ausgebauter Steuerkettenspanner:
(https://tenere.de/proxy.php?request=http%3A%2F%2Fjohannes-froelich.de%2Fimg%2Fmtr%2Fmtr-4.jpg&hash=3d95444dc9dfdd1aed163eb35fdb0aa7b9b21933)

Zusammenfassung:
- die vertikalen Riefen im Zylinder und Kolben sind auf den Fotos gut zu sehen. ICh habe aber auch mit einer Taschenlampe schräg draufgeleuchtet, damit man sie besser erkennen kann. Sie sind mit blosen Fingern nicht spürbar.
- Die Einlassventile schließen gut, und sind relativ sauber. die Auslassventile lassen Flüssigkeit durch. ausserdem sehen sie furchtbar aus... aber warscheinlich muss das so?
- alles andere sieht erstaunlich gut aus... so vor dem putzen und genaueren checks...

Fragen:
1. Wie bekomme ich am besten die Ölkohle aus dem Zylinderkopf, und von den Ventilen ab?
2. Könnte jemand mal den Kolben und Zylinder einschätzen?
3. Die einsteller für die Ventile sind alle schon sehr weit drin. Ist das ein zeichen für starke Abnutzung, oder sehen die immer so aus?
4. Ich habe clever wie ich bin es ernsthaft geschafft eine Unterlegscheibe ins kurbelwellengehäuse fallen zu lassen. Zum wieder entfernen (ja! ich habe es ernsthaft geschafft^^) musste ich die Kurbelwelle verdrehen. Ist das nun ein Problem mit irgendwelchen Timing sachen? ich habe irgendwo hier im Forum gelesen dass man die Kurbelwelle NIEMALS verdrehen darf, wenn man den Deckel abnimmt... verstanden habe ich das jedoch nicht...
5. Kennt jemand jemanden der am besten in Thüringen sitzt und Zylinder/Kolben durchmessen kann - und das am besten noch für schmalsten Taler;)?
6. Wie vefahre ich nun mit den Ventilen? Sie müssen irgendwie gereinigt werden und dann die Auflageflächen gecheckt werden. Sollten diese Flächen nicht passen, was mache ich dann? Wer kann Ventile einschleifen? oder müssen die dann neu?
7. kann man vom Seuerkettenspanner irgendwie ableiten, wieviel da schon gespannt wurde ergo in welchem zustand die kette ist?

Ich hoffe mir kann jemand ein bischen weiterhelfen ;)

liebe Grüße,

hannes
Titel: Antw:Motor-Revision
Beitrag von: Svoeen am 19. Mai 2017, 21:27:08
Ich kann dir zumindest zu 1. einen Tipp geben:

Wir reinigen versiffte Teile immer zuerst mit Diesel(kann man auch einwirken lassen) und Pinsel und anschließend mit Benzin(um den Diesel auch wieder weg zubekommen) Das ganze natürlich über/in einer Wanne und nichts ins Abwasser gelangen lassen.
Titel: Antw:Motor-Revision
Beitrag von: E.Starter am 19. Mai 2017, 22:59:28
Hallo Hannes,

Na da haste ja einiges geleistet...
Die Riefen in Laufrichtung sehen auf den Bildern für mich nicht kritisch aus. Wenn sie auch nicht fühlbar sind, sind sie kein Problem. Ein guter Anhaltspunkt ist auch wenn man in den Riefen noch den Kreuzschliff sieht. Wie sieht es aus mit den horizontalen Abdrücken im Zylinder, sind das nur Schatten oder sind die auch fühlbar? Der Kolben sieht auch noch Recht gut aus. Ehrlich gesagt glaube ich aufgrund des gut sichtbaren Kreuzschliffes nicht, dass das ganze schon 50000 km gelaufen ist. Ist der Kolben noch Original oder hat er schon ein Übermaß. Das kann man auch mit dem Messschieber messen. Auf den ersten Bildern des Kolbens sieht es so aus, ob der Ölabstreifring in der Nutzung klemmt. Auf dem letzten Bild sieht er frei aus. War er frei oder hat er geklemmt?
Hast Du vor Demontage die Kompression gemessen?
Die Ölkohle kannst Du mit einem harten Holzstück abkratzen, den Feinschliff würde ich mit einer Kupferdrahtbürste machen. Aber nicht direkt auf den Ventilsitz Flächen oder den Dichtflächen rumscheuern.
Bei den Auslassventilsitzen bin ich mir nicht sicher ob da Einschleifen noch ausreicht oder ob diese neu gefräst werden müssen. Da könntest Du mal den Motoreninstandsetzer fragen. Hier in Hannover gibt's einen guten aber in Thüringen kenne ich mich nicht aus.
Wenn die Ventile/Sitze verschleissen wandern die Ventile weiter im Kopf nach oben also vom Kolben weg. Also wird das Ventilspiel kleiner und die Schrauben müssen weiter rausgedreht werden.
Hast Du ein Schrauberbuch? Da steht doch bestimmt die Verschleissgrenze der Steuerkette drin.
Wie sehen die Schaftdis und das Pleuellagerspiel oben und das Höhenspiel unten aus?

Viele Grüße

Hauke

Viele Grüße

Hauke
Das durchdrehen des Motors soll
Titel: Antw:Motor-Revision
Beitrag von: E.Starter am 19. Mai 2017, 23:58:26
Korrektur: ich meinte ne Messingdrahtbürste.
Das Durchdrehen des Motors sollte kein Problem sein, solange man die Steuerkette nicht verklemmt.

Viele Grüße

Hauke
Titel: Antw:Motor-Revision
Beitrag von: hannesf am 20. Mai 2017, 16:20:08
So ich hab mich mal ans putzen gemacht.
Den Zylinder hab ich mit Diesel und nem Küchenschwamm gereinigt:
(https://tenere.de/proxy.php?request=http%3A%2F%2Fjohannes-froelich.de%2Fimg%2Fmtr2%2Fmtr2-12.jpg&hash=b5ac8a2cee09c9fa85db178374c96d9a8a6c1b3a)
(https://tenere.de/proxy.php?request=http%3A%2F%2Fjohannes-froelich.de%2Fimg%2Fmtr2%2Fmtr2-13.jpg&hash=c6378df75b0e53586ad0fa43b94abb790b39b6a1)
(https://tenere.de/proxy.php?request=http%3A%2F%2Fjohannes-froelich.de%2Fimg%2Fmtr2%2Fmtr2-14.jpg&hash=aa9ccbca47e1c75cb2a4ac12a14a838a08b513a0)
(https://tenere.de/proxy.php?request=http%3A%2F%2Fjohannes-froelich.de%2Fimg%2Fmtr2%2Fmtr2-15.jpg&hash=650f37f2cce1a3a7d55593f44dfa4e9f853a9173)
Er ist 100mm im Durchmesser (Messschieber)
Als nächstes habe ich die Ventile und deren Auflageflächen geputzt
(https://tenere.de/proxy.php?request=http%3A%2F%2Fjohannes-froelich.de%2Fimg%2Fmtr2%2Fmtr2-3.jpg&hash=676025fcc9892943ee39960fac460f0d743f112f)


nach dem putzen habe ich mir Ventileinschleifpaste gekauft und mich daran gemacht die Ventile neu einzuschleifen. Die Einlassventile sitzen nun satt.
Leider sitzen die auslassventile im vgl zu den einlassventilen wesentlich schlechter. Grund sind die Flächen selbst. sie sind nicht glatt sondern haben leichte riefen:
(https://tenere.de/proxy.php?request=http%3A%2F%2Fjohannes-froelich.de%2Fimg%2Fmtr2%2Fmtr2-17.jpg&hash=f03cad0f81b1960da0997b1d92b4c64be36b1030)
(https://tenere.de/proxy.php?request=http%3A%2F%2Fjohannes-froelich.de%2Fimg%2Fmtr2%2Fmtr2-18.jpg&hash=d4250dfaafb5f585969915ce6e5f42355f1455d7)

Die Auflageflächen im Zylinderkopf sehen so aus:
(https://tenere.de/proxy.php?request=http%3A%2F%2Fjohannes-froelich.de%2Fimg%2Fmtr2%2Fmtr2-9.jpg&hash=1d277034b4de7c6c3d23c1ca852a8e46878dd0b7)
(https://tenere.de/proxy.php?request=http%3A%2F%2Fjohannes-froelich.de%2Fimg%2Fmtr2%2Fmtr2-10.jpg&hash=1d581d053e0efdedb022e442f01475ff51acab4e)
(https://tenere.de/proxy.php?request=http%3A%2F%2Fjohannes-froelich.de%2Fimg%2Fmtr2%2Fmtr2-11.jpg&hash=f56bb7cf9ac960067a77b218db9eac6b5eccae05)
(https://tenere.de/proxy.php?request=http%3A%2F%2Fjohannes-froelich.de%2Fimg%2Fmtr2%2Fmtr2-2.jpg&hash=35f047ddfd2e598d5e38144503c8fb2afd1c156c)

Das einschleifen habe ich per Hand gemacht: 1. Grobe paste auf das jeweilige ventil, und dann ~10 minuten gedreht, dann nochmal die gleiche zeit mit feiner paste.

Wie gehe ich nun mit den beiden Auslassventilen um? Ignorieren und sagen dass es eben ein altes Moped ist? oder 2 neue Ventile kaufen? - dann muss ich aber jemanden die Sitze neu fräsen lassen und daür habe ich glaube ich kein Geld :/

Zum Ölabstreifring: Sie sitzen definitiv etwas fester als die Oberen beiden Ringe. trotzdem bewegen sie sich gut - ich glaube das war auch so als ich sie ausgebaut habe.

Zum verschleiss der Ventile und den Einstellschrauben: müsste es nicht genau andersherum sein? sie wandern weiter in den Kopf und werden dann umgelenkt. also müssen die schrauben weiter rein um das zu kompensieren (?).

Am liebsten würde ich darüber mal mit jemandem Sprechen der sowas schonmal gemacht hat^^ nur leider gibt es scheinbar sojemanden nicht in meiner Umgebung.

Also entweder baue ich einfach alles wieder zusammen mit neuen kolbenringen, dichtungen und ventilschaftdichtungen, oder ich lasse die Auslassventile neu machen. puhhh. Was mache ich nur?

Gruß,

hannes
Titel: Antw:Motor-Revision
Beitrag von: hannesf am 20. Mai 2017, 16:57:52
Nachtrag:
nochmal 2 Details von den beiden Auslassventilen und Sitzen:
Sitz links
(https://tenere.de/proxy.php?request=http%3A%2F%2Fjohannes-froelich.de%2Fimg%2Fmtr2%2Fmtr2-19.png&hash=5c3ec20fab8d0b44cf1721e07857a2fa563c3949)
Sitz rechts
(https://tenere.de/proxy.php?request=http%3A%2F%2Fjohannes-froelich.de%2Fimg%2Fmtr2%2Fmtr2-20.png&hash=79577b9c8abf62fbc1160ead179476e94d83f377)
Vent. links
(https://tenere.de/proxy.php?request=http%3A%2F%2Fjohannes-froelich.de%2Fimg%2Fmtr2%2Fmtr2-21.png&hash=b5e18495ef9a1654a7025217e45bef0fa0be5fab)
Vent rechts
(https://tenere.de/proxy.php?request=http%3A%2F%2Fjohannes-froelich.de%2Fimg%2Fmtr2%2Fmtr2-22.png&hash=8d29b83a6cc32a04a10ed1d53b8a77a71c155c82)
Titel: Antw:Motor-Revision
Beitrag von: Mick am 20. Mai 2017, 18:42:16
Hatte auch schon mal erhöhten Ölverbrauch (bei 60TKm). Habe die Kolbenringe und Ölabstreifring neu gemacht, dann wars gut. Habe das Mopped mit 120TKm verkauft und der Ölverbrauch war noch OK.
Titel: Antw:Motor-Revision
Beitrag von: E.Starter am 20. Mai 2017, 20:31:51
Hallo Hannes,

Ich finde die Sitze im Kopf sehen gar nicht so schlecht aus. Hast Du ein Haarlineal mit dem Du mal über die Sitzfläche peilen kannst wie uneben die Sitzflächen sind?
Mir hat hier in Hannover Mal der Motoreninstandsetzer​ die Sitze gefräst und sogar die Ventilteller überdreht und das ganze für 25 Euro pro Ventil. Ist aber schon 15 Jahre her und läuft immer noch... Bei Kedo kostet ein Auslassventil 19,50 und das Sitzfräsen 25,- pro Ventil. Wie sieht es denn mit dem Spiel der Ventile in der Führung aus?

Das Auslassventil gibt 2/3 seiner Wärme über den Ventilteller ab, das heißt man sollte schon eine ordentliche Auflagefläche haben, um eine vernünftige Wärmeübertragung​ zu haben. Sonst kann das Ventil verbrennen und im schlimmsten Fall reisst das Ventil ab... Mal ganz abgesehen von mangelnder Kompression. Auch das nötige Drehen des Ventils im Sitz während des Betriebs hängt von einer vernünftigen Auflagefläche ab.

Ich tue mich leider schwer Dir von hier aus zu raten, die Auslassventile wieder einzubauen. Es kann funktionieren, es kann aber auch schief gehen.

Vielleicht kann sich ja nochmal ein XTZ 660 Spezialist dazu äußern.

Die Ventileinstellschrauben sitzen doch direkt auf den Ventilen. Wenn das Ventil weiter im Kopf nach oben wandert wird das Spiel zwischen Ventil und Schraube kleiner und die Schraube muss weiter rausgedreht werden um das Spiel wieder auszugleichen.
Wie sehen denn die Flächen auf dem Schaftende und der Einstellschraube aus.

Bist Du sicher, das der Kolben 100 mm hat oder hat er vielleicht 100,50 mm (1. Übermaß)? Mich macht die 50 auf dem Kolben stutzig.

Viele Grüße

Hauke


Titel: Antw:Motor-Revision
Beitrag von: hannesf am 20. Mai 2017, 21:11:25
Hey,

danke für die Antworten!
ja, die beiden Auslassventile sind eher Schrott. leider. aber nunja so ist es nunmal ^^. Ich habe die beiden nun im warenkorb bei Kedo. die frage ist nun: die Auflageflächen im Kopf sehen ja (nun) gut aus. nur die Ventile sind furchtbar. Macht es sinn 2 neue Ventile zu kaufen und sie ganz entspannt einzuschleifen oder kommt man um das fräsen nicht umher, wenn man neue Ventile einsetzt?
Zum Spiel: es ist spiel da. allerdings bei allen ventilen mehr oder weniger gleich. es ist wirklich minimal. spürbar, aber gering. keine ahnung, wie man das ausdrückt ohne subjektiv zu sein^^.

Was den Kolben angeht weis ich auch nicth so recht (ich hab auch nur einen uralten Messschieber hier... ...also nicht lachen^^): Über dem obersten Kolbenring gemessen ist er eher sogar ein Stückchen kleiner als 100mm:
(https://tenere.de/proxy.php?request=http%3A%2F%2Fjohannes-froelich.de%2Fimg%2Fmtr2%2Fmtr2-23.png&hash=fa3d408d803207a590271ef9d7c0905d00c0af2b)

Bedeutet das was? (ich hab mir die 50 so zusammengereimt, dass da wohl der radius stehen muss... was soll es sonst sein?)
das müsste man natürlich wissen, bevor man neue Ringe bestellt...

Ansonsten sind jetzt :
Zylinderkopfdichtung
Zylinderfußdichtung
5x ventilschaftdichtung
2x auslassventil
1x Kolbenringe set

im Warenkorb... hab ich was vergessen?

Gruß

EDIT: ich war nochmal fix in der garage und hab den zylinder gemessen:
oben 100,4mm, unten eher 100,5mm
kolben oben: 100,2mm kolbenhemd unten: 100,8
d.h. meine messungen sind schrott^^ oder einfach ohne messschraube nicht möglic :-\h - jedenfalls für den zylinder. aber sicher ein anhaltspunkt für eine aussage ob übermaß oder nicht...(?)
Titel: Antw:Motor-Revision
Beitrag von: hannesf am 20. Mai 2017, 21:51:14
Na vllt sieht ja jemand anderes etwas bei den messungen.. ich gebe zu es ist nicht so einfach abzulesen^^
zylinder oben längs:
(https://tenere.de/proxy.php?request=http%3A%2F%2Fjohannes-froelich.de%2Fimg%2Fmtr2%2Fklb-1.jpg&hash=6b655c01eb058d8851edf08b382f33135aaff33b)
zylinder oben quer:
(https://tenere.de/proxy.php?request=http%3A%2F%2Fjohannes-froelich.de%2Fimg%2Fmtr2%2Fklb-2.jpg&hash=9e1dc93cd6bc764978222820ddea17b24449383e)
zylinder unten längs:
(https://tenere.de/proxy.php?request=http%3A%2F%2Fjohannes-froelich.de%2Fimg%2Fmtr2%2Fklb-3.jpg&hash=14032983b1e4d3387e5a23b116ffa66b6b6c26a9)
zylinder unten quer:
(https://tenere.de/proxy.php?request=http%3A%2F%2Fjohannes-froelich.de%2Fimg%2Fmtr2%2Fklb-4.jpg&hash=c150284286e7d6974453894629d4c049d2e143da)
kolben oben quer:
(https://tenere.de/proxy.php?request=http%3A%2F%2Fjohannes-froelich.de%2Fimg%2Fmtr2%2Fklb-5.jpg&hash=27871c3ab4cac467a8504ef800b55f5eb17feda0)
kolben oben längs:
(https://tenere.de/proxy.php?request=http%3A%2F%2Fjohannes-froelich.de%2Fimg%2Fmtr2%2Fklb-6.jpg&hash=140479718926cea974c7a78899b3f800b5f86977)
kolbenhemd unten quer:
(https://tenere.de/proxy.php?request=http%3A%2F%2Fjohannes-froelich.de%2Fimg%2Fmtr2%2Fklb-8.jpg&hash=302913106f7a99e15f29fd8d7781a3f63db30708)

Hab grad bei ebay das hier gefunden:
http://www.ebay.at/itm/Yamaha-XTZ-660-Tenere-1994-3YF-Motor-Kolben-/232309950193?hash=item3616c086f1:g:jesAAOSwSypY-xrs
da ist auf jeden fall keine 50 drauf - und es wird als originalkolben angeboten. hmmm wer weis was?
Jedenfalls würde das den noch vorhandenen Kreuzschliff und relativ guten Zustand erklären - es scheint mir auch unwarscheinlich dass die ksite schon 60000km gelaufen sein soll...
Gruß
Titel: Antw:Motor-Revision
Beitrag von: E.Starter am 20. Mai 2017, 22:21:53
Hallo Hannes,

Das mit dem Einschleifen kannst Du probieren, Du musst nur darauf achten, das der Sitz nicht zu breit wird... . Wenn Du dann auf dem Ventil ein vernünftiges Tragbild hast und Du wenn Du das Ventil mit Schwung in den Sitz schubst ein sattes metallisches Klacken mit leichtem Nachhall hörst, dann sollte es gut sein. Wenn das Ventil nicht gut sitzt ist das Geräusch eher dumpf. Ich würde aber trotzdem Mal beim Motoreninstandsetzer nachfragen, was da das Fräsen kostet, ist ja vielleicht gar nicht so teuer... Ich hab gesehen in Sachsenhausen ist Auto Ribbe. Die bieten das an.
Deinem Messschieber würde ich nicht unbedingt vertrauen... Aber mit einem vernünftigen Messschieber kann man auf 1/10 oder sogar 5/100 mm genau messen. Am besten auf Höhe des Kolbenbolzens 3 Mal messen und den Mittelwert bilden. Ich tippe aber auf erstes Übermaß.
Aber wenn Du es genau wissen willst kann der Instandsetzer das auch ausmessen. Für den Zylinder braucht man Messgeräte, die relativ teuer sind.
Tatsächlich glaube ich, wenn das Kolbenspiel bei der letzten Instandsetzung richtig war, wird es jetzt auch noch passen, weil Kolben und Zylinder noch recht gut aussehen...

Viele Grüße

Hauke

Titel: Antw:Motor-Revision
Beitrag von: hannesf am 20. Mai 2017, 22:48:04
Ja,

so werd ichs machen: montag geh ich zum nächsten mopedladen der mir nen motormenschen empfehlen kann um rauszubekommen wie teuer das mit den ventilen ist und welcher kolben da verbaut ist...
und dann bestell ich das ganze grümpel bei kedo und leer ist das konto^^

Apropos Sound - hier ein kleines Video von dem schlechtesten auslassventil und einem einlassventil:
https://youtu.be/kd1u6I1U-MI

gruß
Titel: Antw:Motor-Revision
Beitrag von: E.Starter am 24. Mai 2017, 14:02:15
Hallo Hannes,
Hörprobe über YouTube ist schwierig. Ob die Winkel noch passen, sieht man bei den neuen Ventilen aber nur nach dem Einschleifen. Wenn Du dann alles wieder zusammen baust, musst Du penibel darauf achten, das keine Schleifpaste zwischen Ventil und Führung gelangt ist, ansonsten frisst das Ventil in der Führung.

Viele Grüße

Hauke
Titel: Antw:Motor-Revision
Beitrag von: RomanL am 24. Mai 2017, 15:07:34
Nee Hannes, so kann man Zylinder und Kolben nicht messen.  :o Es gibt für jeden Zylinder und für jeden Kolben spezifische Messtellen, wo man die Verschleißmaße abnimmt - und zwar mit einem Innenmesstaster bzw. einer geeigneten Messchraube auf 1/100mm genau.
Üblicherweise mißt man im Zylinder etwa 20mm unterhalb des oberen Endes, etwa auf Hubmitte und dann noch mal 20mm vom unteren Umkehrpunkt. Das sind die Stellen, die am meisten und am wenigsten verschleißen. Man erkennt das aber auch schon ganz gut am Honbild bzw. im Streiflicht, was bei übermäßigem Verschleiß nicht mehr blitzeblank weggeschliffen ist, sondern meist schon spürbar rauh bzw. matt hellgrau verschliffen. Bei Dir ist da sogar noch alles richtig fit. Die "Kratzer" sind völlig normal und stammen von der Kohle am Zylinderkopf.

Der Kolben hingegen wird am Hemd etwas unterhalb des Ölabstreifringes gemessen. Oben am Boden ist er eh kleiner und unten am Hemdauslauf auch. Das braucht man, um im Umkehrpunkt keinen Klemmer zu kriegen.

Was man als Laie und ohne temperierte Messumgebung machen kann (ja, selbige hat einen üblen Einfluss, wie ich selbst beim Nachmessen eines neu beschichteten Zylinders im vergangenen Jahr erfahren mußte - trotz sehr hochwertigem Into und viel Erfahrung beim Motorenüberholen), ist, daß man den Kolben ohne Kolbenringe in den Zylinder setzt und ihn jeweils um 90° darin verdreht. Sitzt er ein Mal richtig gut und klapperfrei und ein mal nicht, dann hat man wohl schon etwas Ovalität. Aber selbst das stört bei der 660er so gut wie gar nicht.
Weiterhin testet man die Kolbenringe auch im Zylinder auf Verschleiß - also reinsetzen und Spalt mit Spion messen!

Der Kolben selbst ist ein Original, und er sieht absolut perfekt aus. Die 50 hat nix mit der (Über)Größe zu tun, das ist ein Gusstempel. Da brauchst Du definitiv keinen neuen! Auch der Zylinder ist perfekt und braucht maximal einen leichten Abzug an der Umkehrkante. Ansonsten sieht man selten sooo gute Exemplare!

Die Ventile müssen auch ganz leicht in den Führungen klappern - Verschleißmaße dazu siehe Handbuch! gemessen wird mit Messuhr und Planplatte. Läppt man die zu eng ein, dann klemmen gern mal die Auslassventile beim Warmfahren. geradheit der ventile misst man mit einer messuhr und einem Präzisionsspindelbock - bringt sonst nix... Also für Otto-Normalverbraucher eher ein Fall, wo man doch mal den fachmann aufsuchen muß. Als geübter laie kann man Ventile auch grob auf ner Glasplatte auskullern. Aber wie gesagt, da braucht's schon ein wenig Übung, eh man dort Spreu und Weizen sicher scheiden kann. Besser ist vom Fachmann messen lassen.  ;)

So rein prinzipiell sehe ich kenen Grund auf den Bildern, dort großartig irgendwelche Teile zu tauschen. Die Ventile läßt man beim Kopfüberholer mal nachziehen, dann sind die auch wieder richtig dicht.

Was den Ölverlust erzeugt haben kann, sind vergammelte Ventilabdichtungen (kann schon beim Vorbesitzer ewig her gewesen sein und dann eventuell nur halbherzig selbst gemacht?). Für mich sieht das Bild der Auslassventile danach aus, daß er Öl von oben in den Abgasbereich drückt und es dort verkokt. Wenn es auch beim Einlass Öllecks gibt, dann wundert auch die Ölkohle im Brennraum nicht. Dann noch etwas fett gefahren, schon schließen die Ventile nicht mehr richtig und es geht noch fixer mit dem Tod der Schaftabdichtungen.

Was ich tun würde, wäre:

- Kopf zum Instandsetzer - Sitze nachziehen, einschleifen lassen, ggfs. neue Ventilschaftführungen
- neue Schaftdichtungen setzen
- neue Kolbenringe (vor allem den Ölabstreifring ersetzen!) und darauf achten, daß sie richtig rum eingesetzt werden!!!
- alle Dichtungen neu (vor allem auch die, wo Öl schleichend rausgedrückt wird - z.B. an Schraubanschlüssen, Schaltwelle, Ritzelwelle...

Danach dürfte Dein Ölverlustproblem weg sein - und zwar nur 1/3 so teuer wie mit Neuteilen aus zweifelhafter Quelle... Für mich sieht das eindeutig nicht nach einem Kolben-Zylinder-Verschleißproblem aus, aber so auf die Ferne ist das eh alles Glaskugelraten. Ohne Messen erfährt man da nix Brauchbares...

Du wärst nicht der Erste, der sich einen eigentlich gut laufenden Motor mit einer Vorsorgereparatur und einem neuen Kolben runiert hat. Besser als Original gibt s so gut wie nicht mehr.  8)

Gruß
Roman


PS: Es gibt noch einen einfachen Test bezüglich Zylinderverschleiß, den Du zu hause machen kannst: Ringe auf den Kolben, Kolben in Zylinder einsetzen, etwa 10mm runterschieben, Öl einfüllen, 1-2h warten, schauen, wieviel mm Öl weggelaufen sind zwischen Kolben und Zylinder. Dafür nimmt man popeliges 15W40 Baumarktöl und dann zeigt sich schnell, ob dort schon Luft zum Durchspringen ist oder alles noch wie es soll. Im Normalfall laufen da nur 2-3 Spuren unten runter und zwar genau da, wo der Ölabstreifring offen ist. Bei guten Motoren steht das Öl eine ganze Nacht ohne spürbaren Ablauf, bei verschlissenem Zyinder ist die Füllung nach wenigen Minuten auf dem Tisch verteilt  :-X
Aber selbst solche grenzwertigen Motoren laufen noch und fressen kaum Öl im Betrieb. Ölverlust über den Brennraum geht fast immer von oben über die Ventile oder ansonsten fast immer über undichte Gehäuseecken/Simmeringe...
Titel: Antw:Motor-Revision
Beitrag von: hannesf am 24. Mai 2017, 15:53:35
Hey, danke für die ausführliche Antwort!
Ich habe es jetzt genau so gemacht. Der Kopf, Kolben, Zylinder und die Beschrifteten Ventile sind jetzt zu einem Motorinstandsetzer gegangen - der mir vorher in etwa genau das gleiche anhand der Bilder gesagt hat.
Ich habe ihn gebeten alles zu messen und die Ventile in Ordnung zu bringen sowie neue Ventilschaftdichtungen und wenn nötig die FÜhrungen zu machen. Kolben und Zylinder sehen auch nach seiner Aussage noch gut aus und werden höchstwarscheinlich nicht getauscht - bis eben auf die Ringe. Ich werde Berichten, sobald ich Nachricht von ihm habe!
PS.: kann ich hier Namen vom Instandsetzer nennen?
Grüße
Titel: Antw:Motor-Revision
Beitrag von: hannesf am 24. Mai 2017, 16:42:01
Zitat von: hannesf am 24. Mai 2017, 15:53:35
Hey, danke für die ausführliche Antwort!
Ich habe es jetzt genau so gemacht. Der Kopf, Kolben, Zylinder und die Beschrifteten Ventile sind jetzt zu einem Motorinstandsetzer gegangen - der mir vorher in etwa genau das gleiche anhand der Bilder gesagt hat.
Ich habe ihn gebeten alles zu messen und die Ventile in Ordnung zu bringen sowie neue Ventilschaftdichtungen und wenn nötig die FÜhrungen zu machen. Kolben und Zylinder sehen auch nach seiner Aussage noch gut aus und werden höchstwarscheinlich nicht getauscht - bis eben auf die Ringe. Ich werde Berichten, sobald ich Nachricht von ihm habe!
PS.: kann ich hier Namen vom Instandsetzer nennen - ich habe nachdem ich das Gerümpel losgeschickt habe viele schlechte Bewertungen im netz gefunden.... mist!
Naja ich hoffe dass es auch ein schlechter Motorinstandsetzer schafft 2 Ventile neu einzupassen...
Grüße
Titel: Antw:Motor-Revision
Beitrag von: RomanL am 13. Juni 2017, 15:59:38
Ja, Namen darf man nennen. Aber ich wäre immer vorsichtig mit Einschätzungen zu der gemachten Arbeit. Nicht jeder Instandsetzer hat immer nur gute Tage, und auch ich bin schon zu meinem Lieblingsaufbereiter mit klemmenden Ventilen zurückgetigert. Kommt vor, und im Falle einer vernünftigen Firmenpolitik, wird sowas auch schnell behoben - kostenfrei versteht sich.

So findet man z.B. über eine halb-englische Firma, die Nicasil-Beschichtungen aufzieht, in den Foren höchst unterschiedlcihe Meinungen. Ich persönlich habe dort inzwischen 4 Motoren aufbereiten lassen und kann nur sagen, daß ich von der Abwicklung UND der Kommunikation in einem Zweifelsfall sehr angetan war. Es wurde prompt reagiert und sich selbst hat man ebenso in Frage gestellt wie meine Messgenauigkeiten. Und siehe da, am Ende lag's bei mir...

Warte mal ab, bis der Motor wieder da ist, dann kann man schauen.

Gruß
Roman



PS: Ich bevorzuge bei solchen Arbeiten grundsätzlich besuchbare Werkstätten, wo der Auftrag per Handschlag ausgelöst wird. Handwerkerehre und ein persönliches Kennen des Kunden ist ein wesentlicher Qualitätsfaktor!
Titel: Antw:Motor-Revision
Beitrag von: hannesf am 16. Juni 2017, 17:18:41
Soooooo, heute kamen 2 Pakete - vom Motorenmann und von Kedo!
Die Motorteile sehen gut aus. Ich muss allerdings sagen, dass die Kommunikation eine Katastrophe war.
1. Wurde mir kein kostenvoranschlag gemacht
2. wurden nicht nur 2 Ventile neu eingeschliffen sondern ohne meinen Auftrag zylinder gehont, neue kolbenringe verbaut, alle 5 ventilsitze neu gemacht + eingeschliffen, ventilschaftdichtungen, Zylinderkopf geplant und das Zündkerzengewinde neu gemacht.
Auch wenn die Arbeit augenscheinlich ganz gut scheint (siehe bilder), ist es eine Frechheit den 5 Fachen preis dafür zu verlagen, ohne dass man den auftrag dafür erhält. Naja. Hätte ich mal ein bisschen recherchiert wäre der motor da nicht hingegangen, im internet gibt es zig beiträge genau über den typen - hätte ich mal vorher geschaut... (er wird in anderen Foren liebevoll dreibuchstabenmann genannt....)
Kostenpunkt für die Arbeiten am Motor waren jeztt nicht 50€ wie telefonisch besprochen, sondern 300€ (?!?!?). ärgerlich. Da aber nur per Vorkasse zu Zahlen war und mir am anderen Ende der Telefonleitung schlichtweg ins Gesicht behauptet wurde ich hätte telefonisch dem Chef den Auftrag zu den genannten kosten erteilt blieb mir dann nur der rechtsweg oder eben bezahlen. und da ich nunmal lust auf moped fahren habe und nicht auf streiten... ists eben wie es ist.

von Kedo kamen dann noch Zylinderkopf/Fußdichtung, Krümmerdichtung, neue clips für den bolzen und noch ein bischen anderes klimbim.

Bevor ich nun alles wieder zusammenbaue habe ich ein paar Fragen und würde mich freuen, wenn mir da jemand einen Tipp geben könnte:

- wie bekomme ich den Zylinder ohne die Kolbenringe zu beschädigen sauber über den Kolben? Ich hab sorge, dass ich die Kolbenringe beim versuch sie in den Zylinder zu stecken beschädigen könnte... gibts einen Trick?
- Verwendet man zusätzlich zu den Zylinderfuß/kopfdichtungen noch dichtmasse?
- Sollte der Zusammenbau (und davon gehe ich aus...) klappen, muss ich den Motor "einfahren"? ich meine die Kolbenringe sind ja neu...
- Gibt es sonst irgendwelche Dinge dich ich (abseits vom Service manual) beachten sollte beim zusammenbau?

Danke schonmal!!

Gruß
Titel: Antw:Motor-Revision
Beitrag von: hannesf am 16. Juni 2017, 22:52:19
Na, ich hab mal einfach angefangen... schritt für schritt nach dem Service-Manual. Eigentlich garnicht schwer, nur für die aktion den Kolben in den Zylinder zu bekommen braucht man glaube ich zwingend noch 2 Hände - und auch dann ist es ziemliches gefrickel.... aber es hat geklappt.
die 2. Hürde sind die Clips am Kolbenbolzen.... ich frage mich ob es da einen Trick oder ein bestimmtes Werkzeug gibt.

Gruß
Titel: Antw:Motor-Revision
Beitrag von: hannesf am 18. Juni 2017, 17:10:44
Uuuuund Fertig! 10h Schrauben gestern und heut ganz entspannte 200km gefahren und ich bin glücklich und ein bischen stolz, dass die kiste Fährt! ;) und wie!
2 Sachen sind mir aufgefallen... das leichte klappern von vor der aktion ist weg. Ich denke es waren die kolbenringe (?) und 2. das standgas war auf einmal viel zu hoch eingestellt. ansonsten... alles paletti!

Gruß und vielen Dank für die viele Hilfe hier!!!!
Anbei noch ein Foto vom nächsten Projekt ;)

(https://tenere.de/proxy.php?request=http%3A%2F%2Fjohannes-froelich.de%2Fimg%2Fmt%2Fm-2.jpg&hash=10ce3cee000bccf13fc8b866d2ac71bdc59d3b65)
(https://tenere.de/proxy.php?request=http%3A%2F%2Fjohannes-froelich.de%2Fimg%2Fmt%2Fm-3.jpg&hash=912a28218750ac8991ba32e79afb5ec926dfe629)
(https://tenere.de/proxy.php?request=http%3A%2F%2Fjohannes-froelich.de%2Fimg%2Fmt%2Fm-5.jpg&hash=3b1f5d5ae480856fc3dc6a7590037fe6b9877d38)
(https://tenere.de/proxy.php?request=http%3A%2F%2Fjohannes-froelich.de%2Fimg%2Fmt%2Fm-6.jpg&hash=0bd9e4027d69b0b67f05d99038be1e368330d2c9)


und hier das nächste Projekt ;)
(https://tenere.de/proxy.php?request=http%3A%2F%2Fjohannes-froelich.de%2Fimg%2Fmt%2Fm-7.jpg&hash=1049df3a4f741e4b536125d9f37940d5623e2a1a)
(https://tenere.de/proxy.php?request=http%3A%2F%2Fjohannes-froelich.de%2Fimg%2Fmt%2Fm-8.jpg&hash=285ebe5d92c5c379620955373c92ec9852861c1b)


Grüße!
Titel: Antw:Motor-Revision
Beitrag von: RomanL am 19. Juni 2017, 10:17:48
Glückwunsch!

Einfahren sollte man sie schon - in etwa so, wie im Handbuch angegeben für eine neue Maschine. Wichtig auch, daß man alsbald mal das Öl wechselt. Die ersten 500km lagert sich jede Menge Abrieb und Dreck im Öl ab, und damit fährt man sich die Zylinder ganz schnell blank. Deshalb nach 350-500km einfach Öl raus und neues rein - inkl. Filter bitte!

Mal abgesehen von eigenmächtiger Auftragserweiterung, ist der Preis für besagte Arbeiten ok. So hast Du jetzt ne frische Maschine und die nächsten 60Tkm keinen Ärger mehr  /-/Der Frust vergeht schnell...

Gruß
Roman



PS: Eine kleine Kritik hätte ich - zu viel Dichtmasse! Dirko rot an sich ist ne feine Sache, aber man sollte sie "so dünn als möglich" auftragen und dann nach dem Aufsetzen, Ausrichten und Anhärten erst nach gut 2h den Deckel festziehen. Ein Austreten so dicker Würste deutet darauf hin, daß es frisch angezogen wurde und innen nicht viel besser aussieht. Das Zeug löst sich mit der Zeit und landet irgendwann im Kurbelgehäuse und im Ölsieb - nix gut!!! Die dicken Aufstriche lecken auch ganz fix wieder. Da ist es wirklich besser, mit möglichst dünnen Schichten zu arbeiten. Sonst alles paletti.
Wenn es meine Maschine wäre, würde ich den Deckel alsbald noch mal abnehmen und neu aufsetzen...mit weniger Dichtmasse.
Titel: Antw:Motor-Revision
Beitrag von: hannesf am 19. Juni 2017, 11:05:09
Hi, vielen Dank für die Antwort! Ja das mit der dichtmasse habe ich mir schon gedacht. Das war alles nicht ganz einfach den zylinderkopf mit einer hand zu halten, und mit der anderen die Masse auftragen. und dabei noch so dünn wie möglich... uff. Ich hab mich dann entschieden, die masse aufzutragen und von innen so wit wie möglich mit dem finger wieder abzuwischen, sodass alles überstehende nach aussen wandert. Desswegen auch aussen so große würste. Auch wenn ich durch den deckel (die löcher für die ventileinstellung) nicht viel sehe, sind innen die würste nicht sichtbar.
Trotzdem habe ich mir auch sorgen um
das sieb gemacht und würde es mal anschauen.
Weiterhin: auch wenn es eine andere Frage ist, wo befindet sich das Ölrücklaufventil? ich habe herausgefunden dass es zwischen ökpjmpenund steigleitung ist, aber - wo
finde ich die ölpumpe? (ja das mag komisch klingen nach der motoraktion, aber in den zeichnungen die ich habe sehe ich nur den limadeckel, keine ölpumpe! und wenn ich dann die ölpumpe gefunden habe, welche idt die steigleitung?
Gruß
Titel: Antw:Motor-Revision
Beitrag von: freddy_walker am 19. Juni 2017, 13:10:34
Ich denke, auch bei der XTZ660 sitzt die Ölpumpe hinter/unter der Kupplung.
Titel: Antw:Motor-Revision
Beitrag von: RomanL am 19. Juni 2017, 13:28:36
Das Ventil kann man über die Öffnungen des Ölfiltergehäuses spülen. Beim nächsten Ölwechsel einfach dort mal -mit ein wenig Druck- Spüldiesel oder Benzin durchdrücken... Ist einfacher als das komplette Ausbauen der Pumpe rechts unten drin im Motor.

Dichtmasse betrachten wir dann mal nur als optischen Makel  /beer/ paßt aber zum Lack, also ok **ggg**

Gruß
Roman
Titel: Antw:Motor-Revision
Beitrag von: hannesf am 19. Juni 2017, 22:54:47
Zitat von: RomanL am 19. Juni 2017, 13:28:36
Das Ventil kann man über die Öffnungen des Ölfiltergehäuses spülen. Beim nächsten Ölwechsel einfach dort mal -mit ein wenig Druck- Spüldiesel oder Benzin durchdrücken... Ist einfacher als das komplette Ausbauen der Pumpe rechts unten drin im Motor.

Dichtmasse betrachten wir dann mal nur als optischen Makel  /beer/ paßt aber zum Lack, also ok **ggg**

Gruß
Roman

Hallo? Was heisst denn passt zum Lack?! was ist denn daran falsch  ;D ... ein bischen Patina kann schon nicht schaden...

Aber zurück zu Thema: was bedeutet denn Druck- Spüldiesel oder Benzin durchdrücken? dann habe ich ja die ganze Jauche im Motor?! Oder verstehe ich das irgendwie falsch?

Gruß und Danke für die Unterstützung!!
Titel: Antw:Motor-Revision
Beitrag von: RomanL am 21. Juni 2017, 13:22:48
Na Dirko rot paßt doch zum weiß-rot-Konzept des Bikes. Meinte ich ehrlich!

Was die Spüljauche angeht: ja, korrekt. Deshalb sprach ich ja vom nächsten Ölwechsel... das Spülen dient auch nur zum Lösen des Ventils und dem Rückspülen des Drecks aus der Pumpe. Der Ölkreislauf selbst bleibt davon ja unbeeindruckt, und das abgelöste Zeug landet sofort im Ölfilter beim nächsten Start. Alles, was auf der Druckseite sitzt, ist eh Feinstabrieb und stört auch nicht, wenn es 1x durch den oberen Kreislauf gepumpt wird. der wahre Dreck ist nur auf der Ansaugseite - und da ist ja beim Ölwechsel eh die Bude offen...

Gruß
Roman
Titel: Antw:Motor-Revision
Beitrag von: hannesf am 30. Juni 2017, 15:45:48
Hey,

ich habe jetzt ganz entspannt eine Tankfüllung leer gefahren und bin mit dem Moped leider nicht 100% zufrieden.
Zwei dinge stören mich massiv:
1. die kiste fährt nicht schneller als 140. Eigentlich stört mich das nciht so unendlich, da ich eh nie wirklich schneller als 110 fahre. Irgendwo hier hatte ich aber mal gelesen, dass das absolut kein gutes Zeichen sei. Wofür oder wogegen habe ich vergessen ;) also: muss mich das interessieren oder fährts moped einfach nunmal nicht schneller?

2. das eigentlich viel gravierendere: Der Spritverbrauch! Nach 240km war schluss mit dem Spass und ich habe 17l verbraucht. das bedeutet 7l auf 100km! Das ist definitiv zu viel - jedenfalls für die entspannte fahrweise der tankfüllung (weil ja ringe neu sind bin ich sehr gemütlich gefahren - bis auf den einen autobahntest)

zu 2.: Was kann ich da tun? Sie läuft wunderbar im standgas, geht im kalten zustand mit choke an und tuckert auf 1500rpm nach ca. einem Kilometer ohne choke. Wenn ich im warmen zustand den choke leicht ziehe, wird sie schneller, wenn ich ihn weiter ziehe holpert es und die kiste geht aus. scheinbar alles korrekt.
2.3 beim Ausbau des Vergasers bin ich blöderweise mit dem anschluss für die Schubanreicherung (Bild Nr. 11) hängengeblieben bin und es angerissen ist. Daraufhin musste ich den Anschluss überbrücken. (Größeren Schlauch über den Anschluss und dann über einen Adapter in den Originalen Schlauch. Das sollte dicht sein. Kann das für den Mehrverbrauch sorgen? (also wenn es leicht undicht wäre?
2.4 Meinem Verständis nach kann der mehrverbrauch eigentlich nur mit dem Vergaser zutun haben, nicht mit den neuen Ventilschaftdichtungen und Kolbenringen. Wo ist erfahrungsgemäß das Problem begraben? Irgendwelche Düsen, ventile oder sonstwas im Vergaser die meistens dafür zuständig sind den Verbrauch nach oben zu treiben?
2.5 Benzinleitungen habe ich alle im Zuge der Motoraktion ersetzt. Zwischen Tank, Pumpe und Vergaser habe ich Benzinschläüche mit 6mm innendurchmesser verbaut. Zu viel?
2.6 gibt es irgendwo eine Standarteinstellung für den Vergaser? Vllt habe ich ja auch nur eine wichtige Einstellung beim Ausbau verändert und nun läuft die Kiste irgendwie anders.... (obwohl ich ausser weniger Vibration in allen umdrehungszahlen keine Änderung zu vor der Motoraktion feststellen kann...)
2.7 ich habe auch im Zuge der Motoraktion bei KEDO ein Vergaserreparaturset bestellt (http://www.kedo.de/produkte/94012.html) da ich eigentlich vor hatte den Vergaser gleich mit zu reinigen, habe es aber nicht gemacht, da ich schichtweg keine lust auf schrauben mehr hatte, sondern viel mehr sehen wollte ob die kiste läuft. und da man so schlecht an den gaser rankommt.... ...naja ist es auf der strecke geblieben. Wenn ich mich nun doch nochmal dem ding widme, was sollte ich noch gleich ersetzten?

PS.: über den Ölverbrauch (dem eigentlichen Grund der Großaktion) kann ich noch nichts sagen, ausser dass es nach 240km sehr voll aussieht ;) hoffentlich bleibt es auch so...


Vielleicht hat ja jemand ein paar Ansätze zu den Fragen!

Liebe Grüße und Gute Fahrt!!!
(https://tenere.de/proxy.php?request=http%3A%2F%2Fwww.660er.de%2FTenere%2FBilder%2Fvergaser_funktion.JPG&hash=0c51f033ef071de245b6225bf1a35e34ad0dec49)
Titel: Antw:Motor-Revision
Beitrag von: tarxuji am 30. Juni 2017, 16:06:40
Wegen der mehrverbrauch würde ich sagen das es bei neu überholten Motoren nornal ist,  nach 1000-2000 km wird das sich normalisieren, aber warum fährst du  vollgas?? Lass es einfahren und dann  Endgeschwindigkeiten prüfen, vorher öl samt Filter wechsel machen.
Den Motor noch nicht belasten  und ruhig an der Sache gehen, alles zuerst beobachten.
... meine Meinung nach.
Gruß Georg
Titel: Antw:Motor-Revision
Beitrag von: hannesf am 08. Juli 2017, 14:13:44
Hey,

ich komme mal nochmal zum eigentlichen Thema zurück ;)
Heute hab ich gesehen, dass der Zylinderkopf nicht dicht zu sein scheint. Das könnte ja auch das Problem mit dem (leichten) Qualm sein - wenn Kühlwasser verbrannt wird (?). da ich alle Schrauben per Drehmomentschlüssel angezogen habe, denke ich dass das eigtnlich in Ordnung sein müsste - wieso ist das nun undicht?!
- Muss Dichtmasse zusätzlich zur Zylinderkopfdichtung verwendet werden?
- Müssen die Schrauben am Zylinderkopf nachgezogen werden nach einigen hundert Kilometern?
- Ich habe im Zylinderkopf keinen Schraubenkleber verwendet. Fehler?
- kann das mit dem Spritverbrauch in Zusammenhang stehen?
- sollte Kühlwasser verbrannt werden, müsste ich das doch an dem kleinen Sichtschlauch vom Reservebehälter sehen können oder? (denn da ist der Füllstand konstant auf Max)

Nach ca. 100km am Stück fahren sieht man am Zylinderkopf, dass auf der Vorderseite das Metall aussen leicht feucht ist, und es fühlt sich eher nach Kühlwasser als nach Öl an.
Alle schrauben nochmal festziehen? Oder alles wieder Runter und neue Dichtungen verbauen und hoffen dass dann alles dicht ist?

Ätzend...
(https://tenere.de/proxy.php?request=http%3A%2F%2Fjohannes-froelich.de%2Fimg%2Fmtr2%2Fz-1.jpg&hash=4ccc2aa24c48e1953b3cc422b1f2499ed9aa4beb)

Gruß und Dank!

Titel: Antw:Motor-Revision
Beitrag von: Cosmo am 08. Juli 2017, 18:20:34
Alte Schule zieht den Kopf nach einbiegen km nach.


T7 lässtgrüssen
Titel: Antw:Motor-Revision
Beitrag von: hannesf am 08. Juli 2017, 20:09:49
Einbiegen = einigen? = tausend;)?
Das bedeutet öl raus, kühlflüssigkeit raus, alles ab, zylinderkopfdeckel runter, festziehen und dann wieder alles drauf+ventile einstellen?
Ufff langsam hab ich nicht mehr so richtig lust drauf....

Gruß
Titel: Antw:Motor-Revision
Beitrag von: Christof am 08. Juli 2017, 20:22:48
Nachziehen bei undichter Kopfdichtung ist auch nicht erfolgversprechend  :o
Titel: Antw:Motor-Revision
Beitrag von: Cosmo am 08. Juli 2017, 20:27:05
Dachte nicht so, sondern früher zogen die Mechaniker Köpfe nach dem Zusammenbau nach bestimmter Vorgabe nach.



T7 lässtgrüssen
Titel: Antw:Motor-Revision
Beitrag von: hannesf am 08. Juli 2017, 21:57:30
hmm und nun?
;)
Titel: Antw:Motor-Revision
Beitrag von: mgc am 08. Juli 2017, 22:31:17
Ich würde noch mal den Rumpf reinigen, schauen wo der Oelaustritt ist, sollte es die ZKD sein, kommst du nicht drumherum den Motor noch einmal zu öffnen, alles andere ist Glaskugeln lesen......

Hast du die ZKS mal vermessen, ob sie noch in der Toleranz liegen, es müssten Dehnschrauben sein, sollten diese mal überdehnt worden sein , verlieren selbige die Wirkung.
Titel: Antw:Motor-Revision
Beitrag von: hannesf am 09. Juli 2017, 00:20:01
Hey, 

der Austritt ist ziemlich genau da, wo die eine kurze Schraube vorn (von unten eingeschraubt) den Kopf hält. Ich bin mir aber nicht sicher ob es sich da um Öl handelt. Eher würde ich sagen, dass es Kühlwasser ist - und das auch nur, wenn der Motor ziemlich heiss ist - und dann wiederum läuft es da nicht raus, sondern wurde eben nun nach 600km schmodderich...

Ganzschön frustrierend. Zu den Toleranzen der Schrauben habe ich nix gefunden. Wie sind die denn?

Gruß
Titel: Antw:Motor-Revision
Beitrag von: hannesf am 09. Juli 2017, 22:26:27
Kurzer Nachtrag:

- ich habe heute nochmal den Motor laufen lassen und ganz akribisch geschaut wo es raussabscht: überal. Umlaufend um die gesamte Zylinderkopfdichtung. Wenig, aber nach 15 minuten sichtbar.
- das dann abgelassene Öl sieht nach Öl aus (wenn auch ziemlich dunkel...)
- Die abgelassene Kühlflüssigleit habe ich in klare Flaschen abgelassen und festgestellt, dass nach ca. 2 Stunden sich eine schicht öl (auf 2l. Flasche ein halber millimeter Öl) abgesetzt hat.

- Darauf hin habe ich den Zylinderkopfdeckel wieder abgeschraubt und die Bolzen entfernt um sie erneut mit +10% Nm und Schraubenkleber wieder zu befestigen.

- Die Bolzen snd 117,1mm lang. Wie lang müssen sie sein?
- Die Zylinderkopfdichtung habe ich trocken verbaut. ist das Richtig?

UND: Was mache ich Jetzt? Hoffen dass alles wieder gut ist? Oder eben eine neue Zylinderkopfdichtrung verbauen? Neue Bolzen Kaufen?
Ich weis grad nicht weiter... in 2 Monaten will ich viele tausend Kilometer fahren und habe wenig lust das mit einem Sabbernden Motor zu machen.

Hat jemand eine Idee was nun zu machen ist?

Gruß und Dank schonmal!!!
Titel: Antw:Motor-Revision
Beitrag von: Christof am 10. Juli 2017, 09:04:55
Bei Deinen Plänen für eine Reise würde ich kein Risiko eingehen und eine neue Dichtig verbauen. Vor dem Einbau prüfen(lassen) ob Kopf und Zylinder plan sind.
ich setzte Kopfdichtungen ohne Dichtmasse ein, höchstens ein wenig eingeölt.
Titel: Antw:Motor-Revision
Beitrag von: hannesf am 10. Juli 2017, 10:24:16
Hi, ja so denke ich auch grad nur kann ich mir nicht vorstellen, dass es bei einem erneuten versuch einfach auf einmal dicht sein soll...
ih frage mich grad ib der fehler vllt bei dem instandsetzer zu suchen ist und die Kopffläche einfach nicht latt genug war.
Die geplante dichtfläche hatte vom fräsen deutlich spürbare "rillen" Muss die fläche komplett eben sein? oder sind diese rillen richtig? Ich kann mir kaum vorstellen, dass die dünne dichtung solche rillen ausgleichen kann....

Gruß
Titel: Antw:Motor-Revision
Beitrag von: mgc am 10. Juli 2017, 11:52:46
noch mal zu den Dehnschrauben, da ich das Modell nicht fahre, solltest Du zur deinem Yamaha Händler deines Vertrauens fahren und die Längen einmal nach messen. Sollten die Schrauben über die Toleranz gehen , würde ich neue nehmen ( 4 Stück liegen bei ca. 100,0 Euro ).

Schraubensicherung haben bei Kopfschrauben nichts zu suchen....
Den ZLK kannst Du auf einer Glasplatte mit Schleifpapier noch einmal plan schleifen.

Neu Kopfdichtung, alles zusammenbauen dann sollte es dicht sein.
Die Schrauben müssen auch nicht noch einmal nachgezogen werden.
Titel: Antw:Motor-Revision
Beitrag von: hannesf am 12. Juli 2017, 13:39:32
Hey,

ich habe gestern ein langes Gespräch mit einem offensichtlich sehr wissenden Mitarbeiter bei Kedo gehabt und erfahren dass die Stehbolzen keine Dehnschrauben sind, also auch nicht ausgetauscht werden müssen. In dem Gespräch ist rausgekommen, dass es eigentlich nur 2 Ursachen haben kann:
1. Ich habe irgendwo Dreck mit in die Dichtung eingebaut
2. Der Motorinstandsetzer hat eben nicht gut gearbeitet

1. Ich kann mir das nicht so recht vorstellen, da die Dichtung umlaufend feucht wird. Wenn irgendwo ein Krümel in der Dichtung liegt, sollte es ja eher an einer Stelle undicht sein.

zu 2. Ich habe mir die Fotos von der gemachten Oberfläche nochmal genau angesehen und festgestellt, dass die Frässpuren (im vergleich zu Internet Fotos von gemachten Zylinderkopfoberflächen) extrem tief scheinen. Geschliffen wurde da definitv nix. Kann das möglicherweise das Problem sein? Es fällt mir jedenfalls schwer zu glauben, dass die Dichtung diese Rillen ausgleichen kann:
(https://tenere.de/proxy.php?request=http%3A%2F%2Fjohannes-froelich.de%2Fimg%2Fmtr2%2Fzk-1.jpg&hash=f5a830677d024165b0e44bb70863d5144ba4bf67)
(https://tenere.de/proxy.php?request=http%3A%2F%2Fjohannes-froelich.de%2Fimg%2Fmtr2%2Fzk-2.jpg&hash=975e6fbd7fcf18e5f4ae456874b0b01ca39b81a9)

Das ganze sieht nach 10 Minuten Standgas (direkt nach dem Zusammenbau) so aus:
(https://tenere.de/proxy.php?request=http%3A%2F%2Fjohannes-froelich.de%2Fimg%2Fmtr2%2Fzk-3.jpg&hash=af48df8beda535eb6d846aafd68899718ae1592a)

Wer hat schonmal einen neu geplanten Zylinderkopf gesehen - ich jedenfalls nicht, desswegen fehlt mir auch die Erfahrung ob das so gut oder eher nicht gut aussieht...?

Mein Plan: Alles morgen wieder zerlegen, Zylinderkopf mit 200er Nasspapier auf einer Glasplatte schleifen und dann mit neuer Dichtung verbauen (Athena Dichtung ist heut angekommen...)

Wenn das nicht klappt verkaufe ich das Moped...  :'(


Kann wer die Fotos einschätzen? Bauchgefühl?
Titel: Antw:Motor-Revision
Beitrag von: mgc am 12. Juli 2017, 21:20:42
Für mich sieht das Schleifbild normal aus  , dass sollte die ZKD hin bekommem . Du kannst ja auf der Glasscheibe noch mal nach schleifen, würde aber 200 und 400 Körnung nehmen. Ich denke aber auch das die verbaute ZKD einen defekt hatte, oder du nicht sauber genug gearbeitet hast, wird schon....drück dir die Daumen. ..
Titel: Antw:Motor-Revision
Beitrag von: RomanL am 14. Juli 2017, 13:26:43
Eine Pappdichtung KANN das hinbekommen, eine Metalldichtung eher nicht. Der Kopf wurde definitiv gefräst (vermutlich vom Bild her ein Umlaufmeißel, was prinzipiell richtig ist), was ein guter Instandsetzer aber nur zum Vorabrichten macht. Grundsätzlich sollte immer mit einer Topfscheibe und mindestens 800er Körnung geschliffen werden, für Metall Dichtungen und bei Köpfen mit Stahleinlage noch feiner. Bei hoch belasteten Motoren poliere ich grundsätzlich alle Sitze der Kopfdichtungen manuell mit 1000er Körnung nach - und zwar immer radial (also senkrecht zur Dichtrichtung).

Hier kann es mehrere Ursachen geben.

1. Die Anzugsmomente stimmten nicht - bzw. die Anzugsreihenfolge.
2. Der Zylinder ist oben krumm (eher unwahrscheinlich).
3. Beim Zusammenbau wurden irgndwelche Fette oder Dichtmassen aufgeschmiert.

Loctite an ZK-Schrauben hat keine Funktion bzw. ist definitiv am falschen Ort. Da ghört nix ran außer Öl - und zwar wenig. ZK-Schrauben/Muttern lösen sich nicht so schnell und gleichmäßig. Und die 10% Übermoment, die helfen genauso wenig wie ein warmes Nachziehen, wie es früher und auch heute noch bei enigen Mehrzylindermotoren nötig war/ist. der Grund dafür ist aber ein komplett anderer als ein "Dichtziehen" der ZKD. Gehört auch nicht in diesen Fred...

Mein Tip ist hier, daß die Kopfschrauben in falscher Folge mit einem zu geringen Moment angezogen waren. Dann leckt das in Kombination mit dem sehr groben Schrammbild der abgerichteten Flächen.
Wenn es im Zylinder selbst kein Wasser gibt, würde ich den Kopf noch ein Momentchen fahren und schauen, ob es sich abdichtet. Nach außen leckende ZKD sind icht so schlimm, solange es innen zum Brennraum dicht ist (Kerzenbild vor dem Kaltstart anschauen!).

Was für eine Dichtung hast Du verwendet? Es gibt Dichtungen, die dürfen nur trocken und auch nur auf einer maximalen Rauhigkeit eingebaut werden (z.B. Reinz Metalldichtungen), da sie eine beidseitige Klebeschicht haben, die mit dem Kopf eine feste verbindung eingeht. Diese Dichtungen kannst Du nach dem ersten Anziehen auch wegwerfen, aber sie sind sehr robust in Bezug auf zu geringes Anzugsmoment oder vertauschte Reihenfolgen.
Andere Dichtungen hingegen kann man sogar 1x komplett lösen und neu aufsetzen...bei luftgekühlten Mascinen sogar zig mal.
Auf den Bildern sieht das für mich nach einer Papp-Quetschdichtung aus. Die sind sehr empfindlich in Bezug auf das mehrstufige Anziehen in richtiger Reihenfolge.

Bin gespannt auf Bilder vom offenen Herzen...

Gruß
Roman


PS: Und was vmax angeht - Übersetzung ist original? Geht sie obenrum spürbar zu, oder ist einfach irgendwann Schluß? Rest stand ja vorher schon - Einfahren ist einfahren und nicht einrasen...  :-X Und ja, es ist nicht so einfach, den YDIS-Vergaser abzustimmen - da braucht's etwas mehr Zeit und Geduld als nur für die Grundeinstellung nebenbei...
Titel: Antw:Motor-Revision
Beitrag von: hannesf am 16. Juli 2017, 12:26:29
So, hier nun der Folgebericht...

ich hatte mich ja nun entschieden nachzusehen was da los ist. Alles wieder abzubauen hat dieses Mal nur knapp über eine Stunde gedauert und ich habe schockiert folgendes Bild Gesehen:

(https://tenere.de/proxy.php?request=http%3A%2F%2Fwebuser.uni-weimar.de%2F%7Ekeva8068%2Fdata%2Fimg%2F1.JPG&hash=2945d60d0c16d0508a79298f8dd979b6606c0bf7)
(https://tenere.de/proxy.php?request=http%3A%2F%2Fwebuser.uni-weimar.de%2F%7Ekeva8068%2Fdata%2Fimg%2F2.JPG&hash=00d4cb47c0e42c276485d7ea2702ab366db21518)
(https://tenere.de/proxy.php?request=http%3A%2F%2Fwebuser.uni-weimar.de%2F%7Ekeva8068%2Fdata%2Fimg%2F3.JPG&hash=78a8dbe81d34f610cc52d34036f2b296a11e4804)
(https://tenere.de/proxy.php?request=http%3A%2F%2Fwebuser.uni-weimar.de%2F%7Ekeva8068%2Fdata%2Fimg%2F4.JPG&hash=1be0ce94bec854d4f2b0097bfb0e1818bd21b1e0)
(https://tenere.de/proxy.php?request=http%3A%2F%2Fwebuser.uni-weimar.de%2F%7Ekeva8068%2Fdata%2Fimg%2F5.JPG&hash=96158d2179e20522179fd8fa452a139ed651c3ec)

Da sind nun mehrere Sachen faul:

1. Klar, offentsichtlich undicht. Und zwar überall und richtig doll!
2. Die Frässpuren sind kaum in der Dichtung abgebildet, also entweder viel zu wenig Drehmoment oder einfach viel zu hohe Frässpuren.
3. Auf dem 3. BIld kann man es kanz gut erkennen: An den Stellen wo ein Wasserkanal auf die KZD trifft haben sich an zwei stellen kleine häufchen naja ich trau es mir nicht zu sagen aber sand gebildet (Im bild linkes oberes Drittel). Schockiert habe ich das zeug eine weile angestarrt und kann mir nicht erklären wo das herkommt!!!
Eine Theorie dazu ist von mir: Der Typ der den Kopf gemacht hat hat nicht nur die Oberfläche verkackt, sondern einen Teelöffel Läppaste in den Kanälen vergessen.


Mit dem ZK bin ich erstmal auf gut glück zu A.T.U gelaufen um mal ein Haarlineal draufzulegen. Glücklicherweise war der Werkstattcheff supernett und hat sich dem mal angenommen (Kostenlos bei ATU! ;) ) und mir gezeigt dass die Toleranzen NICHT innerhalb des Servicemanuals liegen (>0,003mm) UND die Oberfläche "nicht dicht werden kann". Also: Schlechte laune.
(https://tenere.de/proxy.php?request=http%3A%2F%2Fwebuser.uni-weimar.de%2F%7Ekeva8068%2Fdata%2Fimg%2F12.PNG&hash=4be98c2dfa93acf0c658282778e986aa72c6a903)
(https://tenere.de/proxy.php?request=http%3A%2F%2Fwebuser.uni-weimar.de%2F%7Ekeva8068%2Fdata%2Fimg%2F13.PNG&hash=d9221a325ce0928ba1c723df2014dc2490160b02)
(https://tenere.de/proxy.php?request=http%3A%2F%2Fwebuser.uni-weimar.de%2F%7Ekeva8068%2Fdata%2Fimg%2F14.PNG&hash=8d4b68f7158e5499b2c74c68a6268bfc2c46905d)


Naja, dann habe ich mir eine Dicke Glasplatte geliehen, mir große Bögen 180er 250er, 500er nasspapier besorgt und mit größter Gelassenheit den Kopf erneut geplant.
Der erneute Besuch beim netten ATU mann hat gezeigt, dass die Toleranzen nun eingehalten waren!!!!!! und zur Oberfläche meinte er nur "mit der hand? gut."
Es ist etwas schwierig das zu fotografieren, die Spuren die man auf dem FOto sieht sind überhaupt nicht zu spüren oder zu messen, aber kurz nach dem Schliff entstehen die Spuren extrem schnell - schon durch festes abwischen...)
(https://tenere.de/proxy.php?request=http%3A%2F%2Fwebuser.uni-weimar.de%2F%7Ekeva8068%2Fdata%2Fimg%2F6.JPG&hash=85c0c225ad57d67edcb425b7e911d56cdf069ff2)



Was ich dann gemacht habe ist
- alles sauber machen (Alle Kanäle, Schläuche, Radiator) mit Druckluft, Bremsenreiniger und Wasser (mit Druck)
- Thermostat raus, im Kochtopf auf funktion geprüft (witzig dass das klappt ;) )
- Wasserpumpe gereinigt
- dann alle Gewinde minutiös mit Bremsenreiniger und Druckluft sauber gemacht (Vor allen die der Stehbolzen des ZK, da auch nochmal mit nem gewindeschneider ganz locker nachgeschraubt, um die reste vom Schraubenkleber heraus zu bekommen... ::))
(https://tenere.de/proxy.php?request=http%3A%2F%2Fwebuser.uni-weimar.de%2F%7Ekeva8068%2Fdata%2Fimg%2F7.JPG&hash=3412754099f9378a48a386e2dd0001e5441c1614)

- Nach langem Überlegen habe ich mich doch entschieden auf die Stelle wo der Zylinder nur knapp in die Toleranz passt was die Planheit angeht Dichtmasse aufzutragen:
(https://tenere.de/proxy.php?request=http%3A%2F%2Fwebuser.uni-weimar.de%2F%7Ekeva8068%2Fdata%2Fimg%2F8.JPG&hash=294476595ff6642cdbc70d0d68c147d9176029ee)

Naja und das ist schon fast das Ende vom Lied.
die Oberflächen hundertfach sauber gemacht, neue Dichtung direkt aus der Verpackung auf den Zylinder und dann erst alles mit 25Nm angezogen (ja, Kreuzweise hinundher) und dann mit den 38Nm aus dem Handbuch.
Die Dichtung ist übrigens eine Metall Mehrschichtdichtung von Athena. Baugleich zur Originalen Yamaha Dichtung. Das Ding besteht aus 3 Schichten Stahl, Alu, Stahl.

Alles wieder Drauf, öl Rein, wasser rein etc etc. und Angeschmissen:

1. Sie läuft, also keinen Fehler gemacht ;)
2. Sie läuft extrem Gut im vergleich zu vor der Aktion!!!!!
- nach 20 minuten Leerlauf kein weißer Rauch mehr aus dem Auspuff, keine Öltropen aussen am Zylinder
- nach 150km immernoch kein Öl oder Wasser am Motor zu sehen...
3. Sie wird langsamer warm (?) Vor der Aktion wurde sie innerhalb von 10 minuten So warm, dass der Lüfter ansprang, jetzt dauert es fast 20 minuten... Was kann das sein? Der Motor ist gefühlt auch nicht so heiss (wenn man zum Beispiel die Ölentlüftungsschraube auf macht verbrentt man sich jetzt nicht shcon nach 5 minuten die Pfoten, sondern kann das ohne Probleme machen...

Ich habe also jetzt etwas Mut gefasst, dass ich mir jetzt doch einen Dichten Motor gebastelt habe.



Ach, der Motorinstandsetzer meldet sich nicht zurück, ich hatte ihm eine (wirklich freundliche) mail geschrieben und um eine Rückmeldung zu meinem Problem gebeten.. Nix. Nie wieder. Den Stress habe ich wegen einer Arbeit die ich nie in Auftrag gegeben habe und nie einen Kostenvoranschlag bekommen habe.... also ganz direkt: EGU-Motoren: Schlechter Service und scheinbar auch schlechte Arbeit.


Ich musste mir kurz ein bischen Luft machen.


Also: Gruß und Dank an die vielen Helfer hier!!!

Titel: Antw:Motor-Revision
Beitrag von: displex am 16. Juli 2017, 13:12:50

Achso der Drei Buchstabenmann, da gibts massenweise Lektüre dazu im www  /devil/


aber gratuliere zum erfolgreich abgedichteten Motor  /tuar/
Titel: Antw:Motor-Revision
Beitrag von: hannesf am 16. Juli 2017, 13:21:32
:/ das mit dem 3 Buchstabenmann. ja. Aber ich wusste es einfahc nicht besser...
Titel: Antw:Motor-Revision
Beitrag von: mgc am 16. Juli 2017, 19:15:17
..Glückwunsch.....das die Dicke jetzt länger braucht um warm zu werden, liegt daran das jetzt allles dicht ist. Bei  Liter Öl und Wasserkühlung springt der Lüfter höchst selten an. Also alles im normalen Bereich, hast du noch mal das Öl gewechselt....?
Titel: Antw:Motor-Revision
Beitrag von: mgc am 16. Juli 2017, 19:16:35
Ich meinte bei " 4 litern"
Titel: Antw:Motor-Revision
Beitrag von: hannesf am 16. Juli 2017, 21:07:16
Hey,das öl wollte ich wechseln wenn ich weis dass alles dicht ist - dass ich nicht wieder 20€ in den Sand setze (das ist grad für mich schon relativ viel geld...).
Nochmal neue Kühlflüssigkeit und neues Öl kommen morgen nach nochmal 200km rein.

macht es eigentlich sinn den Motor mit einer Spülung sauber zu machen? Oder einfach altes Öl raus, neues rein...?

Gruß und Dank!