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01. April 2026, 01:07:06

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Pixxel
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Gibt es für die XTZ 750 alternative Bremssättel?

Begonnen von Hobbit, Gestern um 07:26:04

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0 Mitglieder und 2 Gäste betrachten dieses Thema.

Hobbit

Hallo,

ich restauriere gerade eine XTZ 750 und habe mir gedacht die Bremse etwas zu modernisieren. Gibt es einen passenden 4 Kolben Bremssattel? Fals jemand dazu eine Info hätte, wäre ich dankbar.

Allzeit gute Fahrt

Heiko

bonsai007

Servus!

Wenn deine Bremse vorne noch ganz Standard ist, kannst du schon ein paar Verbesserungen machen:
1) 320er Scheiben (Musst dann aber die Bremssättel mit Adaptern versetzen, gibts bei he-motorradtechnik)
2) Stahlflex-Bremsleitungen
3) TDM Bremspumpe

Damit holst du "relativ kostengünstig" einiges raus.
Die Bremsscheibenabdeckung aus Plastik müsstest du aber dann weglassen.
Wenn du nicht viel im Gelände unterwegs bist, ist das aber eh besser für die Kühlung.


4-Kolben Bremszange ist mir keine bekannt.

LG Bonsai
1991 XTZ750 3LD (verkauft)
1984 XT600Z 34L
1978 XS1100 2H9

Hobbit

Danke sehr für die Antwort.

Ja da ist alles Standard. Stahlflex hatte ich eh vor, außerdem baue ich ein Brembo RCS 17 ein. Ich habe mir schon neue Scheiben besorgt, da war ich wohl zu schnell.

Allzeit gute Fahrt

Heiko

bonsai007

Mit Bremspumpe und Stahlflex spürst du eine sehr deutliche Verbesserung. Die größeren Scheiben alleine bringen kann garnicht so viel.
Gute Scheiben und Beläge bringen auch einiges - Aber Achtung, Rennbeläge eignen sich (auch wenn zugelassen) nur selten gut für die Straße, da sie für die optimale Leistung warm sein müssen.
Oft ist die Bremse dann an kalten, nassen Tagen damit schlechter.
Ich fahre gerne EBC, da kannst dir an Belägen aussuchen, was zu dir und deinem Fahrprofil passt.

Wichtig ist auch ein perfekt entlüftetes System - Da holst du oft am meisten raus  :D

LG Bonsai
1991 XTZ750 3LD (verkauft)
1984 XT600Z 34L
1978 XS1100 2H9

Hobbit

Hallo,

danke für die Ausführungen. Ich steh auf Brembo Beläge. Rennbeläge sind für die Straße nix, das ist mir klar. Ich hätte halt gerne eine ordentliche Bremszange verbaut. Man kann natürlich eine andere Gabel verbauen und die Bremsanlage entsprechend mit, ich wollte den Aufwand, der eh schon groß ist aber nicht ausufern lassen.

Das Motorrad ist komplett zerlegt, da war ein Freund von mir und ich gleich mal über 10 Stunden beschäftigt. Das Motorrad stand mindestens 6 Jahre unter einem Vordach im Freien und so sieht sie auch aus, das wird noch einige Zeit dauern bis sie fertig ist.

bonsai007

#5
Dann noch viel Erfolg bei deiner Restauration!
Wenn dein Motor noch heraussen ist - Stell unbedingt die Ventile gleich ein. Das geht so viel schöner und einfacher als im eingebauten Zustand.

Hier im Forum findest du viel Wissen zur XTZ, da sie bei vielen ja noch im (Dauer)-Einsatz ist.

Ich habe meine XTZ 750 (leider) gestern verkauft.
Noch da wären ein zerlegter Ersatzmotor und ein kompletter Vergaser (Standort aber Oberösterreich).
Gib Bescheid, falls du was brauchen kannst.
1991 XTZ750 3LD (verkauft)
1984 XT600Z 34L
1978 XS1100 2H9

Hobbit

Danke, ich habe alles und auch noch eine zweit komplette XTZ 750 die auch schon seit Jahren in einer Scheune stand. Falls ich mich aufraffen kann nach der ersten noch die zweite zu restaurieren kann ich dann mit meinem Sohn zusammen auf den gleichen Moppeds fahren.

harbo

#7
Moin,
Also... Ich weiß nicht, was ihr alle mit der ST Bremse habt.
Habe meine org. Bremspumpe gerade etwas überarbeitet und den Rep.Satz von Tourmax verbaut, weil ich den Bremshebel schon fast bis an den Gasgriff ziehen konnte...
Bei der Überarbeitung auch bemerkt, das die Fläche des Bremszyl.in der Pumpe schon einige Oxydationsspuren aufwieß.
(Wahrscheinlich durch zuviel Wasser in der Bremsflüssigkeit, die manchmal nicht regelmäßig gewechselt wurde, in den letzten 30 Jahren  :-[ )
Das ist natürlich für die Lippe der Dichtung am Kolben nicht so günstig, da sie nicht mehr sauber abschließt und schneller verschleißt. ( Hatte sie vor 2 Jahren schon mal erneuert)
Bedeutet, das bei Druckaufbau im Primärzyl. die Bremsflüssigkeit am der Dichtung vorbei kann und in den Sekundärzyl. läuft, was das Gefühl vermittelt, es wäre Luft im System.
(siehe dazu Schema-Schnittzeichnung im Anhang)
Auch war die "kleine" Bohrung im Ausgleichsbehälter verschmutzt und musste mit einer 0,5mm Vergaserdüsen-Reibahle gereinigt werden. Den ges. Zylinder der Bremspumpe, habe ich mit einer 14,04 Reibahle "aufgerieben" und anschließend mit einem passenden Filzpolierkörper, auf nem Dremel, poliert. Damit waren 97 1/2 % der oxydierten und verkratzen Flächen beseitigt.  ;D
Die Sättel sowie die organischen Klötze, waren noch i.O.
Nach dem Entlüften, auch der Bremspumpe, bekomme ich das Vorderrad jetzt locker, auch bei Tempo 80kmh, zum blockieren.
( auch ohne Krampf in der rechten Hand)  ;)
Fazit... Die Bremse funzt, in der Org Version, wunderbar, wenn sie in Ordnung ist.

 /beer/
Männer wollen nicht die große Freiheit, sie wollen viele kleine

Hobbit

Das ist halt immer so ne Sache. Funktionieren tut die, ich bin da halt was anderes gewöhnt. Als hauptmotorrad habe ich eine Husqvarna Nuda 900 R und eine KTM Duke 890 R und da ist die Bremse halt mal was völlig anderes.

Allzeit gute Fahrt

Heiko

harbo

Zitat von: Hobbit am Gestern um 10:01:06Das ist halt immer so ne Sache. Funktionieren tut die, ich bin da halt was anderes gewöhnt. Als hauptmotorrad habe ich eine Husqvarna Nuda 900 R und eine KTM Duke 890 R und da ist die Bremse halt mal was völlig anderes.

Allzeit gute Fahrt

Heiko

Natürlich hast du recht...
Aber da liegen auch fast 40 Jahre dazwischen und man sollte nicht Äpfel mit Birnen vergleichen.
Heute fangen z.B. die Bremspumpen bei 16mm Kolbendurchmesser an. Alleine das sorgt für eine fast 30% höheren Bremsdruck.
(darum ja TDM-Bremspumpe... 5/8" = 15,87mm)
Dann haben die Scheiben einen größeren Durchmesser, die Beläge sind großflächiger , Die Anzahl der Bremskolben steigen usw.
Doch die heutigen Bremsanlagen sind alle ABS geregelt.
Da kannst du voll reinlangen und die Elektronik regelt.
Wären die nicht geregelt, würdest du ständig auf der Nase liegen, weil das Vorderrad nur am blockieren wäre.
Damals mußte noch eine feine Balance gefunden werden. Und das die "Dicke" kein Rennmopett ist, wissen wir alle.
Du baust ja auch keine Keramik-Bremse in deinen Mittelklassen-PKW.
Wie wärs, wenn man mal seine Handmuskeln wieder etwas trainiert, dann hört auch das Geheule mit der "viel" zu schweren Kupplung bei der ST auf.  /devil/


/beer/
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harbo

Zitat von: bonsai007 am Gestern um 08:24:31Servus!

Wenn deine Bremse vorne noch ganz Standard ist, kannst du schon ein paar Verbesserungen machen:
1) 320er Scheiben (Musst dann aber die Bremssättel mit Adaptern versetzen, gibts bei he-motorradtechnik)
2) Stahlflex-Bremsleitungen
3) TDM Bremspumpe
.....

Mit den Stahlflexleitungen bin ich voll bei dir.
Die verbessern den "Druckpunkt" und beseitigen diesen Gefühl von Weichheit/Schwäche der Bremse am Hebel schon sehr.
(hinten nicht vergessen)  ;)

Und wenn man schon hinten ist...
diesen friggeligen, schlecht einstellbaren Bremslichtschalter gleich rausschmeißen und durch einen hydr. Schalter ersetzen.
( z.B. sowas hier)
https://amzn.eu/d/0iQ8FLsR

/beer/
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Hobbit

An die RCS Pumpe kommt ja eh ein neuer Schalter mit ran.

Es gibt Leute, die behaupten ich habe einen Bremsenfetisch. ich übe eigentlich ständig so zu bremsen, dass ich gerade so nicht in den Reglebreich des ABS komme. Ich lehne mich jetzt mal aus dem Fenster und behaupte mal, dass die Masse der Motorradfahrer eigentlich nicht gut bremsen kann. Auch bei den Sicherheitstrainings, die ich bisher gemacht habe, hatte ich den Eindruck, dass die Instruktoren das Thema immer schnell abgehakt hatten und froh waren, dass sich bei den Bremsübungen keiner weggelegt hat.

Allzeit gute Fahrt

Heiko

harbo

Zitat von: harbo am Gestern um 09:56:34.....
Bei der Überarbeitung auch bemerkt, das die Fläche des Bremszyl.in der Pumpe schon einige Oxydationsspuren aufwieß.
(Wahrscheinlich durch zuviel Wasser in der Bremsflüssigkeit, die manchmal nicht regelmäßig gewechselt wurde, in den letzten 30 Jahren  :-[ )
Das ist natürlich für die Lippe der Dichtung am Kolben nicht so günstig, da sie nicht mehr sauber abschließt und schneller verschleißt. ( Hatte sie vor 2 Jahren schon mal erneuert)
Bedeutet, das bei Druckaufbau im Primärzyl. die Bremsflüssigkeit am der Dichtung vorbei kann und in den Sekundärzyl. läuft, was das Gefühl vermittelt, es wäre Luft im System.
(siehe dazu Schema-Schnittzeichnung im Anhang)
Auch war die "kleine" Bohrung im Ausgleichsbehälter verschmutzt und musste mit einer 0,5mm Vergaserdüsen-Reibahle gereinigt werden. Den ges. Zylinder der Bremspumpe, habe ich mit einer 14,04 Reibahle "aufgerieben" und anschließend mit einem passenden Filzpolierkörper, auf nem Dremel, poliert. Damit waren 97 1/2 % der oxydierten und verkratzen Flächen beseitigt.  ;D
........


Hier noch ein Bild, mit nem Endoskop aufgenommen, über den Zustand der Flächen im Bremszyl. im vorderen Druckbereich...
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harbo

Zitat von: Hobbit am Gestern um 11:35:51An die RCS Pumpe kommt ja eh ein neuer Schalter mit ran.

Es gibt Leute, die behaupten ich habe einen Bremsenfetisch. ich übe eigentlich ständig so zu bremsen, dass ich gerade so nicht in den Reglebreich des ABS komme. Ich lehne mich jetzt mal aus dem Fenster und behaupte mal, dass die Masse der Motorradfahrer eigentlich nicht gut bremsen kann. Auch bei den Sicherheitstrainings, die ich bisher gemacht habe, hatte ich den Eindruck, dass die Instruktoren das Thema immer schnell abgehakt hatten und froh waren, dass sich bei den Bremsübungen keiner weggelegt hat.

Allzeit gute Fahrt

Heiko

;D  ;) Lol
Ja, schön, wenn man weiß, wo der Regelbereich des ABS anfängt, doch das ist nichts anderes als sich an den Blockierbereich einer herkömmlichen Bremse heranzutasten.... nur das du "mit Netz" fährst. Je nach Untergrund ändert sich auch dieser Regelbereich immer wieder.
Und ohne ABS bist du froh, wenn die Bremse eben nicht zubeißt wie eine "moderne" Bremsanlage.
Und eins kann ich sagen nach 50 Jahren Motorradfahren...
Bremsen üben OHNE ABS auf Schotter, Sand o.ä. vermittelt und lehrt dich ein weit besseres "Bremsgefühl"
ABS ist da nur eine gute Rückversicherung.

/beer/
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Hobbit

Ich habe auch noch eine MZ 1000 S. Die hat auch eine relativ moderne Bremse 8Habe ich auch eine RCS 19 angebaut) und damit bin ich auch schon fast 120 000 km ohne ABS gefahren. Sicherlich hat man mit dem ABS ein Backup. Nur über ich das Bremsen halt schon regelmäßig und bilde mir ein, dass ich das schon relativ gut kann.

Allzeit gute Fahrt

Heiko

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