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26. Mai 2026, 22:11:52

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Kettenlebensdauer bei der Ténéré 700

Begonnen von tam91, Gestern um 17:19:31

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Bytebandit1969, Pete und 3 Gäste betrachten dieses Thema.

tam91

Hallo
Nachdem meine Ténéré 700 jetzt über 120000km runter hat, wollte ich mal von meinen (für mich erstaunlichen) Erfahrungen mit der Kettenlebendauer berichten.
Den ersten Kettenkit habe ich nach 40000km gewechslet da eine Portugalreise anstand, bei der wir mit 6 bis 7000km gerechnet haben und ich bis dahin eigentlich bei meinen Motorrädern maximal 30 - 35000km mit einem Kettenkit erreicht hatte. Den nächsten Kit habe ich dann bei 60000km vorsorglich vor unserer Marokkoreise gewechselt, da ich bei unserer ersten Afrikareise ´92 mit einem erst 10000km alten Kit auf der Rückreise tauseend Tode gestorben bin, da die Kette  mit insgesamt 18000km dann total hinüber war und ich sowas nicht mehr erleben wollte. Den Kit habe ich mir aber aufgehoben. Dieser besagte Kit den ich vor Marokko montiert habe (übrigens immer geschlossene Ketten das die Demontage der Schwinge wirklich kein Problem ist)und der jetzt 60000km runter hat, beäuge ich vor jeder Reise sehr misstrauisch und überlege jedes mal ihn zu wechseln, aber nichts deutet auf ein nahendes Ende hin, da er immer noch gleichmäßig ruhig läuft, maßlich noch in Ordnung ist und auch die Abhebeprobe am Kettenrad in Ordnung ist. Jetzt habe ich das Ritzel aber gewechselt, weil ich soche Haifischzähne dann doch nicht mehr in Ordnung fand und die 13,50€ bei Kedo für das Ritzel einen Versuch Wert scheinen. Jetzt geht es demnächst für rund 3000km nach Frankreich  - mal sehen wie der Kit hinterher aussieht, werde berichten.
Ach ja, meine Ténéré 700 sieht nicht nur schönes Wetter und wird durchaus auch in der Übergangszeit gefahren. 
Gruß
Christoph

Sartene

Hey,

in all den Jahren musste ich feststellen, wie andere auch, dass die Qualität der Ketten durchaus als "Durchwachsen" bezeichnet werden könnte. Gilt ebenso für die Kettenräder/Ritzel. Von 8000 KM bis 30.000 KM war alles dabei. Von plötzlich auftretenden "Langloch" (das Loch/die Bohrung für den Bolzen hatte sich zum Langloch entwickelt und wenn an diesem Glied Zug drauf kam, war es eben entsprechend zu hören....muss man erst mal drauf kommen) in der Kette mit entsprechender, begleitender Geräuschkulisse  bis hin zu Haifischzähnen am Ritzel und gebrochenen Zähnen. Alles dabei. Mein persönliches Fazit in Bezug auf Ketten.......und das wusste schon Forrest Gump...die sind wie eine Pralinenschachtel, man weiß nie, was man bekommt...... /devil/  Trotz hoher Kosten und renommierter Hersteller. Von Geil bis Schrott, alles dabei! Ebenso was die Preise angeht.

Ich verbaue ebenfalls nur geschlossene Ketten, jedoch baue ich die Schwingen nicht aus, ich verniete mit einem genialen Nietgerät, welches ich in den 1990er Jahren bei Hein Gericke gekauft. Dieses Teil war damals ein hochpreisiger Luxuskauf, hat sich aber mehr als bezahlt gemacht. Und ich kann alle Kettenbreiten damit behandeln. Perfekt!

Und was ich auch gelernt habe, Kettensätze gehen immer kaputt, wenn man im Urlaub ist... /mecker/

Bin aber tatsächlich erstaunt über Deine Laufleistungen! Respekt.

Beste Grüße

Kaleu  /tuar/

 /tewin/
Ténéré?  Na was denn sonst??!!!!!

Ede

Meine mit dem Mopped ausgelieferte Kette hat jetzt 14 000 runter. Die kann auch noch ein paar Tausender mehr drauf bleiben. Ersatz liegt bereit, denn haben ist besser als brauchen  8)

Ich kaufe die Kette gern mit ein paar Glidern (meistens 2) mehr und kürze & verniete selbst mit hochwertigem Nietwerkzeug. Denn bei den geschlossenen/endlos gelieferten Ketten waren die Nietschlösser schon mal minderwertig in Qualität oder Ausführung der Nietung.
Gruß Ede

Nicht asphaltierte Wege zu befahren ist kein Offroad!

XTZRX

Also wenn ich mir das Ritzel nach 60000km betrachte, das hätte ich schon viel früher gewechselt.
Hast Du mal die Kettenlängung gemessen?
Ich behaupte jetzt mal einfach so, die Kette ist ebenfalls nach 60000km fertig.
Das ist meiner eigenen bescheidenen Meinung nach Geiz an falscher Stelle und mir wäre das Risiko einer gerissenen Kette zu hoch.
Von der Sturzgefahr oder Kollateralschäden durch nen Kettenriss mal abgesehen.

ck1

Bei meiner 25er Rally habe ich bei 15 tkm den ersten Satz runtergeschmissen. Ich könnte die Kette zu weit am Kettenblatt abheben. Kettenlängnung könnte ich keine messen. Hab nen neuen Satz von DID montiert und dann beim originalen Kettenblatt festgestellt, daß dort die Täler zwischen den Zähnen zu tief gefräst waren.
Also ab Werk top Qualität. 🤮

olba73

Meine Originalkette hat 50.000 gehalten. Das muss die DID VX3, die danach draufgekommen ist, erst einmal schaffen. Ist ja angeblich so ein Heavy-Duty-Teil. Interessanterweise war die von Anfang an lauter als die originale. Jetzt hat sie gute 16.000 drauf...
Ténéré 700, 4/'22, 66.200 km
BMW K100, 4/'84, 71.000 km

beeze

Meine Originalkette war bei 33 Mm fällig, für mich neuer Rekord, Ketten haben bei mir sonst eher 20 - 25 Mm gemacht. Ich halte mich für einen höchstens durchschnittlichen Kettenpfleger, schmieren und spannen wird nach Gefühl erledigt, ganz nach dem Motto, wenn zu trocken oder zu locker merkst du es.

Z500b

Zitat von: olba73 am Heute um 13:15:58Meine Originalkette hat 50.000 gehalten. Das muss die DID VX3, die danach draufgekommen ist, erst einmal schaffen. Ist ja angeblich so ein Heavy-Duty-Teil. Interessanterweise war die von Anfang an lauter als die originale. Jetzt hat sie gute 16.000 drauf...

ich fand die did vx3 an meiner 2023er viel smoother als die originale. freu mich jetzt bei der aktuellen 2025er schon aufs tauschen, die hat aber erst 9100 drauf.

der Wohlfühler

Meine 2020er hat jetzt mit 28tkm den zweiten Satz seit ca. 7tkm drauf.
Es ist die vx3 und ja, die scheint was abzukönnen.
Meine Fahrerei findet eher abseits vom Asphalt statt und das ganze Jahr. Schonung ist die Zeit in der Garage, das reicht einer  /tewin/  gut  :D
Gefettet wird nach jeder Fahrt, oder davor, oder nach dem Waschen...
Darf's ein bisschen mehr sein?

tam91

Hallo
ich hab die Kette gemessen und auch die Abhebeprobe gemacht, da ist alles noch deutlich im grünen Bereich, auch läuft sie wunderbar ruhig und gleichmäßig. Ich habe die Kette auch auf der Ganzen Distanz bisher nur 2 mal spannen müssen, was auch auf einen noch guten Verschleißzustand hindeutet. Ach ja ich hab eine Scottoiler dran, den hatte ich aber auch bei der XTZ 750 und hab mit einer 530er Kette nicht solche Laufleistungen erreicht.
Bisher hab ich immer nur alles als Satz gewechselt, diese Haifischzähne waren mir jetzt aber zu wild, die können irgendwann auch abbrechen, deshalb jetzt mal das neue Ritzel.
Endlosketten / geschlossene Ketten werden in der Maschine vernietet, die auch die anderen Kettenglieder vernieten. Ich hab früher auch mit dem Kellermannwerkzeug die Ketten vernietet, aber erstens braucht das auch Zeit, (bei der Ténéré 700 würde ich mal behaupten macht das nur 10 Min Vorteil aus) und ich hab festgestellt, daß der Kettenverschleiß immer beim vernieteten Glied angefangen hat, daher jetzt nur noch fertige geschlossene Ketten. 
@olba73: Das die neue Kette lauter läuft liegt vielleich daran wenn Du kein gummibeschichtetes Ritzel genommen hast.
Gruß
Christoph

oldstyle

Mein Original Kettensatz hat jetzt 33.000 drauf, Verschleiß naja... am Ritzel sieht man es schon etwas, Kettenrad ist noch gut, abhebeprobe auch I.O.
Gespannt hab ich die Kette nur in den ersten paar 1000 km. Danach nicht mehr, fahre Sie lieber zu locker als zu fest.Fahre mit der Acerbis Kettenführung.
Ab und an mach die auch mal richtig sauber und schmiere mit S100 Kettenspray. Als ganzjahresfahrer hat die Kette auch schon Salz abbekommen und war auch an den Laschen schon 2-3mal gut rostig.
Laufen tut die immernoch gut.
Aufgrund der Laufleistung hab ich trotzdem schon mal nen neuen Kettensatz gekauft, Ritzel und kettenrad von JT und ne DID vx3 Kette.

Gruß André 
the worst thing i can be is the same as everybody else

MudMonster

So lange die Kette am Kettenblatt hinten noch gut aufliegt und die "Kettentäler" nicht sichtbar gelängt sind, ist alles gut.
Vorn am Ritzel ist die Belastung/der Verschleiß deutlich höher.
Darum vorn lieber einmal öfter tauschen, bevor es den Rest des Kettensatzes in Mitleidenschaft zieht.

@tam91 Bei meinen mit O-Ring Ketten bestückten "Erdmopeds" habe ich es so gehalten, wie Du.
Die Ritzel vorn sahen ähnlich aus.
Die Laufleistung des gesamte Kettensatzes wurde ab Tausch des Ritzels ca. verdoppelt.

Das würde ich hier nicht erwarten, weil eine 250er WR-F "offen" bestenfalls die Hälfte der Leistung eines CP2 liefert .
Dafür gibt der CP2 die Leistung gleichmäßiger ab und schlägt nicht so in die Kette, wie ein Einzylinder - besonders weil die Spocht-Yamahas am Hinterrad keine Rückdämpfung haben ...

Aus Erfahrungswerten geschätzt sollte der Ritzeltausch unter den von Dir geschilderten Voraussetzungen darum bummelig +50% der bisherigen Laufleistung des Kettensatzes oben drauf bringen.

... alle Angaben ohne Gewehr ...  ;)

tam91

Hallo
Mal schauen ich hab den Satz mit 20000km ja noch liegen, sodaß ich kurzfristig reagieren kann. Jedenfalls werde ich bei nächsten Satz ein 2. Ritzel mitbestellen.
Es war beim einbau des neuen Ritzels jedenfalls auffällig, daß ich das Hinterrad ca 2 mm nach vorne (also die Kette "entspannen" mußte) verschieben mußte. Der bisherige nachspannweg scheint also zu einem ordentlichen Teil aus dem Verschleiß des Ritzels entstanden zu sein.
Gruß
Christoph

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