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Reiseblümchen, endurofiziert, S_I_T, Gida
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Wie macht Ihr den Ölwechsel?

Begonnen von olba73, 08. April 2026, 11:45:47

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Ichnusa

Liebe Moderatoren, bitte schließt und löscht den Thread. Danach verbrennt das Backup.

Zitat von: olba73 am 08. April 2026, 11:45:47Zunächst mal finde ich das Gefälle an der Ablassschraube zu flach, deshalb klemme ich immer einen dicken Holzklotz unter das HR. Das reicht aber immer noch nicht so recht, deshalb ziehe ich beim Ablassen des letzten Rests immer die Front am Lenker runter.
Des Weiteren, wenn alles abgelaufen ist und der ÖF abgeschraubt, werfe ich den Motor erneut für 2-3 sec. an, wobei nochmal ein ordentlicher Schwall der alten Suppe aus den Leitungen schießt, vornehmlich aus dem Ölfilterflansch, aber auch unten aus der Ablassschraube. Ich will auch das alte Zeug aus der Kupplung raus haben. Dann wieder warten, Front runterziehen für die letzten Tropfen, alles zumachen und neu auffüllen.

ck1

Wieso ? Ich finde solche Freds sehr aufschlußreich. Wenn ich z.B. mir ein gebrauchtes Motorrad zum Kauf anschauen, Regen solche Freds meine Phantasie ungemein an, was mit diesem Motorrad schon alles passiert sein könnte.... 😪

olba73

#32
So, mal ein kleines Update. Der Diskurs hier hat mich doch dann ein bisschen zum Überlegen angeregt und zum Recherchieren bewegt. Im MT-07-Forum hat einer seinen Motor versehentlich etwa 30 sec. ohne Öl laufen lassen, weil er schlicht das Neubefüllen vergessen hatte. Scheinbar ohne sofortige Konsequenzen, und die Kollegen dort meinten, dass der Motor das abkönne, wenn er nur im Leerlauf sei. Ein paar Sekunden seien prinzipiell unkritisch, da ja der alte Ölfilm noch existiere und nicht sofort mit dem Ablassen verschwinde. Das war auch das Prinzip, auf das ich mich selbst in den letzten 35 Jahren verlassen habe.
Nun hat mir die doch insgesamt recht diverse Meinungslage hierzu keine Ruhe gelassen, daher habe ich mich jetzt einfach mal an die Profis gewandt und mit einem Dortmunder Motorenbauer (Pieper) telefoniert, was in der Tat sehr erhellend war. Er sagte mir, dass ich wahrscheinlich in den letzten 35 Jahren einfach Glück gehabt hätte und riet mir eher davon ab, den Motor ohne Öl laufen zu lassen, und sei es nur für 3 Sekunden. Wörtlich sagte er: "Solche Experimente machen wir hier nicht." Außer den Lagerstellen nannte der Herr auch noch das Risiko einer trockenlaufenden Ölpumpe. Er war im Übrigen ebenfalls der Meinung, dass sich die vielleicht 50cm³ restlichen Altöls nicht nennenswert negativ auf 2,6 Liter Frischöl auswirken dürften. Es war übrigens insgesamt ein sehr gutes Gespräch, aber das nur am Rande.

Gut. Ich würde mich selbst durchaus als lernfähig bezeichnen, daher werde ich ab heute meine alte Vorgehensweise ad acta legen und mich über das Glück freuen, das ich scheinbar hatte. Wenn ein Rest drinbleibt, bleibt er halt drin. Ich bin mir zwar ziemlich sicher, dass ich dem Motor mit den wenigen Sekunden nicht wirklich geschadet habe, aber ich will mein Glück auch nicht unbedingt weiter herausfordern.
Also, danke an Euch für Eure Ausführungen zum Thema, Ihr habt mich zum Nachdenken gebracht. War wohl eine gute Eingebung, den Thread hier zu starten...
Ténéré 700, 4/'22, 60.200 km
BMW K100, 4/'84, 70.600 km

yamralf

Vorallem bei Selbstschraubern die ihr Wissen aus Foren beziehen, denke da speziell an eines wo 3 Buchstaben im Namen stehen.
XT 660 Z Ténéré   DM02

"Eine Enduro putzen ist wie Seiten aus der Bibel reißen"

olba73

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Reiseblümchen

Da rätsel ich jetzt auch.

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