Welcome to YAMAHA TENERE FORUM. Please login or sign up.

25. Mai 2026, 21:40:02

Login with username, password and session length

Zylinder und Kopf Überholung

Begonnen von vanbudd, 04. Mai 2026, 05:59:09

Vorheriges Thema - Nächstes Thema

0 Mitglieder und 2 Gäste betrachten dieses Thema.

Mille

Planen kostet normal bei ebenen Zylinder und kopf ca. 65€ Und die XTZ hat ebene Zylinder.  /beer/

Ist der arbeiter vielleicht von schräger Aufspannung ausgegangen?

LG Mille
Ziel? Was ist das?

MfG Mille

tam91

Hallo
Das ist die d"Krankheit der XTZ, daß sie so alle 30000km meistens an den Einlaßventilen ungefähr 1/10 mm Ventilspiel verliert. Erfahrungsgemäß ist man dann so bei 120000 -150000 km mit den Plättchen beim kleinsten Maß angekommen. Abdrehen der Ventile bringt da nichts da sie dann wie Du schon bemerkt hast noch tiefer drin sitzen. Den Schaft kürzen - geometrisch richtig, aber das Ende ist (meistens) gehärtet sodaß das auch eher nicht geht. touchier die Sitze mal im Kopf und Du wirst vermutlich feststellen das die noch im Rahmen sidn und nicht gefräst werden müssen. Ich hab damals in den sauren Apfel gebissen und die EV´s ersetzt die AV´s sind drin geblieben. Such mal mit den Ventilmaßen im Netz, ich könnte mir vorstellen die gibt es nicht nur von Yamaha und im Zubehör sind Ventile unanständig günstig (für meinen T4 13€).
Gruß
Christoph

vanbudd

#32
So ein kleines bzw. großes Update.

Ich habe letzte Woche vom Wurzelsepp Jörg hier aus dem Forum einen alten Motor abgeholt, vielen Dank hierfür nochmal!
Waren nette Gespräche in einer gemütlichen Schrauberbude.

Ich habe dann die Ventile welche am besten ausgesehen haben genommen und nochmal bei einem Freund die 45° Fläche ganz leicht neu gedreht. Also eigentlich nur so, dass die Unebenheiten weg waren.

Den Kopf habe ich mit Glasplatte und Schleifpapier etwas geplant, viel war nicht nötigt.
Geprüft habe ich mit Haarlinieal und solange geschliffen bis die 0,03mm Fühlerlehre nirgends mehr drunter gepasst hat.

Ventile eingeschliffen und dann gings ans Zusammenbauen, alles gereinigt, beim Zylinderkopf und Ventilen alles schön mit Motoröl benetzt. Alle Dichtungen und O-Ringe wurden erneuert.

Beim Verbauen der Ventilschaftdichtungen, habe ich mir ein kleines Hütchen aus Schrumpfschlauch gemacht, das Ventil eingeschoben, die scharfen Kanten mit dem Hütchen abgedeckt und dann die Dichtung mit einem Rohrsteckschlüssel vorsichtig aufgeklopft bis es geklickt hat.

Bei den Ventil-Federn gibt es ein Oben und Unten, darauf soll man laut Handbuch achten.

Ich habe vorerst die alten Shims verbaut um dann das Ventilspiel zu prüfen. Durch den zweiten Motor vom Wurzelsepp hatte ich glücklicherweise genau die passenden Shims parat.

Beim Verbau des Zylinders habe ich zuerst einige Schraubertipps aus dem Internet probiert, vorallem in Kabelbinder hatte ich meine Hoffnung gesetzt, aber hat leider alles nicht so gut geklappt.
Am Ende war es einfach nur eine Frage der Technik.
Wenn man den Zylinder leicht Schräg nach hinten aufsetzt kann man so schon die halben Kolbenringe einsetzen und dann relativ einfach von vorne mit den Fingern die Ringe zusammendrücken und den Zylinder drüberschieben.

Nockenwellen, Rädchen und Steuerkette alles nach Handbuch verbaut und hat wunderbar geklappt.
Ich habe den Rotor ein paar mal per Hand (bzw. per 19er Nuss) gedreht um sicherzugehen, dass er sich frei dreht.

Danach Ventildeckel drauf, den ganzen Rest wieder verbaut. Neues Öl und neues Kühlmittel.

Der Motor ist mit Choke quasi sofort angesprungen. Ich hab alles unter Beobachtung einmal komplett warm werden lassen (bis der Lüfter angesprungen ist).
Ab und zu musste ich Kühlmittel nachkippen.

Danach noch Vergaser Synchronisiert und bisl am Gemisch rumgespielt, 2.5 Umdrehungen raus hat sich aber bei beiden Vergasern als ganz gut rausgestellt und ich hatte dann keine Energie mehr :D

Heute knapp 100km Probefahrt gemacht und es läuft alles 1A, sogar um einiges besser als davor.

Einzig meine Tachowelle hat das ganze Hin und her beim Schrauben wohl nicht überlebt, diese werde ich Zukunft etwas vorsichtiger behandeln :D

Ich danke euch allen für die Unterstützung und hoffe der Thread hilft in Zukunft vielleicht mal jemanden!


tam91

Hallo
Hast Du das Ventilspiel nicht eingestellt?
Gruß
Christoph

MA-D

Zitat von: vanbudd am Heute um 13:50:27So ein kleines bzw. großes Update.

Ich habe letzte Woche vom Wurzelsepp Jörg hier aus dem Forum einen alten Motor abgeholt, vielen Dank hierfür nochmal!
Waren nette Gespräche in einer gemütlichen Schrauberbude.

Ich habe dann die Ventile welche am besten ausgesehen haben genommen und nochmal bei einem Freund die 45° Fläche ganz leicht neu gedreht. Also eigentlich nur so, dass die Unebenheiten weg waren.

Den Kopf habe ich mit Glasplatte und Schleifpapier etwas geplant, viel war nicht nötigt.
Geprüft habe ich mit Haarlinieal und solange geschliffen bis die 0,03mm Fühlerlehre nirgends mehr drunter gepasst hat.

Ventile eingeschliffen und dann gings ans Zusammenbauen, alles gereinigt, beim Zylinderkopf und Ventilen alles schön mit Motoröl benetzt. Alle Dichtungen und O-Ringe wurden erneuert.

Beim Verbauen der Ventilschaftdichtungen, habe ich mir ein kleines Hütchen aus Schrumpfschlauch gemacht, das Ventil eingeschoben, die scharfen Kanten mit dem Hütchen abgedeckt und dann die Dichtung mit einem Rohrsteckschlüssel vorsichtig aufgeklopft bis es geklickt hat.

Bei den Ventil-Federn gibt es ein Oben und Unten, darauf soll man laut Handbuch achten.

Ich habe vorerst die alten Shims verbaut um dann das Ventilspiel zu prüfen. Durch den zweiten Motor vom Wurzelsepp hatte ich glücklicherweise genau die passenden Shims parat.

Beim Verbau des Zylinders habe ich zuerst einige Schraubertipps aus dem Internet probiert, vorallem in Kabelbinder hatte ich meine Hoffnung gesetzt, aber hat leider alles nicht so gut geklappt.
Am Ende war es einfach nur eine Frage der Technik.
Wenn man den Zylinder leicht Schräg nach hinten aufsetzt kann man so schon die halben Kolbenringe einsetzen und dann relativ einfach von vorne mit den Fingern die Ringe zusammendrücken und den Zylinder drüberschieben.

Nockenwellen, Rädchen und Steuerkette alles nach Handbuch verbaut und hat wunderbar geklappt.
Ich habe den Rotor ein paar mal per Hand (bzw. per 19er Nuss) gedreht um sicherzugehen, dass er sich frei dreht.

Danach Ventildeckel drauf, den ganzen Rest wieder verbaut. Neues Öl und neues Kühlmittel.

Der Motor ist mit Choke quasi sofort angesprungen. Ich hab alles unter Beobachtung einmal komplett warm werden lassen (bis der Lüfter angesprungen ist).
Ab und zu musste ich Kühlmittel nachkippen.

Danach noch Vergaser Synchronisiert und bisl am Gemisch rumgespielt, 2.5 Umdrehungen raus hat sich aber bei beiden Vergasern als ganz gut rausgestellt und ich hatte dann keine Energie mehr :D

Heute knapp 100km Probefahrt gemacht und es läuft alles 1A, sogar um einiges besser als davor.

Einzig meine Tachowelle hat das ganze Hin und her beim Schrauben wohl nicht überlebt, diese werde ich Zukunft etwas vorsichtiger behandeln :D

Ich danke euch allen für die Unterstützung und hoffe der Thread hilft in Zukunft vielleicht mal jemanden!



Na dann Gratulation! Die Kostenlosen Tipps haben scheinbar auch Wirkung gezeigt in deinen Geldbeutel. Wenn das jetzt bis zum ersten Ölwechsel rund läuft, dann schulter klopf /beer/

vanbudd

Zitat von: tam91 am Heute um 14:02:26Hallo
Hast Du das Ventilspiel nicht eingestellt?
Gruß
Christoph

Hey Christoph,
Ja Ventile hab ich natürlich eingestellt, durch den zweiten Motor hatte ich durch Zufall auch alle passenden shims direkt da.

SMF spam blocked by CleanTalk