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keine Druckaufbau am Fußbremszylinder

Begonnen von Rocco, 18. November 2025, 19:24:12

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Ichnusa, Dynamite und 2 Gäste betrachten dieses Thema.

tam91

Hallo
Nein, in jeder Flüssigkeit kann man jedes Gas lösen so wie das Co2 im Wasser. Die Autohersteller haben das Problem mit der Bremsflüssigkeit beim Befüllen mit Vakuum, weil da dann vielmehr ausgast. Deshalb wird die Bremsflüssigkeit zum Teil engast, d.h. sie wird unter Unterdruck gelagert und dann entweicht das Gas (hier Luft) und nicht beim Befüllen. Wasser verdampft erst bei 100°C und gast erst dann aus.
Gruß
Christoph

Ede

Dieses Verhalten mit dem Ausgasen müsste dann aber jedes Mopped mit hochliegendem ABS-Regler als höchstem Punkt des Bremssystems haben und nicht nur manche T7. Bei meiner Bj '22 (DM11) habe ich nämlich keine Probleme mit Luft/Gas in der Fußbremse.
Gruß Ede

Nicht asphaltierte Wege zu befahren ist kein Offroad!

Melbourne

Moin zusammen

Meine Bj 21 (DM11) macht auch keine Probleme .Der Druck ist immer gleich.

Gruß Reinhard
Zufriedenheit macht Glücklich

Michi

Servus,
Meine 21'er DM11 war auch mal betroffen, kein Druck hinten nach Standzeit.
Neue Bremsflüssigkeit mit Unterdruckpumpe durchgezogen hat das aktuelle Problem behoben, es kam eine fette Kaffeeschaumblase raus.
ABS muss ich mal entlüften lassen, die Ventile bekommt man ja nicht mit Hausmitteln sicher auf.

Es sind übrigens nicht "ein paar T7" betroffen, ich kenne das Problem, solange es Mopeds mit ABS gibt über alle Hersteller und Typen hinweg. Immer hinten.
Richtig saubere Lösungen habe ich bei keinem Hersteller erlebt.
Bei meiner Ex- Ducati 821 Monster 2016 war das eine Doktorarbeit: Stahlbus Entlüftungsschraube zwingend nötig (keine O-Ringe in der Original-Entlüftungsschraube), dann frische Bremsflüssigkeit mit Unterdruck schnell durchgesaugt mit gleichzeitigem Einschalten der Zündung (dann gehen die ABS Ventile kurz zum Funktionscheck auf). Hat mehrere Durchläufe benötigt und das Problem dauerhaft beseitigt.

Das Problem ist grundsätzlich dass das ABS höher als der Rest hängt und daraus eine Leitungsverlegung mit Schlaufen entsteht. Da hilft Geschwindigkeit beim Durchsaugen per Unterdruckpumpe, die alte Pumpmethode könnt Ihr komplett vergessen.

Ohne fundierten Kenntnissen von ABS Bremsanlagen rate ich von Experimenten ab. Blöderweise können es "Profiwerkstätten" manchmal auch nicht besser, manche haben das nötige Tool nicht, mit dem man die Ventile im ABS Block öffnet.
Dann schraubt man halt doch wieder selber, vor allem wenns am nächsten Tag in Urlaub mit dem Bike geht...
Ihr seid alle erwachsen, handelt nach Euren Fähigkeiten.

Grüße,

Michi

Franki

oder man geht zurück auf ein nicht-ABS-Modell, bei dem Bremsflüssigkeitstausch als auch Umrüstung auf Stahlflexschläuche wesentlich einfacher zu bewerkstelligen sind. Dass ein Antiblockiersystem Sicherheitsvorteile hat, ist natürlich unbestritten... /-/

tam91

Hallo
Ich erinnere mich noch daß viele Autowerkstätten fürs Entlüften Geräte verwendet haben die die Bremsflüssigkeit unter Druck durchs System gedrückt haben. Man sollte nach Gebrauch den Druck aus dem Kessel ablassen. WEnn man das nicht gemacht hat hat sich Luft unter dem Hohen Druck in der Bremsflüssigkeit gelöst die dann später unter "Normaldruck" im Bremssystem des Autos ausperlen konnte. Bei Motorradwerkstätten habe ich das nie gesehen.
Das vorspannen des Bremshebels über Nacht für "Probelmentlüftungen" hat meiner Ansicht nach zwei Hintergründe. Einmal wie schon vorher erwähnt, daß die Luftblasen nach oben in den Behälter wandern können. Zum Zweiten aber das sichkleine Bläschen unter Druck in der Bremsflüssigkeit lösen. DAnn muß man aber anschließend noch einmal entlüften um mit der Bremsflüssigkeit dei jetzt gelöste Luft aus dem system zu spülen.
Ich selber entlüfte meine Motorräder mit einem druckluftgetriebenen Vacuumgerät und pumpe zusätzlich mit den Hebeln durch. Bis jetzt hatte ich bei der Ténéré 700 keine Probleme, ich hab aber auch noch nicht Leitungen gewechselt oder ähnliches.
Gruß
Christoph     

crossbow

jetzt habe ich mich einige Wochen an einer gut funktionierenden Rückbremse erfreut. Am Samstag dann auf Tour gefahren und am Start alles ok...aufgrund starken Regens bin ich die letzten 70 km auf die Autobahn um voran zu kommen. Mitten im starken Regen alle am bremsen und meine hintere Bremse plötzlich wie nicht mehr vorhanden...da habe ich kurz geatmet...alles gut gegangen und die nächste Abfahrt runter und das alte Problem war wieder da. Nicht einmal auf losem nassen Untergrund war es möglich ins ABS zu bremsen. Hebel geht bis auf den Rahmen. Bin dann doch Überland bis zum Ziel und am Sonntag wieder heim. Ich bin ratlos und am kotzen. Die Lust auf das Motorrad ist einfach weg. 

Werkstatt zuckt mit den Schultern und ich würde die am liebsten loswerden.

Mc Gyver

Kann es vielleicht sein, dass die Anschlüsse am ABS-Modulator nicht ganz dicht sind?
Nicht so undicht, dass Bremsflüssigkeit austreten kann aber so, dass am höchsten Punkt der Anlage ja ein leichter Unterdruck zu den tieferliegenden Komponenten herrschen muss und über lange Zeit dann Luft eindringen kann?
Was man nicht selbst gemacht hat, gehört einem auch nicht richtig

Franki

... und, in dem geschilderten Fall, auch Luftfeuchtigkeit...? ???

T7Xover

Ist es nicht möglich, dass der Händler einmal mit dem PC überprüft ob der ABS Block in Ordnung ist und dann gleich die Bremsflüssigkeit wechselt?

Dafür sein Mopped nicht mehr zu mögen ist jammern ohne Kenntnis anderer Marken wie Z.B KTM.

Peter700

Bei einem neuen Motorrad auf das man sich so gefreut hat kann ich den Frust schon verstehen, das nervt einfach. Da predigen wir hier im Forum seit 6 Jahren wie geil und zuverlässig die Tenere ist und das es Nullkommanull Probleme gibt, und dann hast Du so ein Pech, das würde mich auch nerven.

Trotzdem muss ich nochmal ganz blöd nachfragen, damit wir das auch ausschließen können:
Als ich meine 2019er Tenere neu hatte, wurde ich von Kumpels die hinter mir fuhren mehrfach angesprochen, warum denn die ganze Zeit mein Bremslicht leuchtet. Ich bin ein erfahrener Motorradfahrer aber ich schwöre, dass ich das nicht bemerkt habe. Bei keinem meiner verflossenen Motorräder war der Bremshebel so weit oben wie bei der Tenere. (Ja ich weiß, man soll mit dem Fussballen auf der Raste stehen, gelegentlich rutsche ich aber doch mal nach vorne.)

Ich habe den Bremshebel entgegen der Anweisung im WHB deutlich nach unten versetzt, nämlich um satte 30mm. Seitdem ist Ruhe und ich komme nicht mehr versehentlich an das Pedal. Kann es eventuell sein, dass die Geplagten hier doch unbemerkt längere Zeit auf der Bremse stehen, die wird heißer und heißer und dann wandert der Druckpunkt? Ich weiß, man kann es sich nur schwer vorstellen, is mir aber tatsächlich so passiert. Ich schwöre, Du merkst das nicht.

Wenns Quatsch ist vergesst meine Idee, aber man sollte halt sicher alles geprüft haben bevor men beim Händler nen Willi macht.
Völlige Selbstsicherheit bei totaler Ahnungslosigkeit!

Michi

Servus,

Ich vermute, dass das ABS auf nasser Fahrbahn kurz angesprochen hat und dadurch eine Luftblase, die sich im ABS Block gesammelt hatte, in eine Leitung entweichen konnte und erst dadurch wirksam wurde.
Das Gute daran: jetzt ist sie draußen.
Entlüften mit Unterdrucksauger, weiterfahren.
Nicht schön, aber deswegen die Tenere weggeben? Nie. Und ich war auch schon betroffen, mit der Tenere und auch anderen Mopeds. Ist bei allen Herstellern ein Problem, woanders ist es nur mit Glück besser.
Grüße,

Michi

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